Pallade Veneta - SPD-Politiker gegen Altersgrenze für Soziale Medien

SPD-Politiker gegen Altersgrenze für Soziale Medien


SPD-Politiker gegen Altersgrenze für Soziale Medien
SPD-Politiker gegen Altersgrenze für Soziale Medien / Foto: Saeed KHAN - AFP

In der Debatte um eine Altersgrenze für Soziale Medien zum Schutz junger Menschen haben sich SPD-Politiker gegen Nutzungsverbote für Minderjährige ausgesprochen. Soziale Plattformen könnten süchtig machen und trügen "zur Radikalisierung von Menschen bei", sagte die rechtspolitische Sprecherin der SPD, Carmen Wegge, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Pauschale Verbote für junge Menschen gingen jedoch am Kern des Problems vorbei.

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Wegge sprach sich stattdessen dafür aus, die Plattformen stärker in die Pflicht nehmen. Juso-Chef Philipp Türmer (SPD) schloss sich dieser Forderung an. Viele junge Menschen empfänden Social Media als Belastung – "und die Plattformen kalkulieren das ein", sagte Türmer dem RND. Risiken und mögliche Schäden würden von den Betreibern in Kauf genommen, "weil Aufmerksamkeit Profit bringt", betonte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation. "Deshalb erwarten wir als Jusos vor allem konsequentes Handeln bei der Plattformregulierung."

Türmer forderte eine konsequente Durchsetzung des europäischen Digital Services Act - "mit klaren Zuständigkeiten, spürbaren Sanktionen und echter Transparenz bei Algorithmen und Moderation". Gleichzeitig müsse es einen Ausbau bei digitaler Bildung sowie "niedrigschwellige Beratungs- und Meldestrukturen" geben, forderte der Juso-Chef.

Türmer verwies in diesem Zusammenhang auf die Entlassung von Faktencheckern bei Facebook, den missbräuchlichen Einsatz von KI-Bots für "sexuelle digitale Gewalt" bei der Plattform X von Elons Musk sowie auf "undurchsichtige" Algorithmen bei TikTok.

C.Conti--PV

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