Pallade Veneta - Atomgespräche zwischen den USA und Iran haben in omanischer Hauptstadt begonnen

Atomgespräche zwischen den USA und Iran haben in omanischer Hauptstadt begonnen


Atomgespräche zwischen den USA und Iran haben in omanischer Hauptstadt begonnen

In Omans Hauptstadt Maskat haben die hochrangigen Atomgespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran begonnen. Dies meldete das iranische Staatsfernsehen am Freitagvormittag. Teheran sei darauf vorbereitet, sich gegen "exzessive Forderungen" der USA zu wehren, sagte der iranische Verhandlungsführer, Außenminister Abbas Araghtschi, bei einem Treffen mit seinem omanischen Kollegen Badr Albusaidi kurz vor Beginn der Verhandlungen. Die US-Delegation wird von Sondergesandten Steve Witkoff geführt.

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Der Iran werde die Mittel der Diplomatie dazu nutzen, seine nationalen Interessen zu wahren, fügte Araghtschi hinzu. Das Land erinnere sich noch gut an das vergangene Jahr, schrieb der iranische Chefdiplomat im Onlinedienst X mit Blick auf die Bombardierung iranischer Atomanlagen durch Israel und die USA im vergangenen Juni.

Unterstützung erhielt der Iran am Freitag von China: Peking werde Teheran gegen "einseitige Schikane" verteidigen und dem Land helfen, seine "Souveränität, Sicherheit, nationale Würde und legitimen Rechte und Interessen zu wahren", erklärte das chinesische Außenministerium. Die stellvertretenden Außenminister Chinas und des Iran hatten sich am Donnerstag in Peking getroffen.

Washington wird bei den Verhandlungen in Maskat von Witkoff vertreten. Ursprünglich hatte es in iranischen Medien geheißen, auch der Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, werde Teil der Delegation sein. Davon war zu Beginn der Gespräche am Freitag nicht mehr die Rede.

Teheran besteht darauf, dass sich die Gespräche auf die Atomfrage und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran beschränken. Die USA und Israel drängen dagegen auf die Ausweitung der Verhandlungen, etwa auf Irans Raketenprogramm. Westliche Staaten werfen dem Iran vor, nach der Atombombe zu streben.

US-Präsident Donald Trump hat im Zuge der blutigen Niederschlagung der Proteste im Iran den Druck auf die Führung in Teheran in den vergangenen Wochen massiv erhöht. Er schickte Flugzeugträger in die Region und drohte der Führung in Teheran mit einer Militärintervention. Diese Option liegt immer noch auf dem Tisch, wie die US-Regierung in den vergangenen Tagen mehrfach betonte.

Im Vorfeld der Gespräche hatten mehrere offene Fragen für Unstimmigkeiten gesorgt: Die Teilnahme weiterer Länder aus der Region an den Verhandlungen, die Unterstützung Teherans für militante Gruppen sowie das iranische Raketenprogramm waren Anliegen Washingtons, die Teheran jedoch zurückwies.

Die USA stimmten schließlich zu, regionale Akteure von den Gesprächen auszuschließen, berichtete die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf iranische Beamte. Das Treffen in Maskat werde sich auf die Atomfrage konzentrieren, militante Gruppen und die iranischen Raketen sollten jedoch auch zur Sprache kommen. Ziel der Gespräche sei "einen Rahmen für ein Abkommen zu erarbeiten".

Es handelt sich um die ersten Gespräche zwischen Vertretern beider Länder seit die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm im Juni 2025 durch den Zwölftagekrieg von Israel und den USA gegen den Iran unterbrochen worden waren.

Der US-Präsident hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran 2018 während seiner ersten Amtszeit aufgekündigt. Die bisherigen Gesprächsrunden blieben ohne Ergebnis.

R.Zaccone--PV

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