Pallade Veneta - Kommunalwahl in Frankreich: RN erobert 30 Städte, aber nicht Toulon

Kommunalwahl in Frankreich: RN erobert 30 Städte, aber nicht Toulon


Kommunalwahl in Frankreich: RN erobert 30 Städte, aber nicht Toulon
Kommunalwahl in Frankreich: RN erobert 30 Städte, aber nicht Toulon / Foto: Miguel MEDINA - AFP

Die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) ist in der zweiten Runde der französischen Kommunalwahl in der südfranzösischen Hafenstadt Toulon gescheitert, hat nach eigenen Angaben aber etwa 30 Städte erobert. In der südfranzösischen Stadt Nizza setzte sich der mit dem RN verbündete Kandidat Eric Ciotti durch.

Textgröße ändern:

In Toulon gewann die konservative Amtsinhaberin Josée Massi. Die RN-Kandidatin Laure Lavalette, die in den Umfragen lange vorne gelegen hatte, konnte sich nicht durchsetzen. Toulon galt während des Wahlkampfs als möglicherweise größte Stadt, in der der RN die nächste Bürgermeisterin stellen könnte.

Der RN-Abgeordnete Laurent Jacobelli bedauerte das Scheitern seiner Partei in Toulon, sprach aber von rund 30 Städten, in denen der RN sich durchgesetzt habe. Dazu zählten etwa die südfranzösischen Orte Orange, Carcassonne und Carpentras sowie der nordfranzösische Ort Liévin.

In Nîmes, wo der RN sich ebenfalls Chancen ausgerechnet hatte, setzte sich der Kandidat der kommunistischen Partei durch.

Die Ergebnisse der Großstädte werden erst später erwartet, da die Wahlbüros dort noch bis 20.00 Uhr geöffnet waren. Ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl gilt die Kommunalwahl als wichtiger Stimmungstest - auch wenn die Ergebnisse häufig sehr mit den lokalen Gegebenheiten zu tun haben und viele parteilose Kandidatinnen und Kandidaten antreten.

In etwa 1600 von 35.000 Kommunen gab es eine zweite Runde, weil in der ersten Runde vor einer Woche kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hatte. Bis zum späten Nachmittag gaben nach Angaben des Innenministeriums gut 48 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab - damit war die Wahlbeteiligung etwa gleich hoch wie zum selben Zeitpunkt in der ersten Runde.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Wahlfiasko für Merz: Wähler strafen CDU ab - Kanzler hält an Reformen fest

Historisches Wahlfiasko für die CDU, harter Denkzettel für die Bundes-SPD: Die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung am Sonntag in beispielloser Weise abgestraft. Im Nordosten fuhr die CDU das schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte bei einer Landeswahl ein. In Berlin verlor sie klar gegen die Linke. Merz kündigte trotz des Wahldebakels ein Festhalten am Reformkurs der Bundesregierung an: "Die Reformen müssen kommen."

Historischer Sieg der Linken in Berlin - Eralp will Regierung bilden

In Berlin hat die Linkspartei erstmals die Wahl zum Abgeordnetenhaus gewonnen und strebt nun die Bildung einer Landesregierung zusammen mit Grünen und SPD an. "In unserer Stadt hat die Liebe und die Gerechtigkeit über den Hass gewonnen", sagte Spitzenkandidatin Elif Eralp am Sonntag auf der Wahlparty ihrer Partei. Die bisher regierende CDU landete auf dem zweiten Platz, Spitzenkandidat Stefan Evers zeigte sich "demütig".

Nach Drohnenattacken am Wahltag: Russland kündigt verstärkte Angriffe auf Kiew an

Nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Moskau am letzten Tag der russischen Parlamentswahl hat Russland verstärkte Angriffe auf Kiew angekündigt. In Reaktion auf "die Attacken des Kiewer Regimes auf zivile Ziele in Russland" werde die russische Armee ihre "hochpräzisen Angriffe auf militärische Ziele in Kiew fortsetzen und intensivieren", erklärte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag. Das Ministerium warf der ukrainischen Regierung vor zu versuchen, "den demokratischen Ausdruck des Willens der russischen Bürger zu stören".

AfD in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor SPD - CDU muss um Einzug zittern

Enges Rennen um den Schweriner Landtag: Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm laut Hochrechnungen knapp vor der regierenden SPD ins Ziel gegangen. Den Hochrechnungen für ARD und ZDF zufolge kam die AfD auf 37,3 bis 37,9 Prozent, gefolgt von der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 35,5 bis 36,0 Prozent. Holm sieht den Regierungsauftrag bei seiner Partei, Schwesig sprach von einer "Aufholjagd". Die CDU kratzte an der Fünfprozenthürde.

Textgröße ändern: