Pallade Veneta - Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung

Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung


Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung
Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Angesichts der Raketenangriffen des Iran auf Ziele im Nahen Osten und darüber hinaus hat EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius massive Investitionen in der Luftverteidigung der europäischen Staaten gefordert. "Wir müssen unsere Produktion zur Raketenabwehr massiv hochfahren", sagte Kubilius der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe). Er sorge sich als Konsequenz des Iran-Krieges um die europäische Luftverteidigung, dies gelte insbesondere auch für die Ukraine, fügte der frühere litauische Ministerpräsident hinzu. "Wir reden von den Patriot-Systemen, die die Ukrainer dringend brauchen, die gerade aber am Golf sehr gefragt sind", sagte er.

Textgröße ändern:

"Es wird dauern, bis die entstandene Lücke geschlossen ist", erklärte er. "Deshalb müssen wir über europäische Raketenabwehr-Systeme nachdenken", betonte Kubilius. Hier könne die europäische Verteidigungsindustrie mit der Ukraine zusammenarbeiten. Kiew suche nach Partnern in Europa. "Sie sind sehr schnell und innovativ in der Entwicklung geworden", fügte Kubilius hinzu.

Europa müsse auch bei der möglichen Bedrohung durch Russland vom Beispiel Ukraine lernen, sagte der EU-Kommissar. "Sollten wir 2029 oder 2030 eine russische Aggression erleben, treffen wir auf eine kampferprobte Armee, die stärker ist als 2022 und in der Lage ist, Millionen von Drohnen einzusetzen", warnte Kubilius. Hier habe die Ukraine anders als die europäischen Staaten Kriegserfahrungen, sowohl industriell als auch auf dem Schlachtfeld. Der EU-Kommissar forderte die Mitgliedsstaaten auf, rasch die Milliardenhilfe für die Ukraine freizugeben: "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es für Europa viel teurer wird, wenn die Ukraine sich nicht gegen Russland behauptet", mahnte der litauische Konservative.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Trotz Hitze: Zehntausende feiern Versammlungsfreiheit bei Pride Parade in Budapest

Bunt, fröhlich und stolz: In Budapest haben zehntausende Menschen der Hitze getrotzt und an der diesjährigen Pride Parade teilgenommen - der ersten seit der Abwahl des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orban. Viele der Teilnehmenden, darunter vor allem junge Menschen, schwenkten am Samstag kleine Fähnchen oder große Regenbogenbanner.

Hisbollah lehnt zwischen Israel und Libanon geschlossene Vereinbarung vehement ab

Das zwischen Israel und dem Libanon erzielte Rahmenabkommen über einen Weg zum dauerhaften Frieden ist von der Hisbollah vehement zurückgewiesen worden. Hisbollah–Chef Naim Kassem bezeichnete die Vereinbarung am Samstag als "schweren Fehler". In der Nacht zuvor hatten Anhänger der pro-iranischen Miliz in Beirut gegen das Rahmenabkommen protestiert, das unter anderem die Entwaffnung der Hisbollah vorsieht. Israels Armee flog am Samstag einen erneuten Angriff im Südlibanon.

Früherer EU-Parlamentarier Chatzimarkakis führt saarländische FDP in Landtagswahl

Die saarländische FDP hat den früheren EU-Parlamentarier Jorgo Chatzimarkakis zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden April gewählt. Der 60-Jährige erhielt auf einem Landesparteitag am Samstag in Saarbrücken die dafür nötigen Stimmen, wie ein Parteisprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es sei überraschend zu einer Kampfkandidatur gekommen, erst im zweiten Wahlgang erreichte Chatzimarkakis demnach mit 54 Prozent die nötige Mehrheit. Im Saarland wird am 18. April 2027 ein neuer Landtag gewählt.

Trotz Waffenruhe: Iran und USA greifen einander erneut an

Trotz der geltenden Waffenruhe haben sich die USA und der Iran erneut gegenseitig angegriffen. Das US-Militär erklärte, es habe als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein Frachtschiff iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste attackiert. Der Iran beschoss daraufhin nach eigenen Angaben vom Samstag US-Einrichtungen in der Golfregion. Teheran warf Washington einen "eklatanten Verstoß" gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges vor.

Textgröße ändern: