Pallade Veneta - Streit mit Trump: Spaniens Regierungschef Sánchez bekräftigt Kritik am Iran-Krieg

Streit mit Trump: Spaniens Regierungschef Sánchez bekräftigt Kritik am Iran-Krieg


Streit mit Trump: Spaniens Regierungschef Sánchez bekräftigt Kritik am Iran-Krieg
Streit mit Trump: Spaniens Regierungschef Sánchez bekräftigt Kritik am Iran-Krieg / Foto: Thomas COEX, ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Der von US-Präsident Donald Trump vehement attackierte spanische Regierungschef Pedro Sánchez hat seine Kritik am US-israelischen Krieg gegen den Iran bekräftigt. Dieser Krieg sei "ein außerordentlicher Fehler, für den wir bezahlen werden", sagte Sánchez am Freitag im südspanischen Huelva. Trump hatte seine Attacke gegen Sánchez am Dienstag im Oval Office in der Gegenwart von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgetragen - der darauf verzichtete, den spanischen Kollegen vor laufenden Kameras in Schutz zu nehmen.

Textgröße ändern:

Sánchez hob nun das Recht von Verbündeten hervor, auf "Fehler" hinzuweisen. "Zwischen verbündeten Ländern ist es gut, dem anderen zu helfen, wenn er Recht hat - aber auch, ihm zu sagen, wenn er einen Fehler begeht, wie es hier der Fall ist", sagte Sánchez in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Amtskollegen Luis Montenegro.

Die bilateralen Beziehungen zwischen Verbündeten müssten "von Respekt geprägt sein, in einem Geist loyaler Zusammenarbeit und auf Augenhöhe", sagte der spanische Ministerpräsident. Im transatlantischen Verhältnis müsse "das Völkerrecht das Rückgrat bilden" und "Kooperation wichtiger als Konfrontation" sein.

Sánchez schlug aber auch versöhnliche Töne gegenüber den USA an. "Ich habe immens großen Respekt vor dem Amt des US-Präsidenten und eine sehr hohe Meinung von der amerikanischen Gesellschaft", betonte er.

Sánchez' Linksregierung hatte den USA nicht erlaubt, in Spanien gelegene Militärstützpunkte für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Trump drohte Spanien daraufhin einen vollständigen Handelsstopp an. Spanien verhalte sich "furchtbar" und "sehr unkooperativ", sagte Trump im Beisein von Merz.

Trump kritisierte dabei auch Spaniens Weigerung, seine Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. In diesem Punkt stimmte Merz dem US-Präsidenten ausdrücklich zu.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Warten auf das "große Paket": Koalitionsausschuss soll Durchbruch bringen

Kraftakt vor der Sommerpause: Am Mittwoch kommen die Spitzen von Union und SPD zu einem Koalitionsausschuss zusammen, bei dem sie einen Durchbruch bei den großen Reformprojekten erzielen wollen. Bei dem Treffen im Kanzleramt solle "ein großes Paket" geschnürt werden, kündigte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin an. Er nannte die Themen Steuern, Arbeit, Soziales, Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung.

Vor Nato-Gipfel: Erdogan fordert "Einbindung" der Türkei in europäische Verteidigungsstruktur

Rund eine Woche vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die "Einbindung" der Türkei in die europäische Verteidigungsstruktur gefordert. "Als eines der Länder, die bei der Entwicklung der europäischen Säule des Bündnisses mitreden, wollen wir an allen Verteidigungs- und Sicherheitsinitiativen auf dem Kontinent beteiligt sein", sagte Erdogan am Montag bei der Eröffnung der Parlamentarischen Versammlung der Nato in Istanbul vor Abgeordneten der 32 Mitgliedstaaten.

Linke dringt auf umfassende Konzepte zum Hitzeschutz

Angesichts auch künftiger Hitzewellen in Deutschland hat Linken-Chefin Ines Schwerdtner von Politik und Arbeitgebern umfassende Konzepte gefordert. "Kaum jemand" in den Regierungen in Bund und Ländern sei auf den Hitzesommer ausreichend vorbereitet gewesen, sagte sie am Montag in Berlin. Vor allem vulnerable Gruppen dürften nicht der Hitze überlassen werden. "Das ist eine politische Verantwortung und die Verantwortung der Arbeitgeber."

Syrien verurteilt Israels Vorstöße im Süden des Landes

Die syrische Regierung hat israelische Militärvorstöße im Süden des Landes verurteilt. Das Außenministerium in Damaskus kritisierte in einer Erklärung am Montag die israelischen Vorstöße in den syrischen Provinzen Daraa und Kuneitra sowie den Artilleriebeschuss der Region und prangerte eine "eklatante Verletzung der syrischen Souveränität und territorialen Integrität" an.

Textgröße ändern: