Pallade Veneta - Iran-Krieg: Weitere am Golf gestrandete Reisende wieder zurück in ihren Heimatländern

Iran-Krieg: Weitere am Golf gestrandete Reisende wieder zurück in ihren Heimatländern


Iran-Krieg: Weitere am Golf gestrandete Reisende wieder zurück in ihren Heimatländern
Iran-Krieg: Weitere am Golf gestrandete Reisende wieder zurück in ihren Heimatländern / Foto: Patrick T. Fallon - AFP

Am fünften Tag des Iran-Krieges sind weitere in der in der Golfregion festsitzende Urlauber in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Die Fluggesellschaften nahmen den Flugbetrieb von Drehkreuzen wie Dubai und Riad am Mittwoch in begrenztem Umfang wieder auf. Zugleich entsandten Deutschland und andere Staaten Charterflugzeuge nach Jordanien, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate, um ihre gestrandeten Staatsbürger nach Hause zu holen.

Textgröße ändern:

Ein erstes Flugzeug mit Franzosen, die wegen des Iran-Kriegs in der Golfregion festsaßen, landete am Mittwoch in Paris. Ein Evakuierungsflug aus Abu Dhabi brachte zudem 175 Passagiere in die spanische Hauptstadt Madrid zurück. Laut Auswärtigem Amt sollten noch am Mittwoch weitere Maschinen aus Dubai und aus Abu Dhabi in Richtung Deutschland starten.

Daten des Flugdatenauswerters Cirium zeigten seit Mittwoch, dass der Luftverkehr in Katar und Bahrain praktisch vollständig zum Erliegen gekommen ist. In Israel wurden fast drei Viertel der Flüge gestrichen und in den Vereinigten Arabischen Emiraten etwas mehr als zwei Drittel.

Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Samstag wurden laut Cirium insgesamt mehr als 20.000 von insgesamt 36.000 Flügen in den Nahen Osten oder aus dem Nahen Osten annulliert. Passagiere, die am Mittwoch unter anderem in Deutschland, Frankreich, Australien und anderen Ländern landeten, berichteten von schlaflosen Nächten und tagelangen Strapazen, um nach dem Ausbruch des Krieges aus dem Nahen Osten wegzukommen.

Die Urlauberin Fanny Wu aus Taiwan, die mit ihren zwei Kindern nach Dubai gereist war, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass Bomben "direkt neben uns explodierten", als die Luftangriffe begannen. So etwas habe sie noch nie erlebt.

Die 18 Jahre alte Emmy Coutelier war glücklich, als sie nach ihrer Ankunft am Pariser Flughafen Charles de Gaulle ihre Schwester umarmte. Als die ersten iranischen Angriffe Dubai trafen, habe sie sich mit ihrem Freund in einem Hotelpool in Dubai aufgehalten, sagte sie AFP.

Die für die im Ausland lebenden Franzosen zuständige beigeordnete Ministerin Éléonore Caroit kündigte weitere Evakuierungsflüge an, bezeichnete die Rückholungen aber zugleich als "einen komplexen Prozess, mit ständiger Unsicherheit, weil wir uns in einer sehr dynamischen Situation befinden".

Die USA teilten mit, dass seit Samstag mehr als 9000 US-Bürger aus der Region nach Hause zurückgekehrt seien, darunter mehr als 300 aus Israel. Das US-Außenministerium forderte alle US-Bürger im gesamten Nahen Osten auf, die jeweiligen Länder aus Sicherheitsgründen zu verlassen.

Die israelische Verkehrsministerin Miri Regev sagte, das Land werde seinen Luftraum schrittweise in der Nacht zu Donnerstag wieder öffnen, "vorbehaltlich der Sicherheitslage". Die ersten Flüge dienten einem Ministeriumssprecher dazu, gestrandete Israelis zurückzubringen. Reguläre Abflüge waren demnach keine geplant.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig gewinnt Direktmandat in Schwerin

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bei der Landtagswahl am Sonntag das Direktmandat in ihrem Wahlkreis verteidigt. Im Wahlkreis Schwerin I kam die 52-Jährige nach Angaben der Wahlleitung aus der Nacht zum Montag auf 54,4 Prozent der Erststimmen und setzte sich damit gegen den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Leif-Erik Holm durch. Dieser erreichte 28,2 Prozent der Erststimmen.

AfD gewinnt Wahl in Mecklenburg-Vorpommern vor SPD - CDU verpasst Landtagseinzug

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gewonnen. Die Partei von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreichte am Sonntag 38,2 Prozent der Stimmen, wie die Wahlleitung in der Nacht zum Montag mitteilte. Die Sozialdemokraten verbuchten 35,5 Prozent für sich.

Schwesig kann trotz AfD-Sieg weiterregieren - CDU scheitert an Fünfprozenthürde

Trotz ihrer Niederlage gegen die AfD kann Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig voraussichtlich mit ihrer SPD die nächste Landesregierung bilden. Da bei der Landtagswahl im Nordosten erstmals in ihrer Geschichte die CDU voraussichtlich aus einem Landesparlament fliegt, verfügt Schwesig zusammen mit Linkspartei und Grünen über eine Mehrheit. Die AfD reklamierte als Wahlsieger den Regierungsauftrag für sich - allerdings fehlen ihr die Koalitionspartner.

Merz hält an Reformkurs fest - trotz Wahlfiasko für die CDU

Kurs halten - trotz beispielloser Wahlschlappe: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die geplanten Reformen umsetzen, obwohl seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern nach Hochrechnungen sogar erstmals aus einem Landtag flog und sich in Berlin der Linkspartei geschlagen geben musste. "Die Reformen müssen kommen", sagte der Kanzler am Sonntagabend in Berlin, der dabei Spekulationen über einen Rücktritt als Kanzler oder Parteivorsitzender eine Absage erteilte. Auch der Koalitionspartner SPD bekräftigte das Festhalten am Reformkurs, meldete jedoch Nachbesserungsbedarf an.

Textgröße ändern: