Pallade Veneta - Massive russische Luftangriffe auf Ukraine am hellichten Tage - mindestens zehn Tote

Massive russische Luftangriffe auf Ukraine am hellichten Tage - mindestens zehn Tote


Massive russische Luftangriffe auf Ukraine am hellichten Tage - mindestens zehn Tote
Massive russische Luftangriffe auf Ukraine am hellichten Tage - mindestens zehn Tote / Foto: SERGEY BOBOK - AFP

Russland hat die Ukraine am Freitag am helllichten Tage mit massiven Luftangriffen überzogen und dabei mindestens zehn Menschen getötet. Moskau habe die Ukraine mit "fast 500 Drohnen und Marschflugkörper angegriffen", schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha am Freitag im Onlinedienst X. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj prangerte eine "Eskalation" durch Russland zu Ostern an. In verschiedenen Regionen der Ukraine wurden den Behörden zufolge mindestens zehn Menschen getötet und weitere verletzt.

Textgröße ändern:

"Genau in dem Moment unseres Gesprächs haben die Russen die Ukraine erneut angegriffen", erklärte Selenskyj in Onlinediensten nach einem Telefonat mit Papst Leo XIV. anlässlich des Karfreitags. "Keine einzige Stunde Frieden für unser Volk, und das ist Russlands Antwort auf unseren Vorschlag für einen Oster-Waffenstillstand."

Der ukrainische Präsident hatte zuvor erklärt, Kiew sei bereit für eine Feuerpause über die Osterfeiertage. Der Kreml teilte jedoch mit, er habe keinen derartigen Vorschlag erhalten. In diesem Jahr wird das christlich-orthodoxe Osterfest in Russland und der Ukraine am 12. April gefeiert.

"Das terroristische Russland schlägt bewusst am helllichten Tag zu - um möglichst viele zivile Opfer zu treffen und möglichst großen Schaden anzurichten", erklärte Außenminister Sybiha. Moskau reagiere "mit brutalen Angriffen" auf die Vorschläge der Ukraine für eine Waffenruhe über Ostern, schrieb er weiter.

Die Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung seien "erneut einem massiven Raketen- und Drohnenangriff des Feindes ausgesetzt", teilte auch der Gouverneur der Region, Mykola Kalaschnyk, mit. Bei den Angriffen habe es ein Todesopfer gegeben, mindestens acht weitere Menschen seien verletzt worden. Bei einem Angriff auf eine Tierarztklinik seien zudem rund 20 Tiere getötet worden, fügte Kalaschnyk hinzu.

Bei Angriffen auf die nordukrainische Region Sumy wurden örtlichen Behörden zufolge zudem drei Menschen getötet. In der nordwestlichen Region Schytomyr sei ein weiterer Mensch getötet worden. Bei Angriffen entlang der Frontlinie in den östlichen Regionen Charkiw, Donezk und Cherson seien insgesamt fünf Menschen getötet worden.

Der ukrainische Netzbetreiber Ukrenergo teilte indes mit, dass "aufgrund des massiven Raketen- und Drohnenangriffs landesweit Notabschaltungen vorgenommen wurden".

Die Ukraine wirft Russland vor, nicht ernsthaft an Frieden interessiert zu sein. Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen den beiden Kriegsparteien sind ins Stocken geraten, da die USA mit dem Iran-Krieg beschäftigt sind.

Selenskyj sagte in am Freitag veröffentlichten Interview-Äußerungen, er habe eine US-Delegation in die Ukraine eingeladen, um die Gespräche mit Russland wieder in Gang zu bringen. Die US-Vertreter könnten erst nach Kiew kommen und dann nach Moskau reisen. "Wenn es zu dritt nicht funktioniert, dann lasst es uns so machen", sagte Selenskyj.

Selenskyj schlug zudem vor, die Ukraine könne dabei helfen, die im Zuge des Iran-Krieges gesperrte Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen. Auf welche Weise die Ukraine dazu beitragen könne, erklärte der ukrainische Präsident nicht. Er verwies jedoch auf Kiews Erfahrung bei der Wiedereröffnung der Durchfahrt durch das Schwarze Meer, die Russland zu Beginn des russischen Angriffskrieges blockiert hatte.

Russland hat zuletzt seine Drohnenangriffe auf die Ukraine verstärkt. Laut einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Zahlen der ukrainischen Luftwaffe wurde die Ukraine im März von mehr Drohnen angegriffen als in jedem anderen Monat seit Beginn des Krieges im Februar 2022

P.Colombo--PV

Empfohlen

Kehrtwende im US-Senat: Trumps Befugnisse im Iran-Krieg werden nicht weiter eingeschränkt

Kehrtwende im US-Senat: Nachdem die Kongress-Kammer erst am Dienstag mehrheitlich für die Beschränkung der Befugnisse des US-Präsidenten im Iran-Krieg gestimmt hatte, stellte sie sich tags drauf in einem neuen Votum wieder hinter Donald Trump. Eine Resolution, die Trumps Vorgehen weiter einschränken sollte, wurde am Mittwoch mit 50 zu 47 Stimmen zurückgewiesen. Kurz zuvor war es US-Medienberichten zufolge bei einem gemeinsamen Essen von Trump und republikanischen Parlamentariern zu einem heftigen Meinungsaustausch gekommen.

Foto mit erhobenem Arm: Rücktrittsforderungen an Sachsen-Anhalts AfD-Chef Reichardt

Wegen eines Fotos mit erhobenem Arm sind gegen Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Martin Reichardt Rücktrittsforderungen erhoben worden. "Ausschluss, Rücktritt, klare Kante", erklärte CDU-Landeschef und Ministerpräsident Sven Schulze am Mittwochabend in Magdeburg. "Ein Hitlergruß ist ein Bekenntnis, kein Ausrutscher - wer so etwas zeigt, hat in einem Parlament nichts verloren." Scharfe Kritik kam auch von Grünen und Linken, die AfD bestritt einen Hitlergruß.

Presse: Polizei rechnet mit bis zu 50.000 Demonstrierenden bei AfD-Parteitag

Die Sicherheitsbehörden bereiten sich beim AfD-Bundesparteitag Anfang Juli in Erfurt auf einen Großeinsatz mit tausenden Demonstrierenden vor. Wie am Donnerstag die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf interne Polizeidokumente berichtete, erwarten die Behörden mindestens 35.000 bis 50.000 Gegendemonstrierende. Zudem geht die Polizei demnach intern von bis zu 2500 gewaltbereiten oder gewaltsuchenden Linksextremisten aus.

Teheran wirft der Nato eine "Mitschuld" im Iran-Krieg vor

Teheran hat der Nato eine "Mitschuld" im US-israelischen Krieg gegen den Iran vorgeworfen. Nachdem Nato-Generalsekretär Mark Rutte in einem Interview die Unterstützung des Bündnisses für die USA in dem Konflikt hervorgehoben hatte, verurteilte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, dies am Donnerstag im Onlinedienst X als ein "eindeutiges und vernichtendes Eingeständnis der aktiven Mitschuld der Nato an einem rechtswidrigen Angriffskrieg gegen einen souveränen UN-Mitgliedstaat." US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor bei einem Treffen mit Rutte in Washington über mangelnde Unterstützung der Bündnispartner beklagt.

Textgröße ändern: