Pallade Veneta - Selenskyj verteidigt Helm eines Olympia-Athleten mit im Krieg getöteten Ukrainern darauf

Selenskyj verteidigt Helm eines Olympia-Athleten mit im Krieg getöteten Ukrainern darauf


Selenskyj verteidigt Helm eines Olympia-Athleten mit  im Krieg getöteten Ukrainern darauf
Selenskyj verteidigt Helm eines Olympia-Athleten mit im Krieg getöteten Ukrainern darauf / Foto: FRANCK FIFE - AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Athleten seines Landes bei den Olympischen Winterspielen verteidigt, der beim Training einen Helm mit Abbildungen von im Krieg getöteten Soldaten trug. "Ich danke dem Fahnenträger unserer Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen, Wladislaw Heraskewytsch, dafür, dass er die Welt an den Preis unseres Kampfes erinnert hat", erklärte Selenskyj am Dienstag im Onlinedienst X.

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Der Skeleton-Fahrer Heraskewytsch hatte den Gedenkhelm während eines Trainings in Cortina auf und wollte ihn bei den Winterspielen in Italien weiterhin tragen, um an den seit bald vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen sein Land zu erinnern. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbot dies nach Angaben des 27-jährigen Sportlers jedoch.

Auf dem Helm sind Porträts ukrainischer Athleten zu sehen, die seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 getötet wurden. Das IOC bestätigte die Angaben des Sportlers zunächst nicht. Heraskewytsch erklärte, die Entscheidung "bricht mir das Herz". Er werde einen Antrag beim IOC einreichen und um Erlaubnis bitten, den Helm weiterhin tragen zu dürfen, erklärte er.

"Diese Wahrheit kann nicht unbequem oder unangemessen sein oder als 'politische Demonstration bei einer Sportveranstaltung' bezeichnet werden", erklärte Selenskyj. "Sie ist eine Erinnerung für die ganze Welt daran, was das moderne Russland ist", fügte der Präsident hinzu.

Auf dem Medaillenpodest sind politische Gesten seit 2021 gemäß Artikel 50 der Olympischen Charta verboten. Sportler dürfen jedoch ihre Meinung in Pressekonferenzen und in Onlinediensten äußern.

Nach Angaben des ukrainischen Sportministers Matwyj Bidnyj wurden in der Ukraine "mehr als 650 Sportler und Trainer" im Krieg getötet. Heraskewytsch trug - neben der Eisschnellläuferin Jelysaweta Sydorko - die ukrainische Flagge beim traditionellen Einlaufen der insgesamt 46 ukrainischen Athleten auf der Eröffnungsfeier am Freitag in Mailand.

O.Pileggi--PV

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