Pallade Veneta - Zweite Runde der Kommunalwahlen in Frankreich - Paris und andere Großstädte im Fokus

Zweite Runde der Kommunalwahlen in Frankreich - Paris und andere Großstädte im Fokus


Zweite Runde der Kommunalwahlen in Frankreich - Paris und andere Großstädte im Fokus
Zweite Runde der Kommunalwahlen in Frankreich - Paris und andere Großstädte im Fokus / Foto: Christophe ARCHAMBAULT - AFP

In Frankreich hat am Sonntag die zweite Runde der Kommunalwahlen stattgefunden - mit besonderer Spannung erwartet wurde der Ausgang der Rennen um die Bürgermeisterämter in Paris, Marseille und anderen Großstädten. Mit ersten Ergebnissen gerechnet wurde ab 20.00 Uhr. Der Urnengang galt als Stimmungstest für die Präsidentschaftswahl 2027.

Textgröße ändern:

Die zweite Wahlrunde wurde in 1580 Kommunen abgehalten. In den meisten der rund 35.000 französischen Gemeinden war die Entscheidung bereits in der ersten Runde am Sonntag zuvor gefallen.

Bis zur Mittagszeit gaben nach Angaben des Innenministeriums 20,33 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab - das war rund ein Prozentpunkt mehr als zur gleichen Uhrzeit in der ersten Runde. Am Ende des ersten Durchgangs war dann eine Beteiligung von nur rund 57 Prozent, verzeichnet worden - ein historisches Tief.

In der Hauptstadt konkurrierten die konservative Ex-Kulturministerin Rachida Dati und der Sozialist Emmanuel Grégoire um das Amt des Stadtoberhaupts. In den Umfragen vor der zweiten Runde lagen sie dicht beieinander. Grégoire war lange Stellvertreter der bisherigen Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die Paris zur Fahrradstadt umgewandelt hatte.

In Marseille, der zweitgrößten Stadt des Landes, hoffte die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) darauf, künftig den Bürgermeister zu stellen. Die Gewinnchancen des RN-Kandidaten Franck Allisio wurden allerdings durch den taktischen Rückzug des linkspopulistischen Kandidaten geschmälert, der damit die Chancen des sozialistischen Amtsinhabers Benoît Payan steigern wollte.

In der zweiten Runde waren nur noch rund 17 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen, nach rund 49 Millionen im ersten Durchgang. In 1580 Kommunen hatte das Ergebnis der ersten Runde nicht gereicht, um das Stadtoberhaupt zu bestimmen.

F.Amato--PV

Empfohlen

Trotz Hitze: Zehntausende feiern Versammlungsfreiheit bei Pride Parade in Budapest

Bunt, fröhlich und stolz: In Budapest haben zehntausende Menschen der Hitze getrotzt und an der diesjährigen Pride Parade teilgenommen - der ersten seit der Abwahl des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orban. Viele der Teilnehmenden, darunter vor allem junge Menschen, schwenkten am Samstag kleine Fähnchen oder große Regenbogenbanner.

Hisbollah lehnt zwischen Israel und Libanon geschlossene Vereinbarung vehement ab

Das zwischen Israel und dem Libanon erzielte Rahmenabkommen über einen Weg zum dauerhaften Frieden ist von der Hisbollah vehement zurückgewiesen worden. Hisbollah–Chef Naim Kassem bezeichnete die Vereinbarung am Samstag als "schweren Fehler". In der Nacht zuvor hatten Anhänger der pro-iranischen Miliz in Beirut gegen das Rahmenabkommen protestiert, das unter anderem die Entwaffnung der Hisbollah vorsieht. Israels Armee flog am Samstag einen erneuten Angriff im Südlibanon.

Früherer EU-Parlamentarier Chatzimarkakis führt saarländische FDP in Landtagswahl

Die saarländische FDP hat den früheren EU-Parlamentarier Jorgo Chatzimarkakis zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden April gewählt. Der 60-Jährige erhielt auf einem Landesparteitag am Samstag in Saarbrücken die dafür nötigen Stimmen, wie ein Parteisprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es sei überraschend zu einer Kampfkandidatur gekommen, erst im zweiten Wahlgang erreichte Chatzimarkakis demnach mit 54 Prozent die nötige Mehrheit. Im Saarland wird am 18. April 2027 ein neuer Landtag gewählt.

Trotz Waffenruhe: Iran und USA greifen einander erneut an

Trotz der geltenden Waffenruhe haben sich die USA und der Iran erneut gegenseitig angegriffen. Das US-Militär erklärte, es habe als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein Frachtschiff iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste attackiert. Der Iran beschoss daraufhin nach eigenen Angaben vom Samstag US-Einrichtungen in der Golfregion. Teheran warf Washington einen "eklatanten Verstoß" gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges vor.

Textgröße ändern: