Pallade Veneta - Chile entzieht Bachelet Unterstützung für Kandidatur als UN-Generalsekretärin

Chile entzieht Bachelet Unterstützung für Kandidatur als UN-Generalsekretärin


Chile entzieht Bachelet Unterstützung für Kandidatur als UN-Generalsekretärin
Chile entzieht Bachelet Unterstützung für Kandidatur als UN-Generalsekretärin / Foto: Raul BRAVO, Galo Paguay - AFP/Archiv

Chiles neuer ultrarechter Präsident José Antonio Kast hat der früheren Staatschefin Michelle Bachelet die Unterstützung für ihre Kandidatur für das Amt der UN-Generalsekretärin entzogen. Das erklärte das chilenische Außenministerium am Dienstag. Sollte Bachelet ihre Kandidatur aufrecht erhalten, werde die Regierung jedoch keinen anderen Kandidaten unterstützen.

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Kasts linksgerichteter Vorgänger Gabriel Boric hatte Bachelet die Unterstützung ausgesprochen, die als erste Frau an die Spitze der UNO gelangen möchte. Das Vorhaben wurde auch von den linksregierten Ländern Brasilien und Mexiko unterstützt.

Bachelet selbst hatte im Dezember gesagt, die Welt sei bereit für die erste Frau an der Spitze der Vereinten Nationen. Die Sozialistin war zweimal Präsidentin von Chile - von 2006 bis 2010 und von 2014 bis 2018.

In den 80 Jahren seit der Gründung der UNO hat noch nie eine Frau die Vereinten Nationen geleitet. Auch war nur ein einziger Vertreter Lateinamerikas jemals UN-Generalsekretär: Der peruanische Diplomat Javier Pérez de Cuéllar hatte den Posten von 1982 bis 1991 inne.

Gemäß einer nicht immer beachteten Regel wechselt das Generalsekretariat turnusmäßig zwischen den großen Regionen der Welt. Als nächstes ist demnach Lateinamerika an der Reihe. Zudem wurden vermehrt Forderungen laut, dass eine Frau die UNO leiten solle.

Die zweite Amtszeit von UN-Generalsekretär António Guterres läuft Ende 2026 aus. Neben Bachelet kandidieren unter anderem auch die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan und der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), der Argentinier Rafael Grossi.

O.Pileggi--PV

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