Pallade Veneta - Italiens Regierung beschließt per Dekret deutliche Senkung der Spritpreise

Italiens Regierung beschließt per Dekret deutliche Senkung der Spritpreise


Italiens Regierung beschließt per Dekret deutliche Senkung der Spritpreise
Italiens Regierung beschließt per Dekret deutliche Senkung der Spritpreise / Foto: Andreas SOLARO - AFP

Angesichts massiv gestiegener Spritpreise hat die italienische Regierung per Dekret die Steuern auf Benzin und Diesel drastisch gesenkt. Die Preise würden dadurch umgehend "um 25 Cent pro Liter für alle" fallen, erklärte die rechte Regierungschefin Giorgia Meloni am Mittwochabend im Onlinedienst X nach einer Kabinettssitzung. Zusätzlich sollen demnach Speditionen durch Steuergutschriften entlastet werden.

Textgröße ändern:

Verkehrsminister und Vize-Regierungschef Matteo Salvini zufolge sollen die Steuersenkungen "zeitlich begrenzt" sein. "Schon in den kommenden Stunden werden die Italiener weniger bezahlen als Deutsche, Franzosen und Spanier", sagte Salvini im Fernsehsender Rete 4. Durch die Steuergutschriften für Spediteure soll laut Regierungschefin Meloni verhindert werden, dass die gestiegenen Treibstoffpreise auch zu Preisanstiegen bei anderen Verbrauchsgütern führen.

Als dritte Maßnahme sieht das Dekret der Regierung einen "Anti-Spekulations-Mechanismus" vor. Der von Mineralölkonzernen und Tankstellenbetreibern geforderte Preis werde "strikt an die tatsächliche Entwicklung der Rohölpreise auf dem Weltmarkt" gekoppelt, erklärte Meloni. Damit würden "ungerechtfertigte Preiserhöhungen sofort gestoppt" und es werde "sichergestellt, dass Ölkonzerne und Tankstellenbetreiber ihre Preise bei sinkenden Ölpreisen entsprechend senken".

Die Regierung kann in Italien Gesetzesänderungen über sogenannte Gesetzesdekrete beschließen. Diese können binnen weniger Stunden in Kraft treten - müssen im Anschluss aber inenrhalb von 60 Tagen vom Parlament bestätigt werden, um wirksam zu bleiben.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

USA und Iran greifen trotz Waffenruhe erneut an - Golfstaaten unter Beschuss

Die USA und der Iran haben trotz der geltenden Waffenruhe am Wochenende erneut Angriffe gegeneinander geführt. Das US-Militär erklärte, es habe am in der Nacht zum Sonntag zum zweiten Mal binnen zwei Tagen Ziele im Iran angegriffen. Anschließen wurden die Golfstaaten Kuwait und Bahrain attackiert, die iranischen Revolutionsgarden reklamierten die Angriffe für sich. US-Präsident Donald Trump drohte der iranischen Führung mit der Vernichtung der Islamischen Republik, die Revolutionsgarden kündigten ihrerseits eine "vernichtende Antwort" auf jede weitere "Aggression" an.

Mileis Kabinettschef tritt wegen Korruptionsvorwürfen zurück

In Argentinien ist Kabinettschef Manuel Adorni wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten. Der enge Vertraute von Präsident Javier Milei veröffentlichte am Samstag im Onlinedienst X ein Rücktrittsschreiben an Milei, nachdem er zwei Wochen zuvor eingeräumt hatte, in seinen Vermögenserklärungen 500.000 Dollar verschwiegen zu haben.

US-Streitkräfte: "Mehrere Ziele" im Iran angegriffen

Die USA haben in der Nacht zum Sonntag erneut Ziele im Iran angegriffen. Wie das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mitteilte, richteten sich die Attacken gegen "mehrere Ziele" im Land, getroffen worden seien "iranische militärische Überwachungseinrichtungen, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Mittel zur Minenverlegung". Die Angriffe erfolgten demnach als Reaktion auf einen erneuten iranischen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff nahe der Straße von Hormus.

Trotz Hitze: Zehntausende feiern Versammlungsfreiheit bei Pride Parade in Budapest

Bunt, fröhlich und stolz: In Budapest haben zehntausende Menschen der Hitze getrotzt und an der diesjährigen Pride Parade teilgenommen - der ersten seit der Abwahl des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orban. Viele der Teilnehmenden, darunter vor allem junge Menschen, schwenkten am Samstag kleine Fähnchen oder große Regenbogenbanner.

Textgröße ändern: