Pallade Veneta - Laschet: Schah-Sohn Pahlavi könnte Übergang im Iran leiten

Laschet: Schah-Sohn Pahlavi könnte Übergang im Iran leiten


Laschet: Schah-Sohn Pahlavi könnte Übergang im Iran leiten
Laschet: Schah-Sohn Pahlavi könnte Übergang im Iran leiten / Foto: Fredrik SANDBERG - TT News Agency/AFP/Archiv

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet betrachtet den iranischen Exil-Oppositionellen Reza Pahlavi als möglichen Wegbereiter eines demokratischen Übergangs im Iran. "Er ist das einzige Oppositionsgesicht, das man kennt", sagte Laschet am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". "Und für viele Iraner ist das halt die Alternative erst einmal zum Mullah-Regime." Pahlavi selbst betrachte sich als Übergangsfigur, "nicht als dauerhafter Herrscher, auch nicht als neuer Schah".

Textgröße ändern:

"Ich bin überzeugt, dass er eine Person sein kann, die einen Übergang leitet", betonte Laschet. "Er hat nichts mit der Monarchie seines Vaters zu tun, das ist ja auch fast 40 Jahre her." Falls das "Regime wirklich stürzen" sollte, was derzeit ungewisser sei als noch zu Jahresbeginn, dann könnten sich nach Einschätzung Laschets "Viele auf ihn verständigen".

In seinem weltweiten Werben um Unterstützung will der Sohn des letzten Schahs am Donnerstag in Berlin mit Mitgliedern verschiedener Bundestagsfraktionen zusammentreffen, unter ihnen auch Laschet. Treffen mit Vertretern der Bundesregierung sind nicht geplant. In der Bundespressekonferenz will Pahlavi außerdem eine Stellungnahme zur aktuellen Lage im Iran abgeben.

Der Schah-Sohn wird von Teilen der iranischen Opposition unterstützt, andere kritisieren den 65-Jährigen aber unter anderem wegen seiner Nähe zu Israel. Pahlavis Vater war 1979 durch die islamische Revolution gestürzt worden und aus dem Iran geflohen. Reza Pahlavi lebt heute in den USA im Exil. Er hat sich für eine säkulare Demokratie im Iran ausgesprochen und stellt sich als Alternative für den Fall dar, dass die derzeitige Führung in Teheran stürzen sollte.

Laschet übte derweil scharfe Kritik am Iran-Kurs von US-Präsident Trump. "Er packt manches an, aber es ist meistens kein politisches Konzept dahinter", sagte er. "Er verhandelt jetzt weiter mit den Mullahs, wird wahrscheinlich irgendwelche Deals machen." Die Menschen im Iran hingegen seien nach seiner Einschätzung nicht Trumps "oberste Priorität".

"Ich bin wirklich erschüttert, wie die Amerikaner dort agiert haben", sagte Laschet mit Blick auf den Iran-Krieg. Teheran verfüge weiterhin über die Hälfte seiner Raketen und sei im Besitz von angereichertem Uran. "Und das Regime ist immer noch im Amt. Also ein Desaster."

H.Ercolani--PV

Empfohlen

USS Theodore Roosevelt trifft in Singapur ein

Der US-Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt hat Singapur erreicht und hält dort für einige Tage an. Nach dem Durchfahren der Malakka-Straße soll das Schiff in den Operationsbereich des US Central Command vorstoßen, um sich zwei weiteren Trägerstreitgruppen anzuschließen.

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

Die Verbrechen der RAF machen den Staat nicht unfehlbar

50 Jahre Deutscher Herbst: RAF-Expertin Daniela Hillers kündigt drei Bücher für 2027 an und fordert offene Auseinandersetzung mit der RAF-Geschichte.

Алекс Боди назначен вице-президентом группы SCANDIC FINANCE

С 1 ноября 2026 года румынский предприниматель Александру Николае Боди, 41 год, возглавляет восточноевропейское направление подразделения «International Operations & Global Banking Strategy» в SCANDIC FINANCE GROUP. В его подчинении 384 сотрудника. Боди также координирует проекты в сфере недвижимости в Федеративной Республике Германия.

Textgröße ändern: