Pallade Veneta - Trump verkündet US-Angriffe auf iranische Öl-Insel Charg

Trump verkündet US-Angriffe auf iranische Öl-Insel Charg


Trump verkündet US-Angriffe auf iranische Öl-Insel Charg
Trump verkündet US-Angriffe auf iranische Öl-Insel Charg / Foto: - - EUROPEAN SPACE AGENCY/AFP

Die US-Armee hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump massive Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg geflogen. Alle militärischen Ziele auf der Insel im Persischen Golf, über die der Iran fast alle seine Öllieferungen abwickelt, seien zerstört, erklärte Trump. Schäden an der Ölinfrastruktur gab es offenbar nicht. Der Iran drohte im Gegenzug mit der Zerstörung von mit den USA verbundener Ölinfrastruktur und startete am Samstag neue Angriffe auf Israel und umliegende Golfstaaten.

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Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom habe "einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt", verkündete Trump am Freitag in Onlinediensten. Jedes militärische Ziel auf der iranischen Insel Charg sei "vollständig ausradiert".

Die Insel Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, es gebe keine Schäden an Ölanlagen auf der Insel. Demnach versuchte die US-Armee, auf Chargh "die Verteidigungsanlagen der Armee, die Joschan-Marinebasis, den Flughafen-Tower und den Hubschrauber-Hangar des iranischen Unternehmens Continental Shelf Oil zu beschädigen".

Trump erklärte, er habe sich zunächst "dafür entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören". Sollte der Iran aber "die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus" stören, werde er "dies sofort überdenken." Trump kündigte zudem an, die US-Marine werde "sehr bald" damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren.

Der Iran hat die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar de facto gesperrt. Der Iran beschoss zudem Ölanlagen in mehreren Golfstaaten und Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Die iranische Armee drohte im Fall von US-Angriffen auf iranische Ölanlagen mit einer Eskalation. Alle Öl- und Energieanlagen von Unternehmen, die teilweise im Besitz der USA seien oder mit den USA zusammenarbeiteten, "werden unverzüglich zerstört und in Schutt und Asche gelegt", sagte ein Sprecher.

Trump erklärte am Freitag, der Iran sei zwei Wochen nach Kriegsbeginn bereits "vollständig besiegt". Am Abend wurde die Hauptstadt Teheran von neuen Angriffen erschüttert. Israel warnte am Samstag vor unmittelbar bevorstehenden Angriffen auf ein Industriegebiet in der nordiranischen Stadt Täbris.

US-Medien berichteten unterdessen, die US-Armee entsende noch weitere Kriegsschiffe in die Region. Wie die "New York Times" berichtete, sind bereits drei Schiffe und 2500 US-Marineinfanteristen auf dem Weg. Dem "Wall Street Journal" zufolge wurden die zusätzlichen Marines vom Regionalkommando Centcom angefordert und ihre Entsendung von Verteidigungsminister Pete Hegseth gebilligt.

Der Iran startete in der Nacht zum Samstag neue Raketenangriffe auf Israel, bei denen nach Angaben des Rettungsdienstes aber niemand verletzt wurde. Auch in Katar fing die Armee erneut Raketen ab. Das Innenministerium des Golfstaats ordnete eine Evakuierung "mehrerer wichtiger Gebiete" an, darunter ein Stadtteil im Zentrum der Hauptstadt Doha. In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde die US-Botschaft erneut bei einem Angriff getroffen. Kurz zuvor waren bei einem Angriff in Bagdad zwei Kämpfer einer einflussreichen pro-iranischen Gruppe getötet worden.

O.Mucciarone--PV

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