Pallade Veneta - "Spiegel": Auch Bundesministerinnen Prien und Hubertz von Signal-Hacks betroffen

"Spiegel": Auch Bundesministerinnen Prien und Hubertz von Signal-Hacks betroffen


"Spiegel": Auch Bundesministerinnen Prien und Hubertz von Signal-Hacks betroffen
"Spiegel": Auch Bundesministerinnen Prien und Hubertz von Signal-Hacks betroffen / Foto: Lionel BONAVENTURE - AFP/Archiv

Von der Welle von Angriffen auf Nutzer des Messengerdienstes Signal sind nach Informationen des "Spiegel" auch Mitglieder der Bundesregierung betroffen. Es handele sich um Bildungsministerin Karin Prien (CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD), berichtete das Magazin am Samstag, ohne nähere Angaben zu seinen Quellen zu machen. "Die Signal-Konten der beiden Politikerinnen sollen kompromittiert worden sein", hieß es weiter. Damit nehme das Ausmaß der Angriffswelle eine neue Dimension an.

Textgröße ändern:

Erst am Mittwoch hatte der "Spiegel"berichtet, dass Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zu den Opfern der Phishingkampagne gehöre. Die Politikerin bekleidet das zweithöchste Staatsamt und ist Mitglied des CDU-Präsidiums. Das Parteigremium kommunizierte dem Bericht zufolge bislang in einem Signal-Gruppenchat – Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz eingeschlossen.

Der "Spiegel" berichtete, Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) hätten den Kanzler in der Sache persönlich aufgesucht. Anders als bei der Bundestagspräsidentin habe sein Signal-Nutzerkonto aber offenbar keine Auffälligkeiten gezeigt.

Eine Sprecherin von Prien erklärte auf "Spiegel"-Anfrage: "Zu Kommunikationsmitteln der Bundesregierung können wir keine Auskunft geben." Ein Sprecher von Hubertz sagte dem Bericht zufolge, für die Integrität und Sicherheit von interner und externer Kommunikation des Ministeriums gälten klare Grundsätze. "Dazu gehört, dass wir uns grundsätzlich nicht zu möglichen oder tatsächlichen Sicherheitsvorfällen äußern", wurde der Sprecher zitiert.

Im Zusammenhang mit der seit Monaten andauernden internationalen Phishingkampagne gegen Nutzer der Messaging-App Signal ermittelt Generalbundesanwalt Jens Rommel bereits seit Februar. Laut einer Sprecherin der Bundesanwaltschaft geht es um den Anfangsverdacht der Spionage.

Die Angriffswelle zur heimlichen Übernahme von Signal-Konten richtet sich außer gegen Politiker auch gegen Beamte, Diplomaten, Militärs und Journalisten. Mit dem CDU-Politiker Marc Henrichmann, der Vorsitzender Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) im Bundestag zur Kontrolle der Nachrichtendienste ist, machte am Freitag erstmals ein deutscher Politiker klar Russland für die Angriffswelle verantwortlich.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Mehr als 148.000 Kinder wiederholten Schuljahr - mehr Jungen als Mädchen

Rund 148.100 Kinder und Jugendliche sind im Schuljahr 2024/2025 sitzengeblieben oder haben eine Klassenstufe freiwillig wiederholt. Das waren 2,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Diese Quote blieb damit im Vergleich zum vorherigen Schuljahr konstant.

Teheran: USA und Iran vereinbaren Arbeitsgruppen zu Atomprogramm und Sanktionen

Bei ihren Gesprächen in der Schweiz haben sich die USA und der Iran nach Angaben Teherans auf die Einrichtung von vier Arbeitsgruppen verständigt. Zwei davon sollen sich mit dem iranischen Atomprogramm und der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran befassen, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Dienstag unter Berufung auf Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Zwei weitere Arbeitsgruppen sollen sich demnach dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung im Iran sowie der "Überwachung und Umsetzung" widmen.

Teheran Chefunterhändler Ghalibaf: Iran wird Straße von Hormus verwalten

Nach den Gesprächen mit US-Vertretern in der Schweiz hat der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf laut Berichten von Staatsmedien erklärt, dass sein Land künftig die Straße von Hormus verwalten werde. "Die Straße von Hormus wird niemals in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, sondern im Einklang mit dem Völkerrecht von der Islamischen Republik Iran verwaltet werden", sagte Ghalibaf am Dienstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Irna.

Zehnter Jahrestag des Brexit-Referendums in Großbritannien

Am Dienstag jährt sich das Brexit-Referendum in Großbritannien zum zehnten Mal. Am 23. Juni 2016 hatte eine knappe Mehrheit von 51,9 Prozent der Teilnehmenden für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt. Vollzogen wurde der Austritt dann Ende Januar 2020, Anfang 2021 verließ Großbritannien nach einer Übergangsphase die Zollunion und den EU-Binnenmarkt.

Textgröße ändern: