Pallade Veneta - LKA Thüringen übernimmt Ermittlungen zu abgesägten Bäumen nahe Gedenkstätte Buchenwald

LKA Thüringen übernimmt Ermittlungen zu abgesägten Bäumen nahe Gedenkstätte Buchenwald


LKA Thüringen übernimmt Ermittlungen zu abgesägten Bäumen nahe Gedenkstätte Buchenwald
LKA Thüringen übernimmt Ermittlungen zu abgesägten Bäumen nahe Gedenkstätte Buchenwald / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Im Fall mehrerer abgesägter Erinnerungsbäume nahe der KZ-Gedenkstätte Buchenwald in Thüringen hat das Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen. Ermittelt wird wegen politisch motivierter Sachbeschädigung gegen Unbekannt, wie das LKA am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Die Beamten arbeiteten "mit Hochdruck" an der Lösung des Falls. Die Stadt Weimar lobte für Hinweise auf die Täter 10.000 Euro aus.

Textgröße ändern:

Nahe der Gedenkstätte waren in der vergangenen Woche zunächst sieben zur Erinnerung an die Opfer des Konzentrationslagers (KZ) gepflanzte Bäume abgesägt oder abgebrochen worden. Wenige Tage später wurden zwei weitere Bäume zerstört. Einer der Bäume war den Angaben zufolge den getöteten Kindern von Buchenwald gewidmet.

Die Bäume waren unter anderem von der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora in Zusammenarbeit mit der Organisation Lebenshilfe Weimarer Land im Gedenken gepflanzt worden. Neben den Kindern sind die Bäume unter anderem den ehemaligen KZ-Insassen Emil Carlebach, Erich Loch und Marcel Dassault gewidmet.

Die zerstörten Bäume gehörten zum Projekt "1000 Buchen" der Lebenshilfe, die dieses im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 angestoßen hatte. Entlang einer Route, auf der KZ-Häftlinge im April 1945 von der SS in Richtung des Konzentrationslagers Flossenbürg getrieben wurden, pflanzen seitdem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Bäume an Straßen oder landwirtschaftlichen Wegen.

Die Gedenkstätte Buchenwald erinnert an die etwa 56.000 Menschen, die dort in der NS-Zeit getötet wurden. Insgesamt kamen mehr als 76.000 Männer, Frauen und Kinder in den Lagern Buchenwald und Mittelbau-Dora, das ebenfalls in Thüringen liegt, durch die Nationalsozialisten zu Tode, mehr als 340.000 Menschen aus ganz Europa wurden in die Lager und ihre Außenlager verschleppt. Am 11. April 1945 wurde das bei Weimar gelegene Lager von US-Truppen befreit.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Oberverwaltungsgericht bestätigt Wahlausschluss von AfD-Kandidaten in Niedersachsen

Mehrere wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue von der niedersächsischen Kommunalwahl am 13. September ausgeschlossene AfD-Direktkandidaten können definitiv nicht antreten. Am Freitag wies das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg die von drei Betroffenen, darunter dem stellvertretenden AfD-Landesvorsitzenden Stephan Bothe, eingereichten Beschwerden gegen entsprechende erstinstanzliche Urteile von Verwaltungsgerichten ab. Die Beschlüsse sind unanfechtbar. (Az.: 10 ME 273/26, 10 ME 280/26 und 10 ME 284/26)

Israel übergibt fünf im Südlibanon festgenommene Zivilisten an Beirut

Israel hat fünf im Zuge der Kämpfe gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon festgenommene Zivilisten freigelassen und an Beirut übergeben. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erklärte am Freitag, es habe die fünf aus israelischer Haft freigelassenen Zivilisten in den Libanon gebracht. Der libanesische Präsident Joseph Aoun dankte dem IKRK sowie der US-Regierung für ihre Bemühungen in dem Fall.

Brandsätze auf Rüstungsfirmen in München: Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Nach einer Attacke mit Brandsätzen auf ein Firmengebäude mit Rüstungsunternehmen in München sind zwei festgenommene Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) und die Generalstaatsanwaltschaft in der Landeshauptstadt am Freitag mitteilten, werden den Beschuldigten in den erlassenen Haftbefehlen Sachbeschädigung und versuchte Brandstiftung vorgeworfen. Zudem seien im Zuge der Ermittlungen drei Wohnungen im Landkreis München durchsucht worden.

Linken-Chef Pantisano: BSW ist "gescheitert"

Linken-Chef Luigi Pantisano sieht das BSW nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen als "gescheitert" an. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht habe für ihre Parteigründung vor genau drei Jahren ihren Austritt aus der Linken erklärt, sagte Pantisano am Freitag in Dessau. "Drei Jahre später können wir sagen, das Projekt von Sarah Wagenknecht, eine eigene Partei zu gründen, ist gescheitert."

Textgröße ändern: