Pallade Veneta - Iran-Krieg: Dobrindt sieht weiterhin "abstrakte Gefährdung" in Deutschland

Iran-Krieg: Dobrindt sieht weiterhin "abstrakte Gefährdung" in Deutschland


Iran-Krieg: Dobrindt sieht weiterhin "abstrakte Gefährdung" in Deutschland
Iran-Krieg: Dobrindt sieht weiterhin "abstrakte Gefährdung" in Deutschland / Foto: Christof STACHE - AFP

Vier Tage nach Beginn des Iran-Krieges sehen die deutschen Sicherheitsbehörden weiter keine konkrete neue Gefährdungslage hierzulande. "Wir sehen weiterhin eine abstrakte Gefährdung, es gibt keine konkreten Gefährdungssituationen", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch in Berlin. Die Sicherheitsbehörden hätten die Lage "umfänglich im Blick".

Textgröße ändern:

Die Behörden hätten israelische, jüdische und US-Einrichtungen ebenso im Blick wie das Demonstrationsgeschehen, sagte Dobrindt. Auch stünden vom Ausland gesteuerte sogenannte Proxys und die "organisierte Kriminalität, die damit in Verbindung steht", unter Beobachtung, ebenso die Cybersicherheit. "In allen vier Bereichen gibt es keine neuen Entwicklungen und keine zusätzliche Gefährdung."

Für israelische, jüdische und US-Einrichtungen sei der Schutz "deutlich hochgefahren" worden, sagte Dobrindt. Es gebe eine sichtbar stärkere Polizeipräsenz vor diesen Einrichtungen. Im Bereich der Nachrichtendienste sei das Personal ebenfalls verstärkt worden.

Das Demonstrationsgeschehen sei bisher unauffällig, berichtete der Innenminister. Es gebe nichts, was aus den bisher rund 60 Kundgebungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg heraus eine Gefährdung darstelle, noch eine Gefährdung für die Demos.

Auch bei Anhängern der iranischen Führung, die motiviert sein könnten, Anschläge zu verüben, gebe es keine neue Situation. "Wir haben sie so weit möglich im Blick", sagte der CSU-Politiker.

Cyberattacken aus der Region sind nach Dobrindts Worten rückläufig, hier sei "keine besondere Aktivität zu verzeichnen". Der Minister wies darauf hin, dass es sich um eine Momentaufnahme handle, "das kann sich schnell ändern und verschärfen". Die aktuelle Lage werde jeden Tag neu bewertet, Bund und Länder stimmten sich dabei eng ab.

Eine abstrakte Gefährdung umschreibt nach Dobrindts Angaben, dass es eine allgemeine Gefahrenlage gibt, die sich aber nicht durch ein besonderes Ereignis verstärkt und sich nicht gegen ein konkretes Ziel richtet. "In einer konkreten Gefährdungslage würden wir wissen, dass bestimmte Personen oder Einrichtungen bedroht sind."

Im ZDF-"Morgenmagazin" sagte Dobrindt, auch mögliche Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten würden von den Sicherheitsbehörden beobachtet. Derzeit gebe es aber keine Erkenntnisse, dass "Deutschland ein betroffenes Fluchtzielland" sei. "Momentan sehen wir eher, dass die Fluchtbewegungen gehemmt werden." Sollte sich der Konflikt länger hinziehen, könne sich diese Einschätzung aber verändern.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Wahlbehörde in Peru erklärt Fujimori zur Siegerin der Präsidentenwahl

Nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru hat die Wahlbehörde die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori zur Siegerin erklärt. Wie die Behörde am Montag mitteilte, setzte sich Fujimori mit 50,13 Prozent gegen ihren linksgerichteten Rivalen Roberto Sánchez mit 49,86 Prozent durch.

Hilfe für die Ukraine: Wadephul sieht USA auf Seite der Europäer

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio Gemeinsamkeiten in der Haltung zur Ukraine betont. "Wir unterstützen die Ukraine, die USA tun das auch nach wie vor", sagte Wadephul am Montag in Washington. Die Militärhilfe komme allerdings inzwischen zu 98 Prozent von den Europäern und Kanada.

Macron empfängt thailändischen König in Paris

Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Ehefrau Brigitte haben am Montag den thailändischen König Rama X. und Königin Suthida in Paris empfangen. Der 73-jährige Monarch und seine Frau wurden zunächst vom Präsidentenpaar wie bei Staatsbesuchen üblich im Invalidendom empfangen, bevor sie zum Élysée-Palast weiterfuhren. Es war der erste offizielle Besuch eines thailändischen Königs in Paris seit 1960.

Polizei mit hunderten Kräften bei AfD-Kundgebung und Gegendemo in Berlin

Mit mehreren hundert Einsatzkräften hat die Berliner Polizei am Montagabend eine Kundgebung der AfD und eine Gegendemonstration voneinander abgeschirmt. Wie ein Polizeisprecher sagte, kamen zu der Kundgebung der AfD vor dem Roten Rathaus etwa 450 Menschen, an einem Gegenprotest nahmen rund 200 Menschen teil. Außerdem gab es demnach noch weitere kleinere Gegenveranstaltungen.

Textgröße ändern: