Pallade Veneta - Verdächtiger 14 Jahre nach Angriff auf US-Konsulat in Bengasi gefasst

Verdächtiger 14 Jahre nach Angriff auf US-Konsulat in Bengasi gefasst


Verdächtiger 14 Jahre nach Angriff auf US-Konsulat in Bengasi gefasst
Verdächtiger 14 Jahre nach Angriff auf US-Konsulat in Bengasi gefasst / Foto: © AFP/Archiv

14 Jahre nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi ist ein wichtiger Verdächtiger gefasst worden. US-Justizministerin Pam Bondi sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz, der "Schlüssel"-Akteur Subair al-Bakusch sei festgenommen und in die USA gebracht worden. Ihm solle unter anderem wegen "Mordes, Terrorismus, Brandstiftung" der Prozess gemacht werden.

Textgröße ändern:

Wo al-Bakusch festgenommen wurde, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Bondi und der Chef der US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, sagten lediglich, der Mann sei im "Ausland" gefasst worden.

Schwerbewaffnete Islamisten hatten das US-Konsulat in Libyens zweitgrößter Stadt Bengasi am 11. September 2012 inmitten des libyschen Bürgerkriegs gestürmt und in Brand gesetzt. Bei dem Angriff wurden vier US-Bürger getötet, unter ihnen Botschafter Chris Stevens. Für den Angriff wurde eine Dschihadistengruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida verantwortlich gemacht.

Der tödliche Angriff, der genau elf Jahre nach den Anschlägen auf die USA vom 11. September 2001 verübt wurde, erschütterte die USA und stürzte die Regierung des damaligen US-Präsidenten Barack Obama in eine schwere politische Krise. Dem damals von Hillary Clinton geführten Außenministerium wurden schwere Versäumnisse vorgeworfen. Der heutige US-Präsident Donald Trump nutzte das Thema auch im Wahlkampf vor der Präsidentschaftswahl 2016, die er gegen Clinton gewann.

In den USA wurden wegen des Angriffs auf das Konsulat bereits mindestens zwei Libyer verurteilt. Einer von ihnen wurde 2018 zu 22 Jahren Haft verurteilt, der andere 2020 zu knapp 20 Jahren Gefängnis.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Islamistisch motivierte Messerangriffe: Neun Jahre Jugendstrafe in Düsseldorf

Rund ein Jahr nach islamistisch motivierten Messerangriffen auf eine Lehrerin und einen Obdachlosen im nordrhein-westfälischen Essen hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den Tatverdächtigen zu neun Jahren Jugendstrafe verurteilt. Der Angeklagte wurde unter anderem wegen zweifachen versuchten Mordes schuldig gesprochen, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Das Gericht behielt zudem die Sicherungsverwahrung vor und ordnete die Unterbringung in einer sozialtherapeutischen Einrichtung an.

VGH Hessen: Kein Abschiebeverbot für Afghanen trotz schwieriger Verhältnisse

Ein junger Mann darf einer Gerichtsentscheidung aus Hessen zufolge trotz der schwierigen Verhältnisse in seinem Heimatland nach Afghanistan abgeschoben werden. In einem Fall von grundsätzlicher Bedeutung entschied der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel am Dienstag, dass der innerstaatliche Konflikt in Afghanistan mit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban 2021 beendet sei. Es handle sich bei dem Kläger zudem um einen jungen erwerbsfähigen Mann, der vor Ort familiäre Strukturen habe. (Az. 12 A 869/26.A)

Kurz vor Fristende: EU streitet über Aufhebung von Sanktionen gegen russische Oligarchen

Wenige Stunden vor Ablauf einer Frist für die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland ringen die EU-Länder weiter um ein Ergebnis. Im Streit um die Streichung zweier russischer Oligarchen von der Sanktionsliste zeichnete sich am Dienstag EU-Diplomaten zufolge zunächst keine Einigung ab. Während die Gespräche zwischen den EU-Botschaftern in Brüssel am Nachmittag fortgesetzt werden sollten, forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine "rechtzeitige und bedingungslose Verlängerung der individuellen Sanktionen".

G7-Staaten fordern Ende der Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien und die Schifffahrt

Angesichts des sich zuspitzenden Konflikts haben die G7-Staaten von der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen ein Ende der Angriffe auf Saudi-Arabien und die internationale Schifffahrt gefordert. Alle Militäraktionen müssten eingestellt werden, erklärten Deutschland und seine Partner am Dienstag. Indes warfen die Huthis Riad neue Angriffe im Jemen vor, darunter eine tödliche Attacke auf ein Gefängnis im Nordwesten des Landes.

Textgröße ändern: