Pallade Veneta - Razzia bei Rechtsextremisten in Deutschland und der Schweiz - Ein Haftbefehl

Razzia bei Rechtsextremisten in Deutschland und der Schweiz - Ein Haftbefehl


Razzia bei Rechtsextremisten in Deutschland und der Schweiz - Ein Haftbefehl
Razzia bei Rechtsextremisten in Deutschland und der Schweiz - Ein Haftbefehl / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Sie sollen mit volksverhetzender Musik und rechtsextremistischen Szeneartikeln handeln: Mit einer Razzia in fünf Bundesländern und der Schweiz sind niedersächsische Ermittler gegen sechs mutmaßliche Rechtsextremisten vorgegangen. Gegen den Hauptverdächtigen wurde nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei in Göttingen vom Dienstag ein Haftbefehl erlassen.

Textgröße ändern:

Demnach führen sie schon seit Februar 2025 ein verdecktes Ermittlungsverfahren gegen die sechs Verdächtigen. Sie sollen Szeneartikel, Artikel der in Deutschland verbotenen Gruppen Blood & Honour und Combat 18 sowie strafrechtlich relevante, volksverhetzende Musik verkauft haben.

Außerdem besteht gegen sie der Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie des Handels mit verbotenen Dopingmitteln und verschreibungspflichtigen Medikamenten, wie die Ermittler ausführten.

Auf den 43 Jahre alten Hauptverdächtigen stieß demnach zuerst die Polizei Oldenburg bei Ermittlungen gegen ein rechtsextremistisches Musiknetzwerk. Er soll die illegalen Waren im Ausland bestellt oder selbst hergestellt haben. Die anderen fünf Beschuldigten soll er dazu gebracht haben, dass sie die Ware für ihn lagerten und in seinem Auftrag verkauften.

Am Donnerstag wurden den Angaben nach Durchsuchungsbeschlüsse in fünf Bundesländern und der Schweiz vollstreckt. Dabei seien Tausende rechtsextremistische CDs und Schallplatten sowie große Mengen von Szeneartikeln beschlagnahmt worden, außerdem Dopingpräparate, Sprengkörper, Schlagringe und eine Schreckschusspistole.

Durchsucht wurden demnach Objekte in Niedersachsen, Thüringen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Schweiz. Mehr als 100 Einsatzkräfte seien beteiligt gewesen.

Gegen den 43-Jährigen erließ das Amtsgericht Göttingen einen Haftbefehl, wie es weiter hieß. Unter Auflagen sei der Mann vorläufig auf freiem Fuß. Die Ermittlungen gingen weiter.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Iran meldet US-israelischen Angriff auf Atomkraftwerk Buschehr - kein Schaden

Bei US-israelischen Angriffen auf den Iran ist nach Angaben der iranischen Atomenergiebehörde erneut das Gelände des Atomkraftwerks in Buschehr getroffen worden. Bei einem Angriff des "amerikanisch-zionistischen Feindes" sei ein Geschoss "innerhalb des Geländes des Atomkraftwerks Buschehr" eingeschlagen, erklärte die Behörde am Dienstag. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden und kein Schaden entstanden, "die Bereiche des Kraftwerks sind unversehrt".

Oppositionsführerin Machado: Trump hat sozialistische Strukturen in Venezuela zerstört

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado sieht die sozialistischen Strukturen in dem südamerikanischen Land durch US-Präsident Donald Trump zerstört. Die als Chavismus bezeichnete Führung, die rund ein Vierteljahrhundert unter Hugo Chávez und seinem Nachfolger Nicolás Maduro in Caracas an der Macht war, sei "unheilbar verwundet und werde zerschlagen", sagte Machado am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Trumps neuer Heimatschutzminister Mullin legt Amtseid ab

Der neue US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin hat den Amtseid abgelegt. Der bisherige Senator aus Oklahoma sagte am Dienstag bei seiner Amtseinführung durch Präsident Donald Trump im Oval Office, er wolle alle US-Bürgerinnen und -Bürger gleichermaßen schützen. Dies gelte unabhängig davon, ob ihr Bundesstaat von Republikanern oder Demokraten regiert werde.

Macron fordert Israel zur Nutzung von "Gelegenheit" für Gespräche mit dem Libanon auf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Israel in einem Gespräch mit seinem israelischen Kollegen Isaac Herzog aufgefordert, die "Gelegenheit" für "direkte Gespräche" zwischen Israel und dem Libanon zu nutzen. Er habe "die Dringlichkeit betont, eine weitere Eskalation des Konflikts im Libanon zu verhindern, dessen Stabilität und territoriale Integrität gewahrt bleiben müssen", erklärte Macron am Dienstag im Onlinedienst X. Er bekräftigte demnach seine "Unterstützung für die Bemühungen der libanesischen Regierung, die entschlossene und mutige Entscheidungen für die Souveränität des libanesischen Staates getroffen hat".

Textgröße ändern: