Pallade Veneta - Israels Präsident in Sydney: Polizei setzt Pfefferspray gegen Demonstranten ein

Israels Präsident in Sydney: Polizei setzt Pfefferspray gegen Demonstranten ein


Israels Präsident in Sydney: Polizei setzt Pfefferspray gegen Demonstranten ein
Israels Präsident in Sydney: Polizei setzt Pfefferspray gegen Demonstranten ein / Foto: Saeed Khan - AFP

Bei dem Besuch des israelischen Präsidenten Isaac Herzog in Australien knapp zwei Monate nach dem tödlichen Anschlag in Sydney ist es am Montag zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und pro-palästinensischen Demonstrierenden gekommen. In Sydney setzte die Polizei Pfefferspray gegen Demonstranten und Medienvertreter ein. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, dass mindestens 15 Demonstranten festgenommen wurden und sich Handgemenge mit Polizisten lieferten. In Sydney wie in Melbourne demonstrierten zahlreiche Menschen gegen das israelische Vorgehen in den Palästinensergebieten.

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Der israelische Präsident hatte zuvor einen Kranz in der Nähe des Bondi Beach niedergelegt. Dort hatten bei einem Angriff am 14. Dezember zwei Männer - Vater und Sohn - auf Teilnehmer einer Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka geschossen und 15 Menschen getötet. Unter den Toten waren ein zehnjähriges Mädchen und ein Holocaust-Überlebender. Dutzende Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die australischen Behörden stuften das Verbrechen als antisemitischen Angriff ein.

Herzog sagte, er habe "im heiligen Gedenken an die Opfer" des Anschlags zwei Steine aus Jerusalem zum Bondi Beach mitgebracht. Er begrüßte "positive Schritte" der australischen Regierung, um Antisemitismus zu bekämpfen. Nach dem Anschlag in Sydney waren die Gesetze zu Hassverbrechen und Waffenbesitz verschärft worden.

Herzog will der jüdischen Gemeinde in Australien Trost spenden. Anlässlich seines viertägigen Besuchs wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft. Die Regierung des Bundesstaates New South Wales räumte der Polizei umfassendere Befugnisse zur Kontrolle von Demonstranten ein. Ein Versuch der Demonstranten, dagegen gerichtlich vorzugehen, scheiterte kurz vor dem Beginn der Proteste, wie örtliche Medien berichteten.

M.Jacobucci--PV

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