Pallade Veneta - Havanna erklärt sich zu Gesprächen mit Washington bereit - USA erhöhen Hilfszahlungen

Havanna erklärt sich zu Gesprächen mit Washington bereit - USA erhöhen Hilfszahlungen


Havanna erklärt sich zu Gesprächen mit Washington  bereit - USA erhöhen Hilfszahlungen
Havanna erklärt sich zu Gesprächen mit Washington bereit - USA erhöhen Hilfszahlungen / Foto: YAMIL LAGE - AFP

Nach monatelangen Drohungen aus Washington hat sich die kubanische Regierung zu Gesprächen mit der US-Regierung bereit erklärt. "Kuba ist bereit, mit den USA in einen Dialog zu treten, einen Dialog über jedes Thema", sagte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Donnerstag im Staatsfernsehen. Solche Gespräche müssten jedoch "ohne Druck oder Vorbedingungen" stattfinden, betonte er. Die USA gaben derweil eine millionenschwere Erhöhung ihrer Hilfszahlungen für das Land bekannt.

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Nach der Gefangennahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu Jahresbeginn bei einem US-Militäreinsatz hatte US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht, dass er auch andere Länder im Visier hat - darunter Kuba. Ein militärisches Eingreifen sei dort aber nicht nötig, denn ohne das Öl aus Venezuela werde die kommunistische Herrschaft in Havanna ohnehin zusammenbrechen, sagte Trump damals.

Das Weiße Haus wiederholte nun seine Behauptung. "Angesichts der Tatsache, dass die kubanische Regierung am Ende ist und ihr Land kurz vor dem Zusammenbruch steht, sollten sie bei ihren Äußerungen gegenüber dem Präsidenten der USA klug sein", sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt vor Journalisten.

Zugleich gab das US-Außenministerium in Washington jedoch auch neue millionenschwere Hilfszahlungen für den Karibikstaat bekannt: Über die katholische Kirche werde Kuba direkte Hilfen in Höhe von sechs Millionen Dollar (5,1 Millionen Euro) erhalten, erklärte das Außenministerium am Donnerstag (Ortszeit). Zuvor hatte Washington bereits Hilfen von drei Millionen Dollar (rund 2,5 Millionen Euro) bereitgestellt, die ebenfalls über die katholische Kirche in Form von materiellen Hilfsgütern an örtliche Pfarreien geliefert worden waren.

Am Sonntag hatte Trump erklärt, seine Regierung spreche derzeit mit den "höchsten Vertretern" in Havanna über ein Abkommen. Die kubanische Regierung teilte daraufhin mit, es gebe Kontakte mit Washington, von einem Dialog könne jedoch nicht die Rede sein.

Kuba steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Seit Ende 2024 gab es fünf landesweite Stromausfälle, die teilweise mehrere Tage dauerten. Immer wieder haben die Menschen mit Blackouts zu kämpfen, die mitunter mehr als 20 Stunden dauern. Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze Floridas entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo.

A.Fallone--PV

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