Pallade Veneta - Nach Koalitionsbruch mit BSW: Brandenburg steht vor neuer rot-schwarzer Regierung

Nach Koalitionsbruch mit BSW: Brandenburg steht vor neuer rot-schwarzer Regierung


Nach Koalitionsbruch mit BSW: Brandenburg steht vor neuer rot-schwarzer Regierung
Nach Koalitionsbruch mit BSW: Brandenburg steht vor neuer rot-schwarzer Regierung / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Knapp zwei Monate nach dem Bruch der SPD-BSW-Koalition steht Brandenburg vor einer neuen rot-schwarzen Regierung. SPD und CDU wollen am Mittwoch in Potsdam ihren gemeinsamen Koalitionsvertrag vorstellen, wie SPD-Generalsekretär Kurt Fischer am Freitag bestätigte. Nach AFP-Informationen schlossen beide Parteien die inhaltlichen Gespräche über die künftige Zusammenarbeit ab. Die neue Koalition war nötig geworden, weil das Bündnis aus SPD und BSW unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Anfang Januar zerbrochen war.

Textgröße ändern:

Die Generalsekretäre Gordon Hoffmann (CDU) und Kurt Fischer (SPD) sprachen am Freitagabend von einer "finalen Phase der Koalitionsverhandlungen". "Wir nehmen uns die Zeit, die es für eine gründliche und gute Arbeit braucht", erklärten sie. Es bestehe "kein Grund zur Eile".

Bevor der Vertrag unterzeichnet werden kann, wollen SPD und CDU zunächst parteiintern die Zustimmung einholen. Bei der CDU soll dies per Mitgliederbefragung geschehen, die SPD will das Papier auf einem Parteitag am 14. März zur Abstimmung stellen.

Woidke hatte die deutschlandweit erste SPD-BSW-Koalition, die Brandenburg seit Ende 2024 regiert hatte, aufgekündigt und dies mit den "ständigen Auseinandersetzungen" innerhalb des BSW über dessen Selbstverständnis und Kurs begründet. Vorausgegangen waren Grundsatzkonflikte innerhalb des BSW um dessen Rolle in der Regierung.

Durch mehrere Parteiaustritte beim BSW und dem Eintritt zweier BSW-Abgeordneter bei der SPD in den vergangenen Wochen veränderten sich in Brandenburg die Mehrheitsverhältnisse. Mehrere Landtagsabgeordnete, darunter der als tragender Pfeiler der früheren Koalition mit der SPD geltende Finanzminister Robert Crumbach, verließen das BSW und dessen Fraktion.

Die SPD hat nun 34 Sitze im Landtag, das BSW neun. CDU und AfD bleiben unverändert bei zwölf beziehungsweise 30 Abgeordneten. Drei ehemalige BSW-Abgeordnete sind nun fraktionslos. Dadurch ist nun das von Woidke stets favorisierte Bündnis aus SPD und CDU möglich. Nach der Wahl im September 2024 hatte es dafür knapp nicht gereicht.

Woidke ist seit 2013 im Amt. Jüngsten Umfragen zufolge kommt seine SPD derzeit nur auf 25 Prozent, die AfD auf 34. Die CDU liegt derzeit bei 13 Prozent, Linke und das BSW bei jeweils acht Prozent.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Linke gewinnt Abgeordnetenhauswahl in Berlin deutlich vor CDU

Die Linke hat die Abgeordnetenhauswahl in Berlin deutlich vor der bislang regierenden CDU gewonnen. Wie die Wahlleitung in der Nacht zum Montag mitteilte, kam die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp am Sonntag auf 25,7 Prozent der Stimmen. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers erreichten 18,8 Prozent.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig gewinnt Direktmandat in Schwerin

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bei der Landtagswahl am Sonntag das Direktmandat in ihrem Wahlkreis verteidigt. Im Wahlkreis Schwerin I kam die 52-Jährige nach Angaben der Wahlleitung aus der Nacht zum Montag auf 54,4 Prozent der Erststimmen und setzte sich damit gegen den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Leif-Erik Holm durch. Dieser erreichte 28,2 Prozent der Erststimmen.

AfD gewinnt Wahl in Mecklenburg-Vorpommern vor SPD - CDU verpasst Landtagseinzug

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gewonnen. Die Partei von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreichte am Sonntag 38,2 Prozent der Stimmen, wie die Wahlleitung in der Nacht zum Montag mitteilte. Die Sozialdemokraten verbuchten 35,5 Prozent für sich.

Schwesig kann trotz AfD-Sieg weiterregieren - CDU scheitert an Fünfprozenthürde

Trotz ihrer Niederlage gegen die AfD kann Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig voraussichtlich mit ihrer SPD die nächste Landesregierung bilden. Da bei der Landtagswahl im Nordosten erstmals in ihrer Geschichte die CDU voraussichtlich aus einem Landesparlament fliegt, verfügt Schwesig zusammen mit Linkspartei und Grünen über eine Mehrheit. Die AfD reklamierte als Wahlsieger den Regierungsauftrag für sich - allerdings fehlen ihr die Koalitionspartner.

Textgröße ändern: