Pallade Veneta - Hochrangige Vertreter iranischer Führung nehmen an Kundgebung in Teheran teil - Medien: Eine Tote bei Explosion

Hochrangige Vertreter iranischer Führung nehmen an Kundgebung in Teheran teil - Medien: Eine Tote bei Explosion


Hochrangige Vertreter iranischer Führung nehmen an Kundgebung in Teheran teil - Medien: Eine Tote bei Explosion
Hochrangige Vertreter iranischer Führung nehmen an Kundgebung in Teheran teil - Medien: Eine Tote bei Explosion / Foto: - - AFP

Mehrere hochrangige Vertreter der iranischen Führung wie Präsident Massud Peseschkian und Sicherheitschef Ali Laridschani sind am Freitag öffentlich bei einer Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser in Teheran aufgetreten. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete wenig später, dass im Zentrum der iranischen Hauptstadt in der Nähe der Kundgebung mindestens eine Frau bei einer Explosion getötet worden sei. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Die israelische Armee hatte die Bevölkerung am Morgen aufgerufen, zwei Gebiete in der Nähe des Veranstaltungsortes zu verlassen.

Textgröße ändern:

Das Staatsfernsehen zeigte Präsident Peseschkian, wie er Anhänger begrüßte und Selfies auf den regennassen Straßen von Teheran machen ließ. Wie Bilder des Staatsfernsehens zeigten, nahmen auch der iranische Justizchef Gholam Hossein Mohseni Edschei, der Leiter der nationalen Polizei, Ahmad-Resa Radan, und Außenminister Abbas Araghtschi an der Kundgebung teil.

Laridschani bezeichnete die US-israelischen Angriffe auf den Iran bei der Kundgebung als Akt der "Verzweiflung". "Diese Angriffe erfolgen aus Angst, aus Verzweiflung. Wer stark ist, würde Demonstrationen überhaupt nicht bombardieren", sagte er dem Staatsfernsehen, während er an der Kundgebung teilnahm. "Es ist klar, dass dies gescheitert ist."

Weiter sagte Laridschani, US-Präsident Donald Trump "versteht nicht, dass das iranische Volk eine mutige Nation, eine starke Nation, eine entschlossene Nation ist. Je mehr Druck er ausübt, desto stärker wird die Entschlossenheit der Nation werden".

Unweit der Kundgebung waren am Freitag Explosionen im Zentrum Teherans zu hören, wie das Staatsfernsehen meldete. Eine Explosion war zu hören, als Justizschef Edschei im Staatsfernsehen sprach. "Unser Volk hat keine Angst vor den Bombardierungen, wir werden diesen Weg weitergehen", sagte er.

Außenminister Araghtschi machte Israel und die USA für den Anstieg der weltweiten Energiepreise verantwortlich. "Sie haben diese Katastrophe für die Region verursacht und müssen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte er.

Solche Auftritte von Vertretern der iranischen Führung sind seit Kriegsbeginn am 28. Februar und der Tötung des damaligen Führers Ayatollah Ali Chamenei sehr selten. Sein Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei ist bisher nicht in der Öffentlichkeit aufgetreten. Am Donnerstag wurde die erste Botschaft von ihm seit seiner Ernennung am vergangenen Sonntag im staatlichen Fernsehen verbreitet.

Teilnehmer der Kundgebung hielten Bilder von Ali und Modschtaba Chamenei. Sie trampelten auf Bildern von Trump und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu herum, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen gegen den Iran begonnen. Am ersten Kriegstag töteten sie den damaligen obersten Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, und zahlreiche weitere Mitglieder der iranischen Führung. Der Iran greift seitdem mit Raketen und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region an.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Serbiens Präsident Vucic kündigt vor Anhängern Rücktritt "in ein paar Wochen" an

Bei einer Parteiveranstaltung in Belgrad hat Serbiens Präsident Aleksandar Vucic bekräftigt, in naher Zukunft sein Amt niederlegen zu wollen. "In ein paar Wochen werde ich zurücktreten", sagte Vucic am Samstag in Belgrad. In Serbien gibt es seit mehr als anderthalb Jahren Proteste gegen die Regierung und die im Land herrschende Korruption. Eine der Forderungen der Demonstranten sind vorgezogene Neuwahlen.

Nach Rahmenabkommen mit Libanon: Neue Gefechte zwischen Israel und Hisbollah

Nach der Einigung zwischen Israel und dem Libanon auf ein Rahmenabkommen über eine Friedenslösung sind die Gefechte zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah weitergegangen. Israels Streitkräfte flogen am Wochenende wieder Angriffe im Südlibanon. Ein israelischer Soldat wurde nach Armee-Angaben bei Kämpfen mit der Hisbollah getötet. Die pro-iranische Miliz lehnt das am Freitag unterzeichnete Rahmenabkommen, das ihre Entwaffnung vorsieht, vehement ab.

Neue Angriffe Irans und der USA schüren Furcht vor Kollaps der Friedensbemühungen

Neue Angriffe der USA und des Iran haben die Furcht vor einem Kollaps der Friedensbemühungen für die Golfregion geschürt. Das US-Militär erklärte, es habe in der Nacht zum Sonntag zum zweiten Mal binnen zwei Tagen Ziele im Iran angegriffen. Anschließend wurden die Golfstaaten Kuwait und Bahrain attackiert, die iranischen Revolutionsgarden reklamierten die Angriffe für sich. Derweil wurden aus dem Libanon neue israelische Luftangriffe gemeldet.

Hitzebedingt weniger Teilnehmer - Veranstalter aber sehr zufrieden mit Münchener CSD

Maßgeblich wegen der Hitze haben in diesem Jahr weniger Menschen an der CSD-Demonstration in München teilgenommen. Der Veranstalter zeigte sich am Sonntag dennoch sehr zufrieden. Auch nach Angaben der Polizei verlief alles "friedlich und ohne besondere Störungen". Der Sanitätsidienst der Johanniter betreute 32 Menschen - "Da ging es meist um Hitzefälle", erklärte der CSD-Veranstalter.

Textgröße ändern: