Pallade Veneta - Nach Organisationsproblemen: Wahllokale in Peru öffnen teilweise nochmals

Nach Organisationsproblemen: Wahllokale in Peru öffnen teilweise nochmals


Nach Organisationsproblemen: Wahllokale in Peru öffnen teilweise nochmals
Nach Organisationsproblemen: Wahllokale in Peru öffnen teilweise nochmals / Foto: ERNESTO BENAVIDES - AFP

Nach Organisationsproblemen bei der Präsidentschaftswahl in Peru haben einige Wahllokale am Montag nochmals geöffnet. In der Hauptstadt Lima bildeten sich vor den 13 betroffenen Wahllokalen lange Schlangen, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Eigentlich hätte die Präsidentschaftswahl nur bis Sonntagabend gehen sollen, in den meisten Orten wurde am Montag bereits ausgezählt. Teilergebnissen zufolge zeichnet sich eine Stichwahl zwischen der rechtspopulistischen Kandidatin Keiko Fujimori und dem Rechtsextremen Rafael López Aliaga ab.

Textgröße ändern:

"Ich stehe seit sechs Stunden an und muss zur Arbeit", sagte die 62-jährige Cenaida Ramos vor einem der nochmals eröffneten Wahllokale AFP. Bei der Wahl eines neuen Staatsoberhauptes und auch eines neuen Parlaments hatte es am Vortag teilweise Probleme mit den Wahlunterlagen gegeben. Deshalb blieben bereits am Sonntagabend in vielen Orten die Wahllokale länger geöffnet als geplant.

Wegen der Probleme hatte die Staatsanwaltschaft das Hauptquartier der Wahlbehörde und die Räume eines privaten Subunternehmers durchsucht, dem vorgeworfen wurde, die Materialien nicht rechtzeitig geliefert zu haben. Insgesamt konnten der Wahlkommission zufolge mehr als 60.000 Bürger ihre Stimme nicht abgeben. Die fehlenden Stimmen machen aber nur einen Bruchteil der Gesamtzahl aus, am sich abzeichnenden Ergebnis der Präsidentenwahl dürften sie nichts ändern.

Nach Auszählung von gut der Hälfte der Stimmen am Montag lag Keiko Fujimori bei knapp 17 Prozent der Stimmen. Die Tochter des wegen Korruption verurteilten früheren Staatschefs Alberto Fujimori gilt als Unterstützerin von US-Präsident Donald Trump und hat im Wahlkampf angekündigt, US-Investoren nach Peru zu holen und Ausländer auszuweisen.

Ihr voraussichtlicher Gegner in der Stichwahl am 7. Juni wird der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Lima, López Aliaga, sein. Der 65-Jährige hatte im Wahlkampf versprochen, "Jagd" auf venezolanische Migranten zu machen. Er kam laut den Teilergebnissen auf knapp 15 Prozent der Stimmen.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Hohe Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern bis 14.00 Uhr

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Schwerin am Sonntagnachmittag mitteilte. 2021 hatte die Wahlbeteiligung zur selben Uhrzeit bei 32,5 Prozent gelegen, die endgültige Wahlbeteiligung lag damals bei 70,8 Prozent.

USA warnen vor Eskalation im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Huthi-Miliz

Nach Angriffen der Huthi-Miliz auf die saudiarabische Hauptstadt Riad haben die USA vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und der vom Iran unterstützten Miliz im Jemen gewarnt. Die militärischen Auseinandersetzungen könnten "rasch eskalieren", erklärte das US-Außenministerium in Washington am Samstag (Ortszeit). Zuvor hatten die Huthis erstmals Ziele in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sowie Ölanlagen am Roten Meer angegriffen.

Jüdischer Siedler im Westjordanland getötet - Verdächtiger festgenommen

Nach einem tödlichen Angriff auf einen jüdischen Siedler im Westjordanland ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Der Schusswaffenangriff ereignete sich nach Behördenangaben am Sonntag im Gebiet der Siedlung Neve Tzuf nahe Ramallah. Der Angreifer wurde nach Angaben der israelischen Armee von einem Soldaten angeschossen und später im Krankenhaus festgenommen.

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Wahlbeteiligung bis zum Mittag höher als 2023

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben bis zum Sonntagmittag mehr Menschen ihre Stimme in den Wahllokalen abgegeben als um die gleiche Uhrzeit bei der Wahl 2023. Bis 12.00 Uhr wählten 27,9 Prozent der Wahlberechtigten, wie der Landeswahlleiter in der Bundeshauptstadt mitteilte. 2023 lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt demnach bei 23,4 Prozent.

Textgröße ändern: