Pallade Veneta - Schutz für Whistleblower in der Slowakei: Fico will umstrittenes Gesetz kippen

Schutz für Whistleblower in der Slowakei: Fico will umstrittenes Gesetz kippen


Schutz für Whistleblower in der Slowakei: Fico will umstrittenes Gesetz kippen
Schutz für Whistleblower in der Slowakei: Fico will umstrittenes Gesetz kippen / Foto: Alex Brandon - POOL/AFP

Der slowakische Regierungschef Robert Fico hat angekündigt, eine umstrittene Justizreform, die den Schutz von Korruptions-Whistleblowern massiv beschnitten hatte, zurückzunehmen. "Wir werden das Gesetz vom Dezember aufheben", sagte Fico am Mittwoch vor Journalisten. Das slowakische Parlament hatte im Dezember beschlossen, ein unabhängiges Anti-Korruptionsorgan durch eine von der Regierung kontrollierte Stelle zu ersetzen - was scharfe Kritik von der EU und Menschenrechtsorganisationen auslöste.

Textgröße ändern:

Die umstrittene Justizreform sieht vor, dass Hinweisgebern, die auf Korruption aufmerksam gemacht haben, rückwirkend ihr Schutz entzogen werden kann. Die Überprüfung ihres Schutzstatus kann sogar auf Antrag des Arbeitgebers eingeleitet werden. Von den Bestimmungen sind etwa hundert Menschen in der Slowakei betroffen.

Der nationalistische Regierungschef wolle "reinen Tisch machen", um sich "auf das zu konzentrieren, was wir heute für wichtig halten", begründete Fico seine Kehrtwende. Wichtig seien nun "Öl-, Gas- und Strompreise".

Tausende Menschen hatten für die Abschaffung der Justizreform demonstriert. Auch von Seiten der Europäischen Union wurde scharfe Kritik laut: Im Januar leitete die EU wegen des Gesetzes ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Slowakei ein.

Die Slowakei bemüht sich jedoch derzeit um eine Unterstützung Brüssels für die Wiederaufnahme russischer Öllieferungen. Hintergrund ist die Stilllegung der Druschba-Pipeline, die durch die Ukraine führt und russisches Öl in die Slowakei und nach Ungarn transportierte. Die Pipeline war nach ukrainischen Angaben bei Angriffen der russischen Armee beschädigt und deshalb stillgelegt worden. Sowohl in Ungarn als auch in der Slowakei wurden deshalb die Ölreserven angezapft.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Macron empfängt thailändischen König in Paris

Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Ehefrau Brigitte haben am Montag den thailändischen König Rama X. und Königin Suthida in Paris empfangen. Der 73-jährige Monarch und seine Frau wurden zunächst vom Präsidentenpaar wie bei Staatsbesuchen üblich im Invalidendom empfangen, bevor sie zum Élysée-Palast weiterfuhren. Es war der erste offizielle Besuch eines thailändischen Königs in Paris seit 1960.

Polizei mit hunderten Kräften bei AfD-Kundgebung und Gegendemo in Berlin

Mit mehreren hundert Einsatzkräften hat die Berliner Polizei am Montagabend eine Kundgebung der AfD und eine Gegendemonstration voneinander abgeschirmt. Wie ein Polizeisprecher sagte, kamen zu der Kundgebung der AfD vor dem Roten Rathaus etwa 450 Menschen, an einem Gegenprotest nahmen rund 200 Menschen teil. Außerdem gab es demnach noch weitere kleinere Gegenveranstaltungen.

Ukraine: Neun Tote und mehr als 40 Verletzte bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen in mehreren Regionen der Ukraine sind insgesamt mindestens neun Menschen getötet und mehr als 40 Menschen verletzt worden. Bei einem Raketenangriff auf die zentralukrainische Industriestadt Dnipro wurden am Montag Behördenangaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet. Drei Menschen starben bei einem Drohnenangriff auf einen Bus in der südlichen Stadt Saporischschja, ein weiteres Todesopfer gab es in Charkiw im Nordosten.

Wadephul mit Rubio in Washington zusammengekommen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist in Washington mit seinem US-Kollegen Marco Rubio zusammengekommen. Rubio empfing Wadephul am Montag mit Handschlag im Außenministerium, wie ein AFP-Reporter berichtete. Der CDU-Politiker hatte erklärt, er wolle mit dem US-Außenminister vor dem Nato-Gipfel in der Türkei Anfang Juli über eine neue Lastenteilung im Bündnis und eine langfristige Unterstützung für die Ukraine beraten.

Textgröße ändern: