Pallade Veneta - Marine-Inspekteur warnt vor Überlastung der Seestreitkräfte

Marine-Inspekteur warnt vor Überlastung der Seestreitkräfte


Marine-Inspekteur warnt vor Überlastung der Seestreitkräfte
Marine-Inspekteur warnt vor Überlastung der Seestreitkräfte / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Angesichts der Diskussion um einen möglichen Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus hat Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack vor einer Überlastung der deutschen Seestreitkräfte gewarnt. "Wir haben die kleinste Marine aller Zeiten, aber eine Masse an Aufgaben", sagte Kaack der "Wirtschaftswoche" laut Mitteilung vom Freitag. Die Bedrohung durch Russland dürfe trotz des Iran-Krieges nicht aus dem Fokus geraten.

Textgröße ändern:

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) berät am Freitag in Paris mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Regierungschef Keir Starmer über einen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Deutschland könne sich daran mit Minenräumung oder Seefernaufklärung beteiligen, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. Merz und Macron betonen, dass ein solcher Einsatz erst nach dem Ende des Iran-Krieges möglich sei.

"Die Welt mag gerade in den Nahen Osten schauen: Wir erleben aber auch einen Anstieg an Aktivitäten an der Nord- und Ostflanke, denen wir begegnen müssen", sagte Marine-Inspekteur Kaack. Er verwies auf eine Zunahme von U-Boot-Einsätzen, Flugraumverletzungen und Sabotageakten an Pipelines und Unterseekabeln. Je mehr Ressourcen die Bundeswehr etwa in Missionen im östlichen Mittelmeer oder ins Krisenmanagement investiere, desto weniger bleibe für die Hauptaufgaben. "Die richtigen Kämpfe zu wählen und dann zu führen, das ist und bleibt unsere Herausforderung. Denn alles, was wir haben, ist im Einsatz", betonte Kaack.

Der Offizier forderte, die strategischen Fähigkeiten der Marine weiter auszubauen und Zeit als entscheidende Ressource zu nutzen, um die Abschreckung gegenüber Russland zu stärken. Ziel müsse sein, dass der russische Präsident Wladimir Putin "morgens beim Blick in den Spiegel sagt: 'Heute ist kein guter Tag, die Nato anzugreifen'".

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Wahlbeteiligung bis zum Mittag höher als 2023

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben bis zum Sonntagmittag mehr Menschen ihre Stimme in den Wahllokalen abgegeben als um die gleiche Uhrzeit bei der Wahl 2023. Bis 12.00 Uhr wählten 27,9 Prozent der Wahlberechtigten, wie der Landeswahlleiter in der Bundeshauptstadt mitteilte. 2023 lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt demnach bei 23,4 Prozent.

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Spitzenkandidaten geben Stimmen ab

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die ersten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten am Sonntagmorgen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers besuchte am Mittag sein Wahllokal in Friedrichshain. Die Linken-Kandidatin Elif Eralp wollte nicht öffentlich wählen.

Trump will "KI Force" ins Leben rufen und greift KI-Kritiker erneut scharf an

In der Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) hat US-Präsident Donald Trump die Schaffung einer neuen Regierungsinstanz für KI angekündigt, zugleich aber Forderungen nach einem Abbremsen der rasanten Entwicklung der Technologie erneut eine Abfuhr erteilt. Er werde eine "KI Force" einrichten und "sehr bald" die Nominierung eines "KI-Zaren" verkünden, erklärte Trump am Samstag in seinem Online-Dienst Truth Social. Seine Regierung werde aber "das Wachstum dieser unglaublichen Industrie nicht in irgendeiner Weise behindern oder drosseln".

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung ihres Ehemanns Stefan. Am Vormittag war bereits Schwesigs Herausforderer von der AfD, Leif-Erik Holm, in der Landeshauptstadt an die Urne gegangen. Zwischen SPD und AfD sehen die Umfragen ein enges Rennen um den Wahlsieg voraus.

Textgröße ändern: