Pallade Veneta - Nach Angriffen gegen Iran: Demos und Freudenfeiern in deutschen Städten

Nach Angriffen gegen Iran: Demos und Freudenfeiern in deutschen Städten


Nach Angriffen gegen Iran: Demos und Freudenfeiern in deutschen Städten
Nach Angriffen gegen Iran: Demos und Freudenfeiern in deutschen Städten / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Nach den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran haben in deutschen Städten tausende Menschen gegen das Regime in Teheran und für Freiheit in dem Land demonstriert. Aufzüge am Samstag unter anderem in München und Berlin blieben nach Polizeiangaben weitgehend friedlich. Für Sonntag waren weitere Kundgebungen angekündigt.

Textgröße ändern:

In Berlin versammelten sich einem Polizeisprecher zufolge am Samstag insgesamt rund 1800 Menschen zu einer Demonstration vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Nach den Meldungen über den Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gab es am Abend weitere Versammlungen mit mehreren Dutzend Teilnehmern.

Bis in die Nacht zum Sonntag hinein hätten Menschen größtenteils "ausgelassen und friedlich" gefeiert, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei war mit rund 450 Beamten im Einsatz.

In einem Fall wurden demnach drei Menschen kurzzeitig von der Polizei festgehalten und überprüft, weil sie versuchten, ein Absperrgitter vor der iranischen Botschaft in Berlin zu überwinden. In einem weiteren Fall wurde Anzeige gegen einen Passanten erstattet, der einen Demonstrationsteilnehmer geschubst haben soll. Für Sonntagnachmittag wurde am Brandenburger Tor in Berlin nach Polizeiangaben eine weitere Demonstration unter dem Motto "Freiheit für Iran unter Führung von Prinz Reza Pahlavi" mit bis zu 5000 Teilnehmern angemeldet.

Auch in Frankfurt am Main demonstrierten am Samstag laut Polizei rund 2000 Menschen friedlich für Freiheit und Demokratie im Iran. Für Sonntagnachmittag waren demnach weitere Kundgebungen angekündigt.

In München zogen nach Polizeiangaben am Samstag in der Spitze bis zu 500 Menschen in einem Aufzug durch die Stadt bis zum US-Konsulat. Die Kundgebung blieb einem Sprecher zufolge friedlich und störungsfrei.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von Luftangriffen gegen die Islamische Republik gestartet. Als Reaktion griff der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in Staaten der Golfregion an. Am Abend verkündete US-Präsident Donald Trump, dass bei den Angriffen auf den Iran dessen geistliches Oberhaupt getötet wurde.

C.Conti--PV

Empfohlen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig gewinnt Direktmandat in Schwerin

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bei der Landtagswahl am Sonntag das Direktmandat in ihrem Wahlkreis verteidigt. Im Wahlkreis Schwerin I kam die 52-Jährige nach Angaben der Wahlleitung aus der Nacht zum Montag auf 54,4 Prozent der Erststimmen und setzte sich damit gegen den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Leif-Erik Holm durch. Dieser erreichte 28,2 Prozent der Erststimmen.

AfD gewinnt Wahl in Mecklenburg-Vorpommern vor SPD - CDU verpasst Landtagseinzug

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gewonnen. Die Partei von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreichte am Sonntag 38,2 Prozent der Stimmen, wie die Wahlleitung in der Nacht zum Montag mitteilte. Die Sozialdemokraten verbuchten 35,5 Prozent für sich.

Schwesig kann trotz AfD-Sieg weiterregieren - CDU scheitert an Fünfprozenthürde

Trotz ihrer Niederlage gegen die AfD kann Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig voraussichtlich mit ihrer SPD die nächste Landesregierung bilden. Da bei der Landtagswahl im Nordosten erstmals in ihrer Geschichte die CDU voraussichtlich aus einem Landesparlament fliegt, verfügt Schwesig zusammen mit Linkspartei und Grünen über eine Mehrheit. Die AfD reklamierte als Wahlsieger den Regierungsauftrag für sich - allerdings fehlen ihr die Koalitionspartner.

Merz hält an Reformkurs fest - trotz Wahlfiasko für die CDU

Kurs halten - trotz beispielloser Wahlschlappe: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die geplanten Reformen umsetzen, obwohl seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern nach Hochrechnungen sogar erstmals aus einem Landtag flog und sich in Berlin der Linkspartei geschlagen geben musste. "Die Reformen müssen kommen", sagte der Kanzler am Sonntagabend in Berlin, der dabei Spekulationen über einen Rücktritt als Kanzler oder Parteivorsitzender eine Absage erteilte. Auch der Koalitionspartner SPD bekräftigte das Festhalten am Reformkurs, meldete jedoch Nachbesserungsbedarf an.

Textgröße ändern: