Pallade Veneta - US-Medien: Generalstabschef warnt vor Risiken eines US-Angriffs auf den Iran

US-Medien: Generalstabschef warnt vor Risiken eines US-Angriffs auf den Iran


US-Medien: Generalstabschef warnt vor Risiken eines US-Angriffs auf den Iran
US-Medien: Generalstabschef warnt vor Risiken eines US-Angriffs auf den Iran / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Der US-Generalstabschef Dan Caine hat US-Medienberichten zufolge vor den Risiken eines möglichen US-Angriffs auf den Iran gewarnt. Caine habe im Weißen Haus und im Pentagon seine Sorge geäußert, dass Munitionsknappheit und fehlende Unterstützung durch Verbündete die Gefahr für US-Soldaten bei einem Angriff erhöhen könnten, berichtete die "Washington Post" am Montag. US-Präsident Donald Trump bestritt die Berichte über Caines Vorbehalte.

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Das "Wall Street Journal" berichtete, sowohl der ranghohe General als auch andere Pentagon-Vertreter hätten vor Risiken eines US-Angriffs gewarnt. Demnach würden bei einem Einsatz hohe Verluste der US-Armee und verbündeter Streitkräfte drohen. Es bestehe zudem die Gefahr, dass die US-Luftabwehr bei einem Angriff auf den Iran erschöpft werde.

Das Nachrichtenportal Axios berichtete, Caine habe die US-Regierung vor einer "Verstrickung in einen langwierigen Konflikt" gewarnt. Axios zufolge haben außerdem der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, die derzeit Atomgespräche mit Teheran führen, den US-Präsidenten dazu gedrängt, von Angriffen abzusehen und der Diplomatie eine Chance zu geben.

Trump warf den US-Medien in seinem Onlinedienst Truth Social vor, "absichtlich falsch" zu berichten. Es sei "zu 100 Prozent falsch", dass Caine "dagegen ist, dass wir in den Krieg mit dem Iran ziehen", erklärte er. "General Caine möchte, wie wir alle, keinen Krieg sehen, aber wenn die Entscheidung getroffen wird, den Iran auf militärischer Ebene anzugreifen, ist es seine Auffassung, dass dies etwas sein wird, das leicht zu gewinnen ist."

Caine habe nicht davon gesprochen, den Iran nicht anzugreifen, erklärte Trump. "Er weiß nur eines: wie man gewinnt, und wenn man ihm das aufträgt, wird er die Führung übernehmen", fügte der US-Präsident hinzu.

Trump wiederholte zugleich seine Drohungen gegenüber Teheran. "Ich würde lieber ein Abkommen haben als keines, aber wenn wir kein Abkommen schließen, wird es ein sehr schlimmer Tag für dieses Land und leider auch für seine Bürger", erklärte er.

Seit Wochen droht Trump dem Iran mit einem militärischen Angriff, wenn Teheran keine Zugeständnisse bei einem neuen Atomabkommen mache. Zugleich verstärkte die US-Armee ihre Präsenz in der Golfregion. Trotz beidseitiger Drohgebärden sollen die Atomgespräche am Donnerstag in Genf fortgeführt werden.

Anfang Februar hatte es eine erste Gesprächsrunde unter Vermittlung des Oman gegeben. Die USA drängen auf eine Einigung zum iranischen Atomprogramm und die Einstellung des iranischen Raketenprogramms. Teheran besteht darauf, dass sich die Gespräche auf die Atomfrage und die Aufhebung der Sanktionen gegen das Land beschränken. Die westlichen Staaten werfen dem Iran vor, eine Atombombe anzustreben - Teheran weist dies zurück.

A.Rispoli--PV

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