Pallade Veneta - Weitere Durchsuchungen in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen AfD-Politiker Krah

Weitere Durchsuchungen in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen AfD-Politiker Krah


Weitere Durchsuchungen in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen AfD-Politiker Krah
Weitere Durchsuchungen in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen AfD-Politiker Krah / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach einer Freigabe durch den Bundestag sind Strafverfolger zu Durchsuchungen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den AfD-Abgeordneten Maximilian Krah wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit ausgerückt. Die Maßnahme richte sich "gegen Dritte" und diene der Suche nach potenziellen Beweismitteln, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Freitag mit. Ein neues Strafverfahren mit neuen Vorwürfen gegen Krah sei damit nicht verbunden, betonte die Behörde.

Textgröße ändern:

Seit fast zehn Monaten ist bekannt, dass die Generalstaatsanwaltschaft in Sachsen gegen Krah wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit Zahlungen aus China ermittelt. Es geht dabei um seine Zeit als Abgeordneter im Europäischen Parlament. Der Bundestag genehmigte die Ermittlungsmaßnahmen nach Angaben der Behörde im Mai 2025. Im September hob der Bundestag die Immunität des Politikers auf, danach wurden dessen Büro- und Wohnräume durchsucht.

Die neuerlichen Durchsuchungen waren nach Angaben von Bundestag und Generalstaatsanwaltschaft nicht durch den damaligen Parlamentsbeschluss gedeckt. Der Bundestag hatte die Genehmigung dafür am Donnerstag nach eigenen Angaben separat erteilt. Der Beschluss fiel demnach einstimmig.

"Die Umsetzung der Maßnahmen dauert an", hieß es von den Ermittlern in Dresden am Freitag ohne weitere Einzelheiten. Die Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbeschlüsse seien vom Oberlandesgericht (OLG) in Dresden angeordnet worden. Sie richteten sich "gegen Dritte", also nicht gegen Krah. "Es wird angenommen, dass bei diesen potenzielle Beweismittel zu finden sind", erklärte die Generalstaatsanwaltschaft dazu weiter.

Krah war Spitzenkandidat der AfD für die Europawahl 2024. Zunächst war er damals durch eine Spionageaffäre um einen langjährigen Mitarbeiter unter Druck geraten, der im April 2024 festgenommen worden war und inzwischen wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit für China zu annähernd fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Später folgten Vorermittlungen und dann Ermittlungen gegen den Politiker selbst.

Inzwischen ist Krah Bundestagsabgeordneter. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr zog er über ein Direktmandat in Sachsen für die AfD ins Parlament ein. Vorwürfe der Bestechlichkeit wies der 49-Jährige in der Vergangenheit unter anderem als "politisch motiviert" zurück.

Parlamentsabgeordnete sind während ihrer Amtszeit durch sogenannte Immunitätsregelungen geschützt. Ermittlungen und Strafverfahren gegen sie sind von wenigen Ausnahmen abgesehen nur nach Genehmigung durch das Parlament erlaubt, das darüber auf Antrag der zuständigen Ermittler entscheidet. Die Bestimmungen sollen Abgeordnete demnach insbesondere vor möglichen politisch motivierten Klagen schützen.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Mehr als eine Million Ausländer in Spanien stellen Antrag auf Aufenthaltstitel

In Spanien haben im Rahmen eines speziellen Programms der linksgerichteten Regierung mehr als eine Million Ausländer ohne Papiere einen Antrag auf Legalisierung ihres Aufenthalts gestellt. "Wir möchten, dass die Welt Spanien als ein Land sieht, das die Menschenrechte achtet, schützt und garantiert", sagte der sozialistische Regierungschef Pedro Sánchez am Dienstag in einer Ansprache.

Termine gegen Bezahlung: Anklage gegen Mitarbeiterin von Berliner Einwanderungsamt

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine ehemalige Mitarbeiterin des Berliner Landesamts für Einwanderung wegen Bestechlichkeit erhoben. Gegen Zahlung von Geldbeträgen soll die 27-Jährige rechtswidrig Termine an Kunden vergeben und Meldedaten abgefragt haben, wie die Anklagebehörde am Dienstag in der Hauptstadt mitteilte. Fünf Menschen sollen dazu in verschiedenen Fällen Beihilfe geleistet haben. Sie sind ebenfalls angeklagt.

Hakenkreuz an queerem Zentrum in Mönchengladbach: Drei Verdächtige ermittelt

Nach einer Hakenkreuzschmiererei an einem queeren Zentrum in Mönchengladbach hat die Polizei drei Tatverdächtige ermittelt. Im Zuge der Ermittlungen durch den Staatsschutz konnte der Tatverdacht gegen sie erhärtet werden, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Der Vorfall hatte sich bereits Mitte April ereignet. Hintergründe und Motiv der Tat seien weiter Gegenstand der laufenden Ermittlungen, hieß es.

Erträge aus Rundfunkbeitrag 2025 leicht gesunken

Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag sind im vergangenen Jahr leicht gesunken. ARD, ZDF, Deutschlandradio und die Landesmedienanstalten erhielten 2025 von den Beitragszahlern 8,72 Milliarden Euro, wie der Beitragsservice am Dienstag in Köln mitteilte. Das waren rund 20 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Die Zahl der zum Rundfunkbeitrag angemeldeten Wohnungen sei leicht zurückgegangen, hieß es.

Textgröße ändern: