Pallade Veneta - Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve

Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve


Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve
Bundesregierung erwägt Einrichtung von Notfall-Gasreserve / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die Bundesregierung erwägt, eine strategische Gasreserve für den Notfall einzurichten. "Wir diskutieren, eine vom Markt abgetrennte gesicherte Reserve anzulegen", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Dienstag in Berlin. Wie diese ausgestaltet sein könne, werde "zurzeit durch Gutachten ermittelt". Zum Zeitpunkt einer möglichen Einrichtung einer solchen Reserve sagte Reiche, "auf jeden Fall so rechtzeitig wie möglich, dass man den nächsten Winter noch erreichen kann, wenn es darum geht, bestmögliche Sicherheit zu garantieren".

Textgröße ändern:

Reiche kündigte einen "intensiven Dialog" mit der Öffentlichkeit und den potenziellen Betreibern an. Beides müsse sein, sagte Reiche: Ein "marktlich organisiertes Speichergeschäft, aber auch ein Notfallinstrument für exogene Schocks" wie den Iran-Krieg.

Reiche zufolge werden nun zunächst mögliche Modelle für ein solches Notfallinstrument verglichen, damit diese "nicht zu Marktverzerrungen" führt und so vom "normalen Einspeichergeschehen" abhält. Zudem müsse sich "preislich vernünftig organisiert werden", fuhr die Ministerin fort.

Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu knapp 22 Prozent gefüllt. Laut der Gasspeicher-Initiative Ines wird die Befüllung über den Sommer angesichts der seit Beginn des Iran-Kriegs gestiegenen Preise zur Herausforderung. Wegen der Preissteigerungen "fehlen dem Markt derzeit jegliche ökonomischen Anreize zur Einspeicherung von Gas in die Speicher", erklärten die Experten.

Reiche verwies am Dienstag darauf, dass es aber bereits Vorbuchungen für die Gasspeicher aus der Zeit vor Kriegsbeginn gebe, "die uns zunächst (...) ein gutes Fahrgefühl geben".

E.Magrini--PV

Empfohlen

Neue Angriffe Irans und der USA schüren Furcht vor Kollaps der Friedensbemühungen

Neue Angriffe der USA und des Iran haben die Furcht vor einem Kollaps der Friedensbemühungen für die Golfregion geschürt. Das US-Militär erklärte, es habe in der Nacht zum Sonntag zum zweiten Mal binnen zwei Tagen Ziele im Iran angegriffen. Anschließend wurden die Golfstaaten Kuwait und Bahrain attackiert, die iranischen Revolutionsgarden reklamierten die Angriffe für sich. Derweil wurden aus dem Libanon neue israelische Luftangriffe gemeldet.

Hitzebedingt weniger Teilnehmer - Veranstalter aber sehr zufrieden mit Münchener CSD

Maßgeblich wegen der Hitze haben in diesem Jahr weniger Menschen an der CSD-Demonstration in München teilgenommen. Der Veranstalter zeigte sich am Sonntag dennoch sehr zufrieden. Auch nach Angaben der Polizei verlief alles "friedlich und ohne besondere Störungen". Der Sanitätsidienst der Johanniter betreute 32 Menschen - "Da ging es meist um Hitzefälle", erklärte der CSD-Veranstalter.

Dämpfer für Wüst: CDU in NRW verliert in Umfrage - AfD zweitstärkste Kraft

In Nordrhein-Westfalen verliert die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst deutlich an Zustimmung. Nach einer am Sonntag vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) veröffentlichten Umfrage kommt die CDU in der Sonntagsfrage auf nur noch 32 Prozent, nach 35 Prozent im Februar. Erstmals liegt demnach die AfD im bevölkerungsreichsten Bundesland in einer WDR-Umfrage an zweiter Stelle in der politischen Stimmung. Sie kommt genau wie die SPD demnach auf 17 Prozent Zustimmung.

Über 200.000 Menschen bei CSD-Demonstration in München

Über 200.000 Menschen haben am Samstag an der diesjährigen CSD-Demonstration in München teilgenommen. Die Polizei sprach am Sonntag von 30.000 aktiven Teilnehmenden am Umzug sowie rund 200.000 Zuschauern. Damit demonstrierten in diesem Jahr weniger Menschen für die Rechte sexueller Minderheiten als in den Vorjahren, was auch mit der Hitze zu tun haben dürfte.

Textgröße ändern: