Pallade Veneta - Kiew: Von Moskau angestiftetes Komplott zur Ermordung ukrainischer Politiker vereitelt

Kiew: Von Moskau angestiftetes Komplott zur Ermordung ukrainischer Politiker vereitelt


Kiew: Von Moskau angestiftetes Komplott zur Ermordung ukrainischer Politiker vereitelt
Kiew: Von Moskau angestiftetes Komplott zur Ermordung ukrainischer Politiker vereitelt / Foto: Tetiana DZHAFAROVA - AFP/Archiv

Die Strafverfolgungsbehörden in der Ukraine und in Moldau haben nach Angaben aus Kiew ein angebliches Komplott zur Ermordung hochrangiger ukrainischer Politiker vereitelt. Ein gemeinsames Ermittlungsteam beider Länder habe die von Moskau angestifteten Attentatspläne aufgedeckt, teilte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko am Freitag mit. Nach seinen Angaben wurden im Zuge der Ermittlungen sieben Verdächtige in der Ukraine und drei weitere Verdächtige in Moldau festgenommen.

Textgröße ändern:

Die Festgenommenen gehörten einer "organisierten Gruppe" an, die "Auftragsmorde an wohlbekannten ukrainischen Bürgern und Ausländern" vorbereitet habe, erklärte Krawtschenko. Eine der Zielscheiben des Komplotts sei Andryj Jusow gewesen, der im Kommunikationsbereich für das ukrainische Militär arbeitet und Gefangenenaustausche zwischen der Ukraine und Russland koordiniert hat. Gegen wen sich die angeblichen Attentatspläne sonst noch gerichtet haben sollen, konkretisierte der Generalstaatsanwalt nicht.

Moskau habe den Tätern bis zu 100.000 Dollar (85.000 Euro) pro Mord angeboten, teilte Krawtschenko mit. "Die Summe hing von der Bekanntheit und dem Einfluss des potenziellen Opfers ab." Im Zuge der Ermittlungen seien in der Ukraine 20 Razzien ausgeführt und Waffen, Sprengstoff sowie Informationen aus der Kommunikation mit den russischen Drahtziehern beschlagnahmt worden.

Die Behörden in Moldau bestätigte Ermittlungen zu einem Komplott, das die "physische Liquidierung mehrerer öffentlicher Figuren in der Ukraine" zum Ziel gehabt habe. Aus Moskau lag zunächst keine Stellungnahme zu den Anschuldigungen aus der Ukraine und Moldau vor.

Kiew hat Moskau in den vergangenen Jahren wiederholt beschuldigt, die Ermordung hoher ukrainischer Politiker - darunter auch Präsident Wolodymyr Selenskyj - geplant zu haben. Umgekehrt wurden seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor fast vier Jahren mehrere politische Persönlichkeiten und hochrangige Militärs in Russland sowie in russisch kontrolliertem Gebiet der Ukraine getötet - für einige dieser Anschläge hat die Ukraine die Verantwortung übernommen.

M.Romero--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte beginnt: Trump spricht vor Staats- und Regierungschefs

Bei den Vereinten Nationen in New York beginnt am Dienstag die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs (15.00 Uhr MESZ). Als einer der ersten Redner will sich US-Präsident Donald Trump an die Vertreter der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten richten. Vergangenes Jahr hatte Trump die UNO frontal angegriffen und ihr unter anderem Versagen bei der Friedensstiftung unterstellt.

Selenskyj trifft Trump in New York

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.

Große US-Sender schränken aus Protest gegen CNN-Hausverbot Trump-Berichterstattung ein

Aus Protest gegen die Hausverbote für den US-Sender CNN und andere Medien im Weißen Haus haben vier große Fernsehsender ihre Berichterstattung über Präsident Donald Trump vorerst eingeschränkt. Die Sender ABC, CBS, Fox News und NBC erklärten am Montag gemeinsam mit CNN, sie würden vorerst nicht mehr über Trump-Auftritte berichten. Das Weiße Haus startete derweil einen eigenen Streamingkanal namens Trump TV.

Macron: Gespräch mit Trump über Lage in Ukraine und im Roten Meer "konstruktiv"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Worten ein "konstruktives" Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine geführt. "Ein weiteres Thema, über das wir sprachen, war die Lage im Roten Meer", sagte Macron am Montag nach dem Treffen mit Trump in New York Journalisten. "Wir hatten eine sehr gute Unterredung. Sie war sehr konstruktiv."

Textgröße ändern: