Pallade Veneta - Massive Kritik an AfD-Parteitagsplänen - Parallelen zu NSDAP-Reichsparteitag

Massive Kritik an AfD-Parteitagsplänen - Parallelen zu NSDAP-Reichsparteitag


Massive Kritik an AfD-Parteitagsplänen - Parallelen zu NSDAP-Reichsparteitag
Massive Kritik an AfD-Parteitagsplänen - Parallelen zu NSDAP-Reichsparteitag / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Die Pläne der AfD für ihren Bundesparteitag Anfang Juli in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt stoßen in CDU und SPD sowie bei Historikern auf massive Kritik. Verwiesen wird dabei auf den Reichsparteitag der NSDAP exakt 100 Jahre früher in der damaligen thüringischen Landeshauptstadt Weimar. "Die bewusst gewählte Parallele zeigt wieder einmal, wes Geistes Kind die AfD ist", sagte Außenamts-Staatministerin Serap Güler (CDU) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montagsausgabe).

Textgröße ändern:

"Die AfD weiß genau, was sie tut. Es widert mich an, wie wenig Anstand und Respekt diese Partei vor unserer Geschichte hat.", sagte Güler dazu weiter. Erneut nutze die AfD "gezielte Provokationen, um Aufmerksamkeit zu erregen", kritisierte auch der frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich. Wer ein solches Datum wähle, "müsse sich der historischen Tragweite bewusst sein und wissen, welche Assoziationen es weckt", sagte der Bundestagsabgeordnete der Zeitung.

Der Historiker und Totalitarismusforscher Jörg Ganzenmüller, Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden, sprach dort von "einem bewussten symbolischen Akt, der auf mehreren Ebenen wirkt". Zum einen sende die AfD ein Signal der Verbundenheit an die rechtsextreme Szene, der die Geschichte der NSDAP und derartige Daten geläufig seien. "Zum anderen wahrt sie in der Öffentlichkeit die Fassade der Bürgerlichkeit, indem sie sich ahnungslos gibt und die historische Bedeutung herunterspielt." Damit wolle die AfD für weitere Wählergruppen anschlussfähig bleiben.

Besorgt äußerte sich in mehreren Medien auch der Historiker Stephan Zänker, Vorsitzender des Vereins Weimarer Republik. Er nannte die Termin- und Ortswahl der AfD im "Kölner Stadt-Anzeiger" ebenfalls eine "fatale Parallele". Ein Sprecher der thüringischen AfD wies die Kritik dagegen zurück und widersprach der These, es gebe eine Verbindungslinie zu dem NSDAP-Parteitag.

Der NSDAP-Parteitag in Weimar gilt als wichtiges Datum für den Aufstieg der Nationalsozialisten. Bewusst war damals der Gründungsort der Weimarer Republik für die Veranstaltung ausgewählt worden. Adolf Hitler und seine Anhänger zogen damals demonstrativ in das Nationaltheater in Weimar ein, wo sieben Jahre zuvor die von der NSDAP bekämpfte Verfassung der Weimarer Republik beschlossen worden war.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Venezuelas Übergangspräsidentin in New York eingetroffen - Treffen mit Trump

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez ist in New York eingetroffen, wo sie an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung teilnehmen und am Dienstag erstmals mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen wird. Rodríguez wurde am Sitz der Vereinten Nationen von UN-Generalsekretär António Guterres begrüßt, wie das venezolanische Staatsfernsehen meldete.

Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist kurz vor Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York eingetroffen. Er telefonierte nach seiner Ankunft am Montag (Ortszeit) mit UN-Generalsekretär António Guterres, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete. In New York wollten die iranischen Vertreter "die Rechte und die Interessen des iranischen Volkes verteidigen", sagte er demnach vor Journalisten. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Esmaeil Bakaei plant Araghtschi vor Ort Gespräche mit "zahlreichen" Amtsträgern und Außenministern.

UN-Generaldebatte beginnt: Trump spricht vor Staats- und Regierungschefs

Bei den Vereinten Nationen in New York beginnt am Dienstag die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs (15.00 Uhr MESZ). Als einer der ersten Redner will sich US-Präsident Donald Trump an die Vertreter der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten richten. Vergangenes Jahr hatte Trump die UNO frontal angegriffen und ihr unter anderem Versagen bei der Friedensstiftung unterstellt.

Selenskyj trifft Trump in New York

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.

Textgröße ändern: