Pallade Veneta - Trump: US-Delegation am Montag zu Iran-Verhandlungen in Pakistan

Trump: US-Delegation am Montag zu Iran-Verhandlungen in Pakistan


Trump: US-Delegation am Montag zu Iran-Verhandlungen in Pakistan
Trump: US-Delegation am Montag zu Iran-Verhandlungen in Pakistan / Foto: Farooq NAEEM - AFP

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird eine US-Delegation zu weiteren Verhandlungen am Montag in Pakistan sein. Wie US-Präsident Donald Trump am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social weiter erklärte, würde er dem Iran einen "vernünftigen Deal" anbieten. Falls Teheran dies ablehne, würden die USA "jedes Kraftwerk und jede Brücke im Iran" zerstören. "No More Mr. Nice Guy (auf Deutsch: Schluss mit dem netten Kerl)", fügte Trump hinzu.

Textgröße ändern:

Die Kraftwerke und Brücken würden "schnell und mühelos zerstört werden", schrieb Trump weiter. Wenn Teheran "den Deal nicht akzeptiert, wird es mir eine Ehre sein, das zu tun, was getan werden muss". Zudem warf er Teheran vor, mit den Angriffen vom Samstag in der für den Welthandel immens wichtigen Straße von Hormus gegen die zweiwöchige Waffenruhe verstoßen zu haben.

Das iranische Außenministerium erklärte seinerseits am Sonntag, die US-Blockade iranischer Häfen sei ein Verstoß gegen die Waffenruhe und sei zudem "eine rechtswidrige und kriminelle" Handlung. Überdies komme das "gezielte Verhängen kollektiver Strafen gegen die iranische Bevölkerung einem Kriegsverbrechen und einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich", erklärte Irans Außenamtssprecher Esmail Bakaei.

Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe läuft am Mittwoch aus. Islamabad hatte bei der Vermittlung zwischen den Kriegsparteien eine Schlüsselrolle gespielt.

Zudem hatte Pakistan bereits die erste Gesprächsrunde zwischen Washington und Teheran für ein Friedensabkommen ausgerichtet. Es war das ranghöchste Treffen zwischen dem Iran und den USA seit der Islamischen Revolution 1979 - das iranische Team wurde vom Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf angeführt, für die USA verhandelte Vizepräsident JD Vance. Die erste Verhandlungsrunde ging jedoch vor rund einer Woche ohne Ergebnis zu Ende.

Vor dem Auslaufen der Waffenruhe bemühen sich die Vermittlerstaaten Pakistan, Ägypten und die Türkei darum, eine dauerhafte Friedenslösung zu finden. Die Anstrengungen wurden allerdings durch die erneute iranische Sperrung der Straße von Hormus erschwert: Teheran hatte am Samstag seine Öffnung der Meerenge nach nur einem Tag wieder rückgängig gemacht. Die iranische Armeeführung begründete dies mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen.

Zu den Knackpunkten der Verhandlungen zählen auch die iranischen Vorräte an angereichertem Uran. Westliche Staaten werfen Teheran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies und versichert, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Wahlbeteiligung bis zum Mittag höher als 2023

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben bis zum Sonntagmittag mehr Menschen ihre Stimme in den Wahllokalen abgegeben als um die gleiche Uhrzeit bei der Wahl 2023. Bis 12.00 Uhr wählten 27,9 Prozent der Wahlberechtigten, wie der Landeswahlleiter in der Bundeshauptstadt mitteilte. 2023 lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt demnach bei 23,4 Prozent.

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Spitzenkandidaten geben Stimmen ab

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die ersten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten am Sonntagmorgen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers besuchte am Mittag sein Wahllokal in Friedrichshain. Die Linken-Kandidatin Elif Eralp wollte nicht öffentlich wählen.

Trump will "KI Force" ins Leben rufen und greift KI-Kritiker erneut scharf an

In der Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) hat US-Präsident Donald Trump die Schaffung einer neuen Regierungsinstanz für KI angekündigt, zugleich aber Forderungen nach einem Abbremsen der rasanten Entwicklung der Technologie erneut eine Abfuhr erteilt. Er werde eine "KI Force" einrichten und "sehr bald" die Nominierung eines "KI-Zaren" verkünden, erklärte Trump am Samstag in seinem Online-Dienst Truth Social. Seine Regierung werde aber "das Wachstum dieser unglaublichen Industrie nicht in irgendeiner Weise behindern oder drosseln".

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung ihres Ehemanns Stefan. Am Vormittag war bereits Schwesigs Herausforderer von der AfD, Leif-Erik Holm, in der Landeshauptstadt an die Urne gegangen. Zwischen SPD und AfD sehen die Umfragen ein enges Rennen um den Wahlsieg voraus.

Textgröße ändern: