Pallade Veneta - Anschlag auf russischen General in Moskau - Lawrow beschuldigt Ukraine

Anschlag auf russischen General in Moskau - Lawrow beschuldigt Ukraine


Anschlag auf russischen General in Moskau - Lawrow beschuldigt Ukraine
Anschlag auf russischen General in Moskau - Lawrow beschuldigt Ukraine / Foto: Handout - Russian Defence Ministry/AFP/Archiv

Nach einem Schusswaffenangriff auf einen russischen General in Moskau hat Außenminister Sergej Lawrow die Ukraine für den Anschlag verantwortlich gemacht. "Dieser Terroranschlag bestätigt einmal mehr die Ausrichtung des Regimes von (Präsident Wolodymyr) Selenskyj auf ständige Provokationen, die darauf abzielen, den Verhandlungsprozess zum Scheitern zu bringen", sagte Lawrow am Freitag im russischen Fernsehen mit Blick auf die Verhandlungen zu einem Ende der Kämpfe in der Ukraine. Der stellvertretende Leiter des Moskauer Militärgeheimdiensts GRU, Wladimir Aleksejew, war zuvor in einem Moskauer Wohnhaus von mehreren Schüssen getroffen und ins Krankenhaus eingeliefert worden.

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Der unbekannte Tatverdächtige sei geflohen, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und die Fahndung nach dem oder den Tätern seien im Gang, erklärte die Sprecherin des Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko.

"Die Geheimdienste tun ihre Arbeit", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Wir wünschen dem General eine schnelle Genesung." Eine Untersuchung wegen versuchten Mordes sei eingeleitet worden, erklärte der zuständige Untersuchungsausschuss. Ermittler seien vor Ort, Aufzeichnungen einer Überwachungskamera würden derzeit ausgewertet.

Seit dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 wurden bereits mehrere hochrangige Mitglieder der russischen Armee bei Anschlägen getötet. Die Ukraine übernahm für einige der Mordanschläge die Verantwortung. Zu den Schüssen auf Aleksejew äußerte sich Kiew zunächst nicht.

Der 64-jährige General Aleksejew war wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an Cyberangriffen sowie an dem Nervengift-Anschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal 2018 in Großbritannien mit westlichen Sanktionen belegt.

Während des syrischen Bürgerkriegs war Aleksejew für Geheimdiensteinsätze in Syrien verantwortlich - Moskau hatte den mittlerweile gestürzten syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützt. Nach dem Aufstand der russischen Söldner-Gruppe Wagner gegen die russische Armeeführung 2023 wurde Aleksejew mit den Verhandlungen mit dem damaligen Chef der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, betraut.

Der Schusswaffenangriff reiht sich ein in eine ganze Reihe von Anschlägen auf russische Armeeangehörige: Erst Ende Januar war ein usbekischer Staatsbürger wegen eines im Auftrag der Ukraine verübten tödlichen Anschlags auf den russischen General Igor Kirillow für schuldig befunden worden. Kirillow war im Dezember 2024 in Moskau bei der Explosion eines mit Sprengstoff präparierten Rollers getötet worden.

Am Donnerstag war die zweite Runde der Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi zuende gegangen. Alle Seiten sprachen von Fortschritten, aber teils auch von schwierigen Gesprächen, einen Durchbruch für ein Ende der Kämpfe in der Ukraine gab es nicht. Kiew und Moskau vereinbarten immerhin einen Gefangenenaustausch und kündigten eine Fortsetzung der Gespräche an.

B.Cretella--PV

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