Pallade Veneta - Israelische Armee greift Ziele im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut an

Israelische Armee greift Ziele im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut an


Israelische Armee greift Ziele im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut an
Israelische Armee greift Ziele im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut an / Foto: ibrahim AMRO - AFP

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe visierten Infrastruktur der pro-iranischen Hisbollah-Miliz an, erklärte die israelische Armee in der Nacht zum Dienstag. Zuvor hatte die Armee die Bewohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung aufgerufen.

Textgröße ändern:

Live-Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauchwolken über den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe von Angriffen in dem Gebiet. In und um Beirut seien niedrig fliegende israelische Kampfflugzeuge zu hören gewesen. NNA meldete außerdem weitere israelische Angriffe im Südlibanon.

Die israelische Armee richtete zudem einen Evakuierungsaufruf an die Bewohner von zwei Küstenstädten nahe der südlibanesischen Stadt Tyrus.

Zuvor hatte ein israelischer Angriff das vornehme und überwiegend von Christen bewohnte Gebiet Hasmieh nahe Beirut getroffen. Der israelischen Armee zufolge galt der Angriff einem "Terroristen" des Auslandsarmes der iranischen Revolutionsgarden. Dabei wurde nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch getötet.

Bei einem Einsatz zur Ortung von Waffen im Südlibanon nahm die israelische Armee nach eigenen Angaben außerdem mehrere Hisbollah-Mitglieder fest. Die israelischen Truppen hätten "mehrere bewaffnete Terroristen" der Miliz identifiziert. Sie seien von den israelischen Streitkräften festgenommen und "zur weiteren Vernehmung auf israelisches Gebiet gebracht" worden, erklärte die Armee. Die Armee teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, zwei Hisbollah-Mitglieder seien gefangen genommen worden.

Die Hisbollah meldete ihrerseits mehr als 50 Angriffe auf israelische Truppen und Stützpunkte in Nordisrael und im Südlibanon, insbesondere in der Küstenstadt Nakura an der Grenze zwischen beiden Ländern. Die UN-Friedensmission im Libanon Unifil teilte mit, ihr Hauptquartier in Nakura sei von einem Geschoss getroffen worden. Dieses sei vermutlich von einem "nichtstaatlichen Akteur" abgefeuert worden.

Im Zuge des Iran-Krieges ist der militärische Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Die Hisbollah feuert immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt immer wieder Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte am Montag eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Libanon an.

Offiziell gilt seit November 2024 zwischen Israel und der Hisbollah eine Waffenruhe. Israel wirft der Miliz jedoch vor, sich wieder zu bewaffnen, und macht die von der libanesischen Regierung zugesagte vollständige Entwaffnung der Miliz zur Bedingung für ein Ende seiner Angriffe im Süden des Libanon.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Wahlfiasko für Merz: Wähler strafen CDU ab - Kanzler hält an Reformen fest

Historisches Wahlfiasko für die CDU, harter Denkzettel für die Bundes-SPD: Die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung am Sonntag in beispielloser Weise abgestraft. Im Nordosten fuhr die CDU das schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte bei einer Landeswahl ein. In Berlin verlor sie klar gegen die Linke. Merz kündigte trotz des Wahldebakels ein Festhalten am Reformkurs der Bundesregierung an: "Die Reformen müssen kommen."

Historischer Sieg der Linken in Berlin - Eralp will Regierung bilden

In Berlin hat die Linkspartei erstmals die Wahl zum Abgeordnetenhaus gewonnen und strebt nun die Bildung einer Landesregierung zusammen mit Grünen und SPD an. "In unserer Stadt hat die Liebe und die Gerechtigkeit über den Hass gewonnen", sagte Spitzenkandidatin Elif Eralp am Sonntag auf der Wahlparty ihrer Partei. Die bisher regierende CDU landete auf dem zweiten Platz, Spitzenkandidat Stefan Evers zeigte sich "demütig".

Nach Drohnenattacken am Wahltag: Russland kündigt verstärkte Angriffe auf Kiew an

Nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Moskau am letzten Tag der russischen Parlamentswahl hat Russland verstärkte Angriffe auf Kiew angekündigt. In Reaktion auf "die Attacken des Kiewer Regimes auf zivile Ziele in Russland" werde die russische Armee ihre "hochpräzisen Angriffe auf militärische Ziele in Kiew fortsetzen und intensivieren", erklärte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag. Das Ministerium warf der ukrainischen Regierung vor zu versuchen, "den demokratischen Ausdruck des Willens der russischen Bürger zu stören".

AfD in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor SPD - CDU muss um Einzug zittern

Enges Rennen um den Schweriner Landtag: Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm laut Hochrechnungen knapp vor der regierenden SPD ins Ziel gegangen. Den Hochrechnungen für ARD und ZDF zufolge kam die AfD auf 37,3 bis 37,9 Prozent, gefolgt von der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 35,5 bis 36,0 Prozent. Holm sieht den Regierungsauftrag bei seiner Partei, Schwesig sprach von einer "Aufholjagd". Die CDU kratzte an der Fünfprozenthürde.

Textgröße ändern: