Pallade Veneta - Neue Atomgespräche mit den USA: Iranischer Außenminister trifft IAEA-Chef Grossi

Neue Atomgespräche mit den USA: Iranischer Außenminister trifft IAEA-Chef Grossi


Neue Atomgespräche mit den USA: Iranischer Außenminister trifft IAEA-Chef Grossi
Neue Atomgespräche mit den USA: Iranischer Außenminister trifft IAEA-Chef Grossi / Foto: - - Iranian Ministry of Foreign Affairs/AFP

Vor der zweiten Runde der indirekten Atomgespräche mit den USA hat sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in Genf mit dem Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, getroffen. Araghtschi schrieb am Montag im Onlinedienst X von "intensiven technischen" Gesprächen. Die iranischen Revolutionsgarden begannen unterdessen Manöver in der Straße von Hormus.

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Grossi bestätigte das Treffen mit Araghtschi später auf X und sprach von einem "gründlichen" Gespräch im Vorfeld der "wichtigen Verhandlungen" am Dienstag. Die Gespräche mit den USA werden Teheran zufolge indirekt geführt werden, wie bereits in der vorherigen Runde im Oman.

Araghtschi schrieb bei X, er sei mit "realen Ideen für eine faire und gerechte" Einigung in die Schweiz gekommen. "Was nicht zur Debatte steht: Unterwerfung vor Drohungen."

Die US-Delegation wird nach Angaben des Weißen Hauses vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angeführt. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Montag vor Journalisten: "Wir hoffen, dass es einen Deal gibt." Er fügte hinzu: "Der Präsident bevorzugt stets friedliche und ausgehandelte Lösungen gegenüber anderen Vorgehensweisen."

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, sagte am Montag laut der Nachrichtenagentur Irna: "Eine zurückhaltende Einschätzung ist, dass sich nach den bisher in Maskat geführten Gesprächen – zumindest demzufolge, was man uns gesagt hat – die US‑Position in der iranischen Atomfrage in Richtung einer realistischeren Haltung bewegt hat."

Witkoff und Kushner werden nach den Atomgesprächen mit Teheran voraussichtlich in Genf bleiben und an von den USA vermittelten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine teilnehmen.

Washington und Teheran hatten ihre indirekten Gespräche am 6. Februar wieder aufgenommen. US-Präsident Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Der US-Präsident entsandte einen zweiten Flugzeugträger in die Golf-Region, um den militärischen Druck noch zu erhöhen. Er bezeichnete zudem einen Machtwechsel in Teheran als bestmögliche Lösung.

Die iranischen Revolutionsgarden begannen laut Staatsmedien am Montag Manöver in der Straße von Hormus. Die Militärübungen, deren Dauer nicht angegeben wurde, dienten der Vorbereitung "potenzieller Sicherheits- und militärischer Bedrohungen" in der strategisch wichtigen Wasserstraße. Teheran hat bereits mehrfach gedroht, die Straße von Hormus zu blockieren, über die etwa 20 Prozent der weltweiten Ölproduktion transportiert werden.

Die Gespräche in Oman und der Schweiz sind die ersten seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni vergangenen Jahres. Die USA hatten an der Seite Israels eingegriffen und mehrere Atomanlagen im Iran bombardiert.

Während Teheran jedoch ausschließlich über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen verhandeln will, pochen die USA und Israel auch auf Verhandlungen über das iranische Raketenprogramm sowie Teherans Unterstützung für Milizen in Nahost, darunter die Hisbollah im Libanon und die islamistische Hamas im Gazastreifen.

Der iranische Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawantschi hatte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der britischen BBC gesagt, sein Land sei zu Kompromissen für ein Abkommen bereit, wenn die USA die für die iranische Wirtschaft schädlichen Sanktionen aufheben würden. Dabei verwies er auf das Angebot Teherans, sein hochangereichertes Uran zu strecken, um den Anreicherungsgrad zu senken.

Wenn die USA "aufrichtig sind, bin ich sicher, dass wir auf dem Weg zu einer Einigung sind", sagte er. Eine vollständige Einstellung der Urananreicherung - wie von Washington gefordert - stehe aber für Teheran "nicht mehr auf der Tagesordnung". Dagegen hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Sonntag seine Forderung nach einer vollständigen Aufgabe der iranischen Urananreicherung bekräftigt.

Von der BBC dazu befragt, ob Teheran bereit sei, seine Bestände von mehr als 400 Kilogramm hochangereichertem Uran außer Landes zu bringen, schloss der iranische Vize-Außenminister einen Kompromiss nicht aus. Mehrere Länder, darunter Russland, haben Teheran angeboten, diese Bestände zu übernehmen, was der Iran bisher abgelehnt hat.

L.Bufalini--PV

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