Pallade Veneta - Iranischer Außenminister zu neuen Atomgesprächen mit den USA in Genf

Iranischer Außenminister zu neuen Atomgesprächen mit den USA in Genf


Iranischer Außenminister zu neuen Atomgesprächen mit den USA in Genf
Iranischer Außenminister zu neuen Atomgesprächen mit den USA in Genf / Foto: Karim JAAFAR - AFP

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist nach Angaben iranischer Staatsmedien zu einer zweiten Runde von Atomgesprächen mit den USA in Genf eingetroffen. Araghtschi führe eine Delegation aus Diplomaten und Experten an, berichtete das iranische Staatsfernsehen Irib am Montag im Onlinedienst Telegram. Die Gespräche werden Teheran zufolge "indirekt" geführt werden, wie bereits in der vorherigen Runde im Oman. Sie sollen iranischen Angaben zufolge am Dienstag stattfinden.

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Während seines Aufenthalts in Genf wird Araghtschi voraussichtlich Gespräche mit seinen Ministerkollegen aus der Schweiz und dem Vermittlerland Oman führen, aber auch mit dem Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, wie das iranische Außenministerium mitteilte.

Araghtschi erklärte im Onlinedienst X, er werde Grossi zu "intensiven technischen Gesprächen" treffen. Er sei mit "realen Ideen für eine faire und gerechte" Einigung in die Schweiz gekommen. "Was nicht zur Debatte steht: Unterwerfung vor Drohungen."

Die US-Delegation wird nach Angaben des Weißen Hauses vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angeführt.

Witkoff und Kushner werden nach den Atomgesprächen mit Teheran voraussichtlich in Genf bleiben und an von den USA vermittelten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine teilnehmen.

Washington und Teheran hatten ihre indirekten Gespräche am 6. Februar wieder aufgenommen. US-Präsident Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Der US-Präsident entsandte einen zweiten Flugzeugträger in die Region, um den militärischen Druck noch zu erhöhen. Er bezeichnete zudem einen Machtwechsel in Teheran als bestmögliche Lösung.

Die derzeitigen Gespräche sind die ersten seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni vergangenen Jahres. Die USA hatten an der Seite Israels eingegriffen und mehrere Atomanlagen im Iran bombardiert.

Während Teheran jedoch ausschließlich über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen verhandeln will, pochen die USA und Israel auch auf Verhandlungen über das iranische Raketenprogramm sowie Teherans Unterstützung für Milizen in Nahost, darunter die Hisbollah im Libanon und die islamistische Hamas im Gazastreifen.

Der iranische Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawantschi hatte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der britischen BBC gesagt, sein Land sei zu Kompromissen für ein Abkommen bereit, wenn die USA die für die iranische Wirtschaft schädlichen Sanktionen aufheben würden. Dabei verwies er auf das Angebot Teherans, sein hochangereichertes Uran zu strecken, um den Anreicherungsgrad zu senken.

Wenn die USA "aufrichtig sind, bin ich sicher, dass wir auf dem Weg zu einer Einigung sind", sagte er. Eine vollständige Einstellung der Urananreicherung - wie von Washington gefordert - stehe aber für Teheran "nicht mehr auf der Tagesordnung".

Von der BBC dazu befragt, ob Teheran bereit sei, seine Bestände von mehr als 400 Kilogramm hochangereichertem Uran außer Landes zu bringen, schloss der Vize-Außenminister einen Kompromiss nicht aus. Mehrere Länder, darunter Russland, haben Teheran angeboten, diese Bestände zu übernehmen, was der Iran bisher abgelehnt hat.

J.Lubrano--PV

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