Pallade Veneta - Dröge kritisiert neues Klimaschutzprogramm als "dreiste Täuschung"

Dröge kritisiert neues Klimaschutzprogramm als "dreiste Täuschung"


Dröge kritisiert neues Klimaschutzprogramm als "dreiste Täuschung"
Dröge kritisiert neues Klimaschutzprogramm als "dreiste Täuschung" / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Grünen haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung als unzureichend und uneffektiv kritisiert. "Dieses Klimaschutzprogramm ist eine dreiste Täuschung", erklärte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge am Mittwoch in Berlin. "Der Umweltminister darf ein paar zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen verkünden, während die Wirtschaftsministerin jeden Tag daran arbeitet, den Klimaschutz kaputt zu machen", kritisierte sie. "Während Schneider vorne noch die Fassade grün anmalt, zündet Reiche hinten das Haus an."

Textgröße ändern:

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) tue "mit Netzpaket, Gebäude- und Erneuerbare-Energien-Gesetz weiterhin alles, um den Ausbau der Erneuerbaren und die Wärmepumpe auszubremsen", kritisierte Dröge. Es sei "gegenüber der Öffentlichkeit unehrlich, wenn auf der einen Seite zusätzliche Windausschreibungen verkündet werden, und parallel das Netzpaket Windstandorte torpediert und Unternehmen gefährdet".

Dröge kritisierte es als "Farce", wenn Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) über Klimaschutz rede, und Wirtschaftsministerin Reiche beim Heizen wieder auf Öl- und Gasheizungen setze - "und damit die Menschen in die fossile Kostenfalle treibt".

Die Bundesregierung hätte in Zeiten hoher Energiepreise ein Programm vorlegen können, das die Menschen entlastet und gleichzeitig die Klimaziele erreicht, erklärte Reiche. "Sie hat sich dagegen fürs Schönrechnen, Abhängigkeit von Öl und Gas sowie für eine Politik der fossilen Kostenfallen entschieden."

Das Bundeskabinett hatte am Mittwochvormittag das neue Klimaschutzprogramm beschlossen. Die Regierung war gesetzlich verpflichtet, bis zum 25. März ein solches Klimaschutzprogramm vorzulegen, das plausible Maßnahmen für ein Erreichen der Klimaziele enthält - und zwar verbindlich für alle Sektoren. Dazu mussten betroffene Ressorts beim Umweltministerium von Carsten Schneider jeweils Vorschläge einreichen.

Nach dem Regierungsbeschluss wird das Maßnahmenpaket durch den unabhängigen Expertenrat für Klimafragen überprüft. Sollte es den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechen, wären zudem Klagen vor Gericht möglich und wohl auch zu erwarten.

Deutschland hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 zu senken. Bis 2040 muss eine Reduzierung um mindestens 88 Prozent erreicht sein, bis 2045 dann Treibhausgasneutralität. Dies ist auch im Klimaschutzgesetz festgeschrieben. Zudem gibt es EU-Vorgaben, die ebenfalls konkrete Emissionssenkungen vorgeben.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Betrug mit Kryptowährung: Verfahren gegen Argentiniens Staatschef Milei eingestellt

In Argentinien ist das Strafverfahren gegen Präsident Javier Milei und seine Schwester im Zusammenhang mit einem groß angelegten Kryptowährungsbetrug eingestellt worden. "Die gemeldeten Ereignisse stellen keine Straftat dar", entschied der Richter Marcelo Martínez de Giorgi in einem Urteil, das von der Nachrichtenagentur AFP am Freitag eingesehen wurde.

CDU-Außenpolitiker: "Trump steht aktuell auf der Seite Russlands"

US-Präsident Donald Trump hat sich im Ukraine-Krieg nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen auf die Seite des russischen Staatschefs Wladimir Putin gestellt. Trump wolle "den Konflikt mit einem Deal beenden, für den er zu weitgehenden Konzessionen bereit ist", sagte der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe).

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Textgröße ändern: