Pallade Veneta - Verteidigungsausgaben: Sieben Nato-Staaten bei mehr als drei Prozent des BIP

Verteidigungsausgaben: Sieben Nato-Staaten bei mehr als drei Prozent des BIP


Verteidigungsausgaben: Sieben Nato-Staaten bei mehr als drei Prozent des BIP
Verteidigungsausgaben: Sieben Nato-Staaten bei mehr als drei Prozent des BIP / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der weltweit angespannten Sicherheitslage haben die Nato-Mitglieder ihre Verteidigungsausgaben weiter gesteigert. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht des Verteidigungsbündnisses für 2025 hervorgeht, gaben im vergangenen Jahr sieben Nato-Länder mehr als drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aus. Drei Länder erreichten den Schätzungen zufolge sogar schon das für 2035 anvisierte Ziel von 3,5 Prozent Verteidigungsausgaben.

Textgröße ändern:

Auf diese Prozentzahl hatten sich die 32 Mitgliedstaaten beim Nato-Gipfel in Den Haag im vergangenen Jahr geeinigt. Zusätzlich sollen die Nato-Länder 1,5 Prozent ihres BIP für verteidigungsrelevante Ausgaben wie Infrastruktur oder Cybersicherheit ausgeben.

Die meisten europäischen Länder haben seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 ihre Verteidigungsausgaben deutlich hochgefahren. Auf Druck von US-Präsident Donald Trump wurde dann in Den Haag das ambitionierte Fünf-Prozent-Ziel festgelegt. Den Schätzungen des Berichts zufolge gab Deutschland im vergangenen Jahr 2,39 Prozent seines BIP für Verteidigung aus.

Die im Verhältnis zum BIP höchsten Verteidigungsausgaben hatte dem Bericht zufolge Polen mit 4,3 Prozent, Litauen mit vier Prozent und Lettland (3,74 Prozent). Insgesamt stiegen die Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Mitglieder und Kanadas erneut um mehr als 19 Prozent, wie es weiter in dem Bericht hieß. Die Verteidigungsausgaben der USA entsprachen demnach im vergangenen Jahr 3,19 Prozent des BIP.

In absoluten Zahlen gerechnet gaben die 32 Nato-Länder 2025 den Angaben zufolge 1,63 Billionen Dollar (rund 1,41 Billionen Euro) für Verteidigung aus.

Der Bericht bestätigte zudem die Ankündigung von Nato-Generalsekretär Mark Rutte aus dem Juni, wonach alles Nato-Länder 2025 bei den Verteidigungsausgaben das Zwei-Prozent-Ziel erreichen würden. Beim Gipfel in Wales 2014 hatten sich die Mitgliedstaaten darauf geeinigt, innerhalb von zehn Jahren ihre Verteidigungsausgaben auf mindestens zwei Prozent des jeweiligen BIP zu erhöhen. Bis Ende 2024 hatten laut dem letzten Jahresbericht der Nato nur 22 von 32 Staaten dieses Ziel erreicht. Laut den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen geben nun alle Nato-Staaten mindestens zwei Prozent ihres BIP für Verteidigung aus.

In ihrem Bericht verweist die Nato auch wiederholt auf die 1,5 Prozent verteidigungsrelevanten Ausgaben, zu denen die Länder sich in Den Haag verpflichtet haben. Länderspezifische Zahlen dazu veröffentlichte das Bündnis allerdings nicht.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Trump stellt neuen US-Reisepass mit Bild von sich selbst vor

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen, limitierten US-Reisepass zum 250. Gründungstag der USA vorgestellt, der ein Bild von ihm enthält. "Der neue Reisepass der USA, auf dem steht: 'Willkommen, aber benehmt euch!", erklärte Trump am Freitag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social, auf dem er ein Foto des Passes veröffentlichte.

Israel und Libanon vereinbaren Weg zum Frieden - Hisbollah-Anhänger protestieren

Israel, der Libanon und die USA haben in Washington ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg zu einem israelisch-libanesischen Friedensabkommen ebnen soll. Laut dem in der Nacht zum Samstag vom US-Außenministerium veröffentlichten Text wollen Israel und der Libanon ihren seit Jahrzehnten andauernden Konflikt endgültig beenden und formal jeden Kriegszustand zwischen ihnen beenden. Anhänger der pro-iranischen Hisbollah protestierten anschließend in Beirut gegen das Abkommen.

Iran und USA greifen einander trotz Waffenruhe erneut an

Nach US-Angriffen auf Ziele im Iran hat Teheran Gegenschläge gegen US-Einrichtungen in der Golfregion gemeldet. Das iranische Staatsfernsehen berichtete in der Nacht zum Samstag, die Revolutionsgarden hätten als Reaktion auf die US-Angriffe US-Einrichtungen in der Golfregion angegriffen. Das US-Militär hatte zuvor laut dem zuständigen Regionalkommando Centcom Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste ins Visier genommen. US-Vizepräsident JD Vance warnte vor weiterer "Gewalt".

Hunderttausende Menschen zu CSD-Demonstration in München erwartet

In München werden am Samstag (12.00 Uhr) hunderttausende Menschen zur diesjährigen CSD-Demonstration erwartet. Die Demonstration für die Rechte sexueller Minderheiten zieht von der Erhardtstraße an der Isar zur Ludwigstraße zwischen Odeonsplatz und Siegestor. Flankiert wird sie bis Sonntag von Partys und anderen Veranstaltungen, etwa einem Straßenfest.

Textgröße ändern: