Pallade Veneta - CDU-Außenpolitiker Hardt: Syriens Wiederaufbau "in deutschem Interesse"

CDU-Außenpolitiker Hardt: Syriens Wiederaufbau "in deutschem Interesse"


CDU-Außenpolitiker Hardt: Syriens Wiederaufbau "in deutschem Interesse"
CDU-Außenpolitiker Hardt: Syriens Wiederaufbau "in deutschem Interesse" / Foto: Rami al SAYED - AFP

Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt sieht beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin die Unterstützung beim Wiederaufbau des langjährigen Bürgerkriegslandes im Fokus. "Die Lage in der Region und die Frage der Rückkehr von Syrerinnen und Syrern in ihr Heimatland sind unmittelbar in deutschem Interesse", sagte Hardt am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. "Deutschland will Syriens verlässlicher Partner beim Wiederaufbau sein."

Textgröße ändern:

Damit würden sich "für Syrerinnen und Syrer in Europa und für deutsche Unternehmen neue Chancen eröffnen", betonte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auch al-Scharaa scheine "an einer engeren Partnerschaft" mit Deutschland gelegen.

"Natürlich interessiert die Bundesregierung al-Scharaas Plan, wie der Frieden mit den Kurden seines Landes weiter ausgestaltet wird", sagte Hardt. "Dazu braucht es glaubwürdige Schritte in Damaskus, die Menschenrechte und kulturelle Vielfalt respektieren. Ohne echte Mitbestimmung der unterschiedlichen ethnischen Gruppen und der Frauen wird al-Scharaa seine Ziele nie erreichen können. Wenn al-Scharaa in diese Richtung geht, verdient er Unterstützung."

Al-Scharaa wird am Montag in Berlin empfangen. Er trifft dort zunächst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dann Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der Übergangspräsident war bereits im Januar in Deutschland erwartet worden, der Besuch wurde aber kurzfristig von der syrischen Seite verschoben.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Hunderttausende Menschen zu CSD-Demonstration in München erwartet

In München werden am Samstag (12.00 Uhr) hunderttausende Menschen zur diesjährigen CSD-Demonstration erwartet. Die Demonstration für die Rechte sexueller Minderheiten zieht von der Erhardtstraße an der Isar zur Ludwigstraße zwischen Odeonsplatz und Siegestor. Flankiert wird sie bis Sonntag von Partys und anderen Veranstaltungen, etwa einem Straßenfest.

Burkina Faso bricht Beziehungen zu Frankreich ab - Paris beklagt "feindseligen" Schritt

Nach Jahren angespannter Beziehungen hat Burkina Faso die diplomatischen Beziehungen zur früheren Kolonialmacht Frankreich abgebrochen. Die Entscheidung trete noch am Freitag in Kraft, hieß es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung der Militärjunta. Darin warf die Junta Frankreich "unablässigen Aktivismus" gegen die Interessen Burkina Fasos und "neokoloniale Ambitionen" vor, die sich in der "aktiven Unterstützung für subversive Netzwerke und die Terroristen" zeigten, "die unser Land und die Sahelzone in Trauer stürzen".

Hisbollah-Anhänger protestieren in Beirut gegen Libanon-Israel-Abkommen

Anhänger der Hisbollah haben in Beirut gegen das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon protestiert. Unterstützer der vom Iran unterstützten Miliz seien am späten Freitagabend auf Motorrädern durch Straßen der libanesischen Hauptstadt gefahren, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Der Protest richtete sich demnach gegen das in Washington verkündete Abkommen.

USA greifen Ziele im Iran als Vergeltung für Angriff auf Frachter an

Nach einem Angriff auf ein Frachtschiff haben die USA nach Armeeangaben als Vergeltung Ziele im Iran angegriffen. Bei den Angriffen am Freitag seien iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste ins Visier genommen worden, teilte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Es handele sich um eine "kraftvolle Antwort auf den gestrigen Angriff auf ein Handelsschiff, das die Straße von Hormus durchquerte", erklärte Centcom weiter. Diese "unbegründete Aggression" sei "eindeutig" ein Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.

Textgröße ändern: