Pallade Veneta - Grüne fordern schnelleren Windkraftausbau und Anspruch auf Solar-Anschluss

Grüne fordern schnelleren Windkraftausbau und Anspruch auf Solar-Anschluss


Grüne fordern schnelleren Windkraftausbau und Anspruch auf Solar-Anschluss
Grüne fordern schnelleren Windkraftausbau und Anspruch auf Solar-Anschluss / Foto: Hannes P Albert - AFP/Archiv

Die Grünen wollen den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben und Strom günstiger machen. Ein Zehn-Punkte-Papier, das die Partei am Montag in Berlin vorlegte, sieht unter anderem vor, die Ausschreibungsmengen für Windkraft an Land von zehn auf 15 Gigawatt pro Jahr zu erhöhen. Für Bürgerinnen und Bürger soll es einen Rechtsanspruch auf den Netzanschluss einer Solaranlage geben.

Textgröße ändern:

"Die Netzentgelte müssen sinken", forderte Grünen-Parteichef Felix Banaszak bei der Vorstellung des Papiers zudem. Ebenso pochte er auf die Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucherinnen und Verbraucher. Dies war von Union und SPD zunächst angekündigt, dann aber nur für einen Teil der Industrie umgesetzt worden. In dem Grünen-Papier wird zudem ein Solarbonus in Form von 600 Stunden kostenlosem Strom im Sommer vorgeschlagen.

Für private Solaranlagen soll es nach dem Willen der Grünen eine Anschlusspflicht für die Netzbetreiber mit klaren Fristen geben. Einhergehen soll dies mit einer "Verteilnetz-Ausbau-Offensive bis zum Jahr 2030. "Die Verteilnetze sind aktuell der Flaschenhals der Energiewende", kritisieren die Grünen. Um den Ausbau der Übertragungsnetze günstiger zu machen, sollen bei neuen Projekten möglichst Freileitungen statt teurer Erdkabel zum Einsatz kommen.

Außerdem setzen die Grünen auf mehr Stromspeicher, die systemdienlich steuerbar sind. Smart Meter sollen Verbraucherinnen und Verbrauchern den Zugang zu variablen Stromtarifen öffnen und zugleich Steuermöglichkeiten für die Netzbetreiber erweitern. Kritisch sehen die Grünen den von der Regierung geplanten massiven Ausbau fossiler Gaskraftwerke. Stattdessen wollen sie stärker auf dezentrale Stromerzeugung und Stromspeicher setzen.

Banaszak nutzte die Vorstellung des Papiers auch für neue Kritik an dem von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geplanten Netzpaket. Dieses würde in vielen Fällen "das Ende der erneuerbaren Energien bedeuten", warnte der Grünen-Vorsitzende. Die gesamte Branche sei deswegen "in großer Verunsicherung". Banaszak kündigte weiteren Widerstand gegen die Pläne Reiches an, die unter anderem eine Abkehr von dem bisherigen Entschädigungsanspruch für Betreiber vorsehen, deren Solar- oder Windkraftanlagen von Netzbetreibern zeitweise abgeschaltet werden.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte beginnt: Trump spricht vor Staats- und Regierungschefs

Bei den Vereinten Nationen in New York beginnt am Dienstag die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs (15.00 Uhr MESZ). Als einer der ersten Redner will sich US-Präsident Donald Trump an die Vertreter der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten richten. Vergangenes Jahr hatte Trump die UNO frontal angegriffen und ihr unter anderem Versagen bei der Friedensstiftung unterstellt.

Selenskyj trifft Trump in New York

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.

Große US-Sender schränken aus Protest gegen CNN-Hausverbot Trump-Berichterstattung ein

Aus Protest gegen die Hausverbote für den US-Sender CNN und andere Medien im Weißen Haus haben vier große Fernsehsender ihre Berichterstattung über Präsident Donald Trump vorerst eingeschränkt. Die Sender ABC, CBS, Fox News und NBC erklärten am Montag gemeinsam mit CNN, sie würden vorerst nicht mehr über Trump-Auftritte berichten. Das Weiße Haus startete derweil einen eigenen Streamingkanal namens Trump TV.

Macron: Gespräch mit Trump über Lage in Ukraine und im Roten Meer "konstruktiv"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Worten ein "konstruktives" Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine geführt. "Ein weiteres Thema, über das wir sprachen, war die Lage im Roten Meer", sagte Macron am Montag nach dem Treffen mit Trump in New York Journalisten. "Wir hatten eine sehr gute Unterredung. Sie war sehr konstruktiv."

Textgröße ändern: