Pallade Veneta - Flüchtlingsboot mit 50 Menschen vor Kreta gekentert: Mindestens drei Tote

Flüchtlingsboot mit 50 Menschen vor Kreta gekentert: Mindestens drei Tote


Flüchtlingsboot mit 50 Menschen vor Kreta gekentert: Mindestens drei Tote
Flüchtlingsboot mit 50 Menschen vor Kreta gekentert: Mindestens drei Tote / Foto: Costas METAXAKIS - AFP

Beim Kentern eines Flüchtlingsboots vor der Südküste Kretas sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Wie die griechische Hafenpolizei am Samstag mitteilte, wurden nach dem Unglück am Freitag 20 Menschen von einem Handelsschiff in den Gewässern vor dem Ort Kaloi Limenes gerettet. Rund 50 Menschen sollen sich laut dem griechischen Fernsehsender ERT auf dem Boot befunden haben.

Textgröße ändern:

Die geretteten Migranten stammen laut der griechischen Nachrichtenagentur ANA hauptsächlich aus Ägypten und dem Sudan. Unter ihnen waren demnach auch vier Minderjährige.

Nach Angaben des Senders ERT ereignete sich das Unglück genau in dem Moment, als sich das Handelsschiff, das vom griechischen Seenotrettungszentrum in das Gebiet geschickt worden war, dem Holzboot der Migranten näherte. Während die Passagiere versuchten, die vom Schiff herabgelassenen Leitern zu erklimmen, führte eine plötzliche Bewegung auf einer Seite des Holzbootes dazu, dass es kenterte.

Die Suche nach den Vermissten wurde am Samstag mit vier Patrouillenbooten, einem Flugzeug und zwei Schiffen der europäischen Grenzschutzagentur Frontex fortgesetzt, wie eine Sprecherin der griechischen Küstenwache erklärte.

Außerdem wurde in dem Gebiet ein zweites Boot mit rund 40 Migranten entdeckt, was eine weitere Rettungsaktion auslöste. Seit über einem Jahr versuchen immer mehr Migranten, von Libyen aus Kreta zu erreichen, das als Eingangstor in die Europäische Union gilt. Doch die Überfahrt erweist sich als riskant.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) kamen im Jahr 2025 mehr als 16.770 in der EU asylsuchende Menschen auf Kreta an – deutlich mehr als auf den anderen Ägäis-Inseln. Das UNHCR verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 107 Tote oder Vermisste in griechischen Gewässern.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Vor Koalitionsausschuss: Kirchen gegen weitere Kürzungen bei Entwicklungshilfe

Vor den Reform-Verhandlungen im Koalitionsausschuss am Mittwoch haben die katholische und die evangelische Kirche die Bundesregierung aufgerufen, nicht weiter bei der Entwicklungshilfe zu kürzen. "Ein wohlhabendes Land wie Deutschland darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen", heißt es laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in einem gemeinsamen Kirchen-Appell.

Nachfolge von Bosnien-Beauftragten Schmidt: US-Diplomat geschäftsführend ernannt

Der ranghohe US-Diplomat Louis J. Crishock ist zum geschäftsführenden internationalen Bosnien-Beauftragten ernannt worden, bis ein dauerhafter Nachfolger des deutschen Amtsinhabers Christian Schmidt gefunden wird. Der Amtswechsel solle am Mittwoch erfolgen, teilte das für die Suche nach dem neuen Bosnien-Beauftragten zuständige Gremium am Dienstag mit. Streitigkeiten zwischen europäischen und US-Vertretern verhindern bislang eine Einigung auf einen dauerhaften Nachfolger Schmidts.

Staatsbürgerschaftsrecht: Schlappe für Trump vor Oberstem US-Gericht

Krachende juristische Niederlage für US-Präsident Donald Trump: Der Oberste Gerichtshof in Washington hat am Dienstag Trumps Erlass für verfassungswidrig erklärt, wonach in den USA geborene Kinder nicht mehr automatisch die Staatsbürgerschaft erhalten sollten. Von einem "großen Sieg" sprach der Präsident indes, weil der Gerichtshof Verbote für Transgender-Athletinnen im Frauensport billigte.

Großbritannien will Asylsuchende künftig an Kosten für Unterhalt beteiligen

Großbritannien will Asylbewerber künftig an den Kosten für ihren Unterhalt beteiligen. Die Regelung ist Teil einer Einwanderungsreform, die von der Labour-Regierung am Dienstag ins Parlament eingebracht wurde. Sollten Asylsuchende eine Anerkennung bekommen und dann ein ausreichendes Einkommen erzielen, müssten sie den Regierungsplänen zufolge bis zu 10.000 Pfund (etwa 11.600 Euro) für Unterbringung und Unterhalt während ihres Asylverfahrens zurückzahlen.

Textgröße ändern: