Pallade Veneta - Perus Wahlgericht hält an Termin für Präsidentschaftsstichwahl fest - keine Neuwahl in Lima

Perus Wahlgericht hält an Termin für Präsidentschaftsstichwahl fest - keine Neuwahl in Lima


Perus Wahlgericht hält an Termin für Präsidentschaftsstichwahl fest - keine Neuwahl in Lima
Perus Wahlgericht hält an Termin für Präsidentschaftsstichwahl fest - keine Neuwahl in Lima / Foto: Connie FRANCE - AFP/Archiv

Nach der chaotischen ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Peru hat das Nationale Wahlgericht (JNE) den Termin für die zweiten Runde im Juni bestätigt. Der Urnengang finde am 7. Juni statt, erklärte das Gremium am Freitag (Ortszeit). Zugleich wies es Forderungen nach einer Wiederholung des ersten Wahlgangs in der Hauptstadt Lima zurück.

Textgröße ändern:

Eine solche Wiederholung sei "nicht realisierbar", erklärte die Behörde. Nach dem Wahlgang am 12. April hatte der ultrakonservative Präsidentschaftskandidat und frühere Bürgermeister von Lima, Rafael López Aliaga, eine Wahlwiederholung in Lima gefordert, weil tausende seiner Anhänger ihre Stimme nicht hätten abgeben können. Verspätungen bei der Lieferung von Wahlunterlagen hatten mehr als 50.000 Menschen in der Hauptstadt an der Stimmabgabe gehindert. Die Behörden verlängerten daher die Öffnungszeiten der Wahllokale.

Vor der Bekanntgabe der JNE-Entscheidung hatte die peruanische Polizei Freitagfrüh (Ortszeit) das Haus von Piero Corvetto, des früheren Chefs der Wahlbehörde ONPE durchsucht. Auch andere frühere ONPE-Mitarbeiter sowie eine für den Transport von Wahlausrüstung zuständiges Unternehmen waren Ziele von Durchsuchungen, wie die Polizei mitteilte. ONPE-Chef Corvetto war am Dienstag wegen des chaotischen Wahlverlaufs zurückgetreten.

Wahlbeobachter der Europäischen Union hatten von "schwerwiegenden Mängeln" bei der ersten Wahlrunde. Belege für gezielten Wahlbetrug, wie ihn López Aliaga nach eigener Aussage vermutet, fanden sie allerdings nicht.

Teilergebnissen zufolge, die auf Auszählung von 95 Prozent der landesweiten Stimmzettel beruhen, zieht die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori in die Stichwahl ein. Sie tritt entweder gegen López Aliaga an oder gegen den linksgerichteten Kandidaten Roberto Sánchez an, der neuesten Auszählungsergebnissen knapp die Nase vorn hat. Die Endergebnisse der ersten Wahlrunde sollen allerdings erst am 15. Mai veröffentlicht werden.

F.Amato--PV

Empfohlen

Veto in Maine: Erstes Verbot in den USA für Bau von KI-Rechenzentren gescheitert

Die Gouverneurin von Maine, Janet Mills, hat ihr Veto gegen das erste Bauverbot für große Datenzentren für KI-Technologie in den USA eingelegt. Grundsätzlich sei ein vorläufiges Bauverbot gerechtfertigt "angesichts der Auswirkungen riesiger Datenzentren in anderen Bundesstaaten auf die Umwelt und die Stromkosten", erklärte Mills am Freitag. Sie blockiere das Moratorium jedoch, weil es keine Ausnahme für ein Datenzentrum in einer Gegend im Nordosten von Maine zulasse, die unter einer Wirtschaftskrise leide.

EU-Kommissar: Zahl der Abschiebungen deutlich gestiegen

Die Zahl der Abschiebungen aus den EU-Ländern ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. "Im Jahr 2025 wurden 28 Prozent der ausreisepflichtigen Migranten in der EU zurückgeführt", sagte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner der "Welt am Sonntag". Dies sei "der bisher höchste Wert in diesem Jahrzehnt". Von den mehr als 491.000 Ausreisepflichtigen im vergangenen Jahr wurden demnach etwa 135.000 abgeschoben.

Venezuela und Kolumbien vereinbaren gemeinsamen Kampf gegen "Mafias" an ihrer Grenze

Der kolumbianische Staatschef Gustavo Petro hat bei einem Besuch in Venezuela mit der dortigen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eine militärische Zusammenarbeit zur Bekämpfung krimineller Banden an der gemeinsamen Grenze vereinbart. Petro sagte am Freitag (Ortszeit) in Caracas, die Nachbarstaaten würden optimal abgestimmte gemeinsame Anstrengungen unternehmen, "um die Menschen an der Grenze von den Mafias zu befreien"

SPD-Fraktionschef Miersch: Iran-Krise könnte Aufnahme neuer Schulden nötig machen

Wegen der anhaltenden Energiekrise infolge des Iran-Kriegs hat SPD-Fraktionschef Matthias Miersch eine zusätzliche Schuldenaufnahme ins Spiel gebracht. "Der Staat hat die Aufgabe, einen Zusammenbruch unserer Wirtschaft zu verhindern", sagte Miersch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Ich will keinen Teufel an die Wand malen, aber natürlich müssen im schlimmsten Fall alle Optionen auf den Tisch."

Textgröße ändern: