Pallade Veneta - Russischer Drohnenangriff auf Kiew am helllichten Tag – Verletzte in weiteren Regionen

Russischer Drohnenangriff auf Kiew am helllichten Tag – Verletzte in weiteren Regionen


Russischer Drohnenangriff auf Kiew am helllichten Tag – Verletzte in weiteren Regionen
Russischer Drohnenangriff auf Kiew am helllichten Tag – Verletzte in weiteren Regionen / Foto: Sergei GAPON - AFP

Bei einem seltenen russischen Angriff am helllichten Tag auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind am Montag mehrere Explosionen zu hören gewesen. Wie AFP-Reporter weiter berichteten, fing die ukrainische Flugabwehr zahlreiche russische Geschosse ab, Rauchwolken stiegen über Kiew auf. Einwohner suchten mitten in der Hauptverkehrszeit am Morgen Schutz. Luftalarm wurde erstmals gegen 08.30 Uhr Ortszeit (07.30 MEZ) ausgelöst.

Textgröße ändern:

Kurz vor Aufhebung des Luftalarms teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko mit, dass Drohnentrümmer in zwei Gegenden "mitten im Zentrum der Hauptstadt" herabgefallen seien. Es lägen keine Angaben über Verletzte vor. Einsatzkräfte seien unterwegs zu den betroffenen Orten. Nach vorläufigen Angaben seien keine Brände ausgelöst worden.

Die ukrainische Luftwaffe schrieb im Onlinedienst Telegram von mehreren Drohnenschwärmen und mindestens einem Marschflugkörper, mit denen die Hauptstadt attackiert worden sei. Nach Angaben aus der Armee nahestehenden Telegram-Gruppen fing die Luftabwehr zwei auf Kiew zufliegende Marschflugkörper ab. Die Luftabwehr hatte zudem vor einem Objekt gewarnt, das mit hoher Geschwindigkeit aus dem an Russland grenzenden Norden des Landes auf Kiew zusteuere.

Auch die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wurde erneut attackiert. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde dabei ein Mensch verletzt, Einrichtungen der Verkehrsinfrastruktur seien beschädigt worden.

In der in Teilen von Russland kontrollierten südukrainischen Region Cherson wurde ein 67-jähriger Mann laut Behördenangaben durch eine russische Drohne in seinem Auto verletzt. In der Region Saporischschja im Südosten wurden ein 18-jähriger Mann sowie eine 48-jährige und eine 81-jährige Frau bei einem russischen Angriff verletzt. Auch Teile der Region Saporischschja werden von russischen Truppen besetzt.

Die russische Hauptstadt Moskau wurde nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin in den vergangenen Tagen ebenfalls von Angriffen getroffen. Die russische Luftabwehr habe etwa 250 ukrainische Drohnen abgeschossen, "während sie sich Moskau näherten".

Die russischen Streitkräfte haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Ziele in der Ukraine verstärkt. Diese richten sich oft gegen Energieanlagen.

Die USA bemühen sich seit Monaten, die Ukraine und Russland zum Abschluss eines Waffenruhe-Abkommens zu bewegen. Eine geplante dritte Runde direkter Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern fand jedoch wegen des Beginns des Iran-Kriegs vorerst nicht statt.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Serbiens Präsident Vucic kündigt vor Anhängern Rücktritt "in ein paar Wochen" an

Bei einer Parteiveranstaltung in Belgrad hat Serbiens Präsident Aleksandar Vucic bekräftigt, in naher Zukunft sein Amt niederlegen zu wollen. "In ein paar Wochen werde ich zurücktreten", sagte Vucic am Samstag in Belgrad. In Serbien gibt es seit mehr als anderthalb Jahren Proteste gegen die Regierung und die im Land herrschende Korruption. Eine der Forderungen der Demonstranten sind vorgezogene Neuwahlen.

Nach Rahmenabkommen mit Libanon: Neue Gefechte zwischen Israel und Hisbollah

Nach der Einigung zwischen Israel und dem Libanon auf ein Rahmenabkommen über eine Friedenslösung sind die Gefechte zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah weitergegangen. Israels Streitkräfte flogen am Wochenende wieder Angriffe im Südlibanon. Ein israelischer Soldat wurde nach Armee-Angaben bei Kämpfen mit der Hisbollah getötet. Die pro-iranische Miliz lehnt das am Freitag unterzeichnete Rahmenabkommen, das ihre Entwaffnung vorsieht, vehement ab.

Neue Angriffe Irans und der USA schüren Furcht vor Kollaps der Friedensbemühungen

Neue Angriffe der USA und des Iran haben die Furcht vor einem Kollaps der Friedensbemühungen für die Golfregion geschürt. Das US-Militär erklärte, es habe in der Nacht zum Sonntag zum zweiten Mal binnen zwei Tagen Ziele im Iran angegriffen. Anschließend wurden die Golfstaaten Kuwait und Bahrain attackiert, die iranischen Revolutionsgarden reklamierten die Angriffe für sich. Derweil wurden aus dem Libanon neue israelische Luftangriffe gemeldet.

Hitzebedingt weniger Teilnehmer - Veranstalter aber sehr zufrieden mit Münchener CSD

Maßgeblich wegen der Hitze haben in diesem Jahr weniger Menschen an der CSD-Demonstration in München teilgenommen. Der Veranstalter zeigte sich am Sonntag dennoch sehr zufrieden. Auch nach Angaben der Polizei verlief alles "friedlich und ohne besondere Störungen". Der Sanitätsidienst der Johanniter betreute 32 Menschen - "Da ging es meist um Hitzefälle", erklärte der CSD-Veranstalter.

Textgröße ändern: