Pallade Veneta - Aktivisten: Im Iran gab es 2025 so viele Hinrichtungen wie seit 1989 nicht mehr

Aktivisten: Im Iran gab es 2025 so viele Hinrichtungen wie seit 1989 nicht mehr


Aktivisten: Im Iran gab es 2025 so viele Hinrichtungen wie seit 1989 nicht mehr
Aktivisten: Im Iran gab es 2025 so viele Hinrichtungen wie seit 1989 nicht mehr / Foto: Sébastien DUPUY - AFP

Im Iran sind im vergangenen Jahr nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 1639 Menschen hingerichtet worden. Das sei ein Anstieg von 68 Prozent gegenüber dem Jahr 2024, als die iranischen Behörden 975 Menschen hinrichteten, und die höchste Zahl seit 1989, erklärten Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen und Together Against the Death Penalty (ECPM) am Montag.

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In ihrem gemeinsamen Jahresbericht führten die Organisationen weiter aus, dass die Zahlen ein "absolutes Minimum" seien, weil von den meisten Hinrichtungen nicht in offiziellen Medien berichtet werde. Viele Hinrichtungen erfolgten demnach aus politischen Gründen, die meisten wurden allerdings nach einer Verurteilung wegen Drogendelikten vollstreckt.

Sollte die Islamische Republik "die aktuelle Krise überstehen, besteht die ernsthafte Gefahr, dass Hinrichtungen noch stärker als Instrument der Unterdrückung und Repression eingesetzt werden", hieß es in dem Jahresbericht weiter. Die Organisationen warnten darüber hinaus, dass "hunderten inhaftierten Demonstranten", die im Januar 2026 gegen die Regierung auf die Straße gegangen waren, weiter die Todesstrafe drohe.

Unter den Getöteten waren 2025 den Angaben zufolge mindestens 48 Frauen - ein Anstieg von 55 Prozent gegenüber 2024, als 31 Frauen hingerichtet wurden. 21 der 48 Frauen wurden den Aktivisten zufolge wegen Mordes an ihren Ehemännern oder Verlobten hingerichtet. Viele der Beziehungen seien von Missbrauch geprägt gewesen.

Die meisten Hinrichtungen erfolgten den Aktivisten zufolge in Gefängnissen. Elf Todesstrafen wurden 2025 öffentlich vollstreckt - eine Verdreifachung gegenüber dem Jahr 2024. Die meisten Hinrichtungen erfolgten demnach durch den Strick. Insgesamt habe es im vergangenen Jahr nur in China mehr Hinrichtungen gegeben als im Iran.

P.Colombo--PV

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