Pallade Veneta - Fast 200 Para-Athleten fordern Verbesserung der Förderung

Fast 200 Para-Athleten fordern Verbesserung der Förderung


Fast 200 Para-Athleten fordern Verbesserung der Förderung
Fast 200 Para-Athleten fordern Verbesserung der Förderung / Foto: Wolfgang Kofler - IMAGO/GEPA pictures/SID

Drei Tage vor dem Start der Winterspiele in Norditalien haben fast 200 Para-Sportler in einem gemeinsamen Statement eine Verbesserung der Förderung gefordert. "Mit dieser Erklärung wenden wir uns an das Bundeskanzleramt und den Deutschen Bundestag", hieß es in der von Athleten Deutschland verbreiteten Mitteilung: "Wir fordern, die individuelle Para-Athletenförderung ab 2027 zur Finanzierung von mindestens 200 Plätzen zu erhöhen – zweckgebunden und mehrjährig abgesichert." Dies sei "ein sofort wirksamer und finanzierbarer Schritt – für sportlichen Erfolg und gesellschaftliche Rendite".

Textgröße ändern:

Unterzeichnet wurde die Erklärung von zahlreichen deutschen Topstars wie Anna-Lena Forster, Markus Rehm oder Elena Semechin. "Jetzt ist der Moment, zu handeln", sagte Schwimmerin Semechin. Die finanzielle Förderung ruft im Parasport bereits seit längerer Zeit deutliche Kritik hervor, gerade auch das Ungleichgewicht im Vergleich zum olympischen Sport. Derzeit gibt es mit 168 deutlich weniger direkte Förderplätze als Starter bei den jüngsten Sommer- und Winter-Paralympics in Paris und nun in Norditalien.

"Schon heute passt die Förderung damit nicht zur sportlichen Realität – und mit neuen Sportarten wächst die Lücke weiter", heißt es in dem Statement weiter. Es sei aber "entscheidend, die Leistungsspitze des Parasports vollständig abzubilden – und dafür auch künftig eine kohärente Fördersystematik zu schaffen, die eine dynamische Anpassung der Förderplätze an die realen Leistungspotenziale ermöglicht". Zur Schaffung der rund 30 benötigten Extra-Förderplätze würden mit etwa 400.000 Euro pro Jahr unter 0,2 Prozent der Gesamtausgaben des Bundes für den Spitzensport benötigt werden.

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) prangert die Probleme bereits seit längerer Zeit an. "Es bestehen in allen relevanten Förderbereichen weiterhin deutliche Defizite – von der Kaderförderung, über die Jahresplanung bis hin zum Leistungssport-Personal", sagte DBS-Präsident Hans-Jörg Michels dem SID. Als Para-Athlet sei man "nochmal auf andere Sachen angewiesen, wie Hilfsmittel im Sinne von Sportgeräten, die man sich selbst finanzieren muss und die teilweise deutlich teurer sind als bei den Nichtbehinderten", erklärte Forster. Dies mache die Förderung umso wichtiger.

L.Barone--PV

Empfohlen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig gewinnt Direktmandat in Schwerin

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bei der Landtagswahl am Sonntag das Direktmandat in ihrem Wahlkreis verteidigt. Im Wahlkreis Schwerin I kam die 52-Jährige nach Angaben der Wahlleitung aus der Nacht zum Montag auf 54,4 Prozent der Erststimmen und setzte sich damit gegen den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Leif-Erik Holm durch. Dieser erreichte 28,2 Prozent der Erststimmen.

AfD gewinnt Wahl in Mecklenburg-Vorpommern vor SPD - CDU verpasst Landtagseinzug

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gewonnen. Die Partei von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreichte am Sonntag 38,2 Prozent der Stimmen, wie die Wahlleitung in der Nacht zum Montag mitteilte. Die Sozialdemokraten verbuchten 35,5 Prozent für sich.

Schwesig kann trotz AfD-Sieg weiterregieren - CDU scheitert an Fünfprozenthürde

Trotz ihrer Niederlage gegen die AfD kann Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig voraussichtlich mit ihrer SPD die nächste Landesregierung bilden. Da bei der Landtagswahl im Nordosten erstmals in ihrer Geschichte die CDU voraussichtlich aus einem Landesparlament fliegt, verfügt Schwesig zusammen mit Linkspartei und Grünen über eine Mehrheit. Die AfD reklamierte als Wahlsieger den Regierungsauftrag für sich - allerdings fehlen ihr die Koalitionspartner.

Merz hält an Reformkurs fest - trotz Wahlfiasko für die CDU

Kurs halten - trotz beispielloser Wahlschlappe: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die geplanten Reformen umsetzen, obwohl seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern nach Hochrechnungen sogar erstmals aus einem Landtag flog und sich in Berlin der Linkspartei geschlagen geben musste. "Die Reformen müssen kommen", sagte der Kanzler am Sonntagabend in Berlin, der dabei Spekulationen über einen Rücktritt als Kanzler oder Parteivorsitzender eine Absage erteilte. Auch der Koalitionspartner SPD bekräftigte das Festhalten am Reformkurs, meldete jedoch Nachbesserungsbedarf an.

Textgröße ändern: