Pallade Veneta - "Grönland-Moment": Macron sieht "tiefgreifenden geopolitischen" Bruch

"Grönland-Moment": Macron sieht "tiefgreifenden geopolitischen" Bruch


"Grönland-Moment": Macron sieht "tiefgreifenden geopolitischen" Bruch
"Grönland-Moment": Macron sieht "tiefgreifenden geopolitischen" Bruch / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat im Zusammenhang mit dem von US-Präsident Donald Trump bekundeten Anspruch auf die Arktisinsel von einem "Grönland-Moment" für Europa und einem "tiefgreifenden geopolitischen Bruch gesprochen". "Ich denke, wir befinden uns gerade in einer Phase, die ich als 'Grönland-Moment' bezeichnen würde", sagte Macron in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die "Süddeutsche Zeitung".

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Dieser Moment habe "den Europäern zweifellos bewusst gemacht hat, dass es bedroht ist". Es sei Zeit, aufzuwachen. "Europa leidet an einem Trauma, die Menschen zweifeln. Man weiß nicht mehr, wie weit die Amerikaner bereit sind zu gehen", sagte Macron weiter. Nach jeder Entspannung eines Konflikts setze eine "feige Erleichterung" ein, sagte Macron und führte als weiteres Beispiel die Diskussion um die US-Strafzölle im vergangenen Sommer an. Die Spannungen seien jedoch nicht beendet. "Jeden Tag, jede Woche wird es neue Drohungen geben", warnte Macron.

"Jeder muss sich bewusst werden, dass diese Krise, die wir erleben, einen tiefgreifenden geopolitischen Bruch darstellt", sagte der Präsident in dem Interview. Es sei Zeit, "aufzuwachen", Zeit für "einen Austritt aus dem Zustand der geopolitischen Minderjährigkeit".

Europa müsse sich fragen, ob es "Zuschauer" oder "Akteur" sein wolle. "Wenn wir nichts tun, ist Europa in fünf Jahren weggefegt", warnte Macron.

R.Zaccone--PV

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