Pallade Veneta - Kosovo: Lange Haftstrafen gegen serbische Separatisten nach Aufstand von 2023

Kosovo: Lange Haftstrafen gegen serbische Separatisten nach Aufstand von 2023


Kosovo: Lange Haftstrafen gegen serbische Separatisten nach Aufstand von 2023
Kosovo: Lange Haftstrafen gegen serbische Separatisten nach Aufstand von 2023 / Foto: Armend NIMANI - AFP

Im Kosovo sind drei serbische Separatisten nach einem tödlichen Aufstand im Jahr 2023 wegen Terrorismus zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in der kosovarischen Hauptstadt Pristina verhängte am Freitag gegen zwei Männer lebenslange Haftstrafen, ein dritter Angeklagter wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt. "Es hat sich bestätigt, dass sie versuchten, den Norden des Kosovo abzuspalten und mit Serbien zu vereinen", sagte der Vorsitzende des dreiköpfigen Richtergremiums, Ngadhnjim Arrni, in der Urteilsbegründung.

Textgröße ändern:

Zu der schwersten Eskalation seit Jahren im Nordkosovo war es Ende September 2023 gekommen. Rund 30 Bewaffnete überfielen eine kosovarische Polizei-Patrouille, ein Polizist wurde getötet. Später verschanzten sich die Männer in einem orthodoxen Kloster im Dorf Banjska. Drei bewaffnete Serben wurden bei Schusswechseln mit der Polizei getötet.

Die Interims-Präsidentin des Kosovo, Albulena Haxhiu, nannte das Urteil in Online-Plattformen "einen Beweis, dass der Angriff auf die Polizei des Kosovo, auf die verfassungsmäßige Ordnung und auf die Sicherheit unseres Landes nicht ungestraft bleibt." Die Regierung in Belgrad bezeichnete die Strafen dagegen als "drakonisch" und warf dem Gericht vor, sich politischem Druck des "anti-serbischen Regimes in Pristina" gebeugt zu haben.

Die Anklage hatte lebenslange Haftstrafen für alle Angeklagten gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch, da es ihrer Ansicht nach keine Beweise für die Verwicklung der Männer in den Angriff gab. Insgesamt waren 45 Serben angeklagt, indes wurde nur drei von ihnen der Prozess gemacht.

Einem Antrag der Anklage, die übrigen Angeklagten in Abwesenheit zu verurteilen, wurde nicht stattgegeben. Es wird vermutet, dass sie sich in Serbien befinden, gegen sie liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Unter ihnen ist auch der mutmaßliche Drahtzieher des Angriffs, Milan Radoicic. Die Behörden im Kosovo fordern seit langem seine Auslieferung.

Der ehemalige Vizevorsitzende der größten serbischen Partei des Kosovo "Serbische Liste" war nach dem Angriff kurzzeitig von den serbischen Behörden festgenommen und später wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Radoicic räumte später ein, die Gruppe der Bewaffneten während des Angriffs angeführt zu haben - bestand aber darauf, allein und ohne Unterstützung oder Einwilligung der serbischen Regierung gehandelt zu haben.

Das Kosovo hatte im Jahr 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, wird aber von Belgrad bis heute als abtrünniges Gebiet betrachtet.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Mehr als 148.000 Kinder wiederholten Schuljahr - mehr Jungen als Mädchen

Rund 148.100 Kinder und Jugendliche sind im Schuljahr 2024/2025 sitzengeblieben oder haben eine Klassenstufe freiwillig wiederholt. Das waren 2,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Diese Quote blieb damit im Vergleich zum vorherigen Schuljahr konstant.

Teheran: USA und Iran vereinbaren Arbeitsgruppen zu Atomprogramm und Sanktionen

Bei ihren Gesprächen in der Schweiz haben sich die USA und der Iran nach Angaben Teherans auf die Einrichtung von vier Arbeitsgruppen verständigt. Zwei davon sollen sich mit dem iranischen Atomprogramm und der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran befassen, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Dienstag unter Berufung auf Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Zwei weitere Arbeitsgruppen sollen sich demnach dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung im Iran sowie der "Überwachung und Umsetzung" widmen.

Teheran Chefunterhändler Ghalibaf: Iran wird Straße von Hormus verwalten

Nach den Gesprächen mit US-Vertretern in der Schweiz hat der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf laut Berichten von Staatsmedien erklärt, dass sein Land künftig die Straße von Hormus verwalten werde. "Die Straße von Hormus wird niemals in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, sondern im Einklang mit dem Völkerrecht von der Islamischen Republik Iran verwaltet werden", sagte Ghalibaf am Dienstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Irna.

Zehnter Jahrestag des Brexit-Referendums in Großbritannien

Am Dienstag jährt sich das Brexit-Referendum in Großbritannien zum zehnten Mal. Am 23. Juni 2016 hatte eine knappe Mehrheit von 51,9 Prozent der Teilnehmenden für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt. Vollzogen wurde der Austritt dann Ende Januar 2020, Anfang 2021 verließ Großbritannien nach einer Übergangsphase die Zollunion und den EU-Binnenmarkt.

Textgröße ändern: