Pallade Veneta - Prozess wegen Anschlagsplänen in Berlin - 23-jähriger Syrer legt Geständnis ab

Prozess wegen Anschlagsplänen in Berlin - 23-jähriger Syrer legt Geständnis ab


Prozess wegen Anschlagsplänen in Berlin - 23-jähriger Syrer legt Geständnis ab
Prozess wegen Anschlagsplänen in Berlin - 23-jähriger Syrer legt Geständnis ab / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Wegen der Planung eines islamistischen Anschlags in Berlin muss sich seit Montag ein 23-jähriger Syrer vor dem Landgericht der Hauptstadt verantworten. Der Angeklagte habe sich zu Beginn des Prozesses eingelassen und ein umfassendes Geständnis abgelegt, sagte eine Gerichtssprecherin. Er habe für seine Taten um Entschuldigung gebeten und von "Glück" gesprochen, dass er vor der Umsetzung seiner Pläne festgenommen wurde.

Textgröße ändern:

Laut Anklage habe der 23-Jährige, der im Dezember 2023 nach Deutschland kam, mit einem Messer möglichst viele Jüdinnen und Juden sowie "Ungläubige" und anschließend sich selbst mit einem Sprengstoffgürtel töten wollen. Dafür soll er ein Messer und Materialien zum Bau einer "Spreng- und Brandvorrichtung" gekauft haben. Außerdem soll er Videos veröffentlicht haben, die mit sogenannten Naschids der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterlegt waren. Dabei handelt es sich um Lieder und Hymnen, die zur Emotionalisierung und politischen Mobilisierung eingesetzt werden.

Laut Gerichtssprecherin gab der Angeklagte in seiner Einlassung an, über Tiktok mit einem Mann in Kontakt gekommen zu sein. Dieser habe ihn mit Informationen versorgt und ihm den Märtyrertod nahegelegt. Er sei dafür empfänglich gewesen, weil sich seine Ziele und Träume, derentwegen er nach Deutschland gekommen war, nicht erfüllt hätten, so der 23-Jährige laut Gerichtssprecherin. So habe er etwa nicht arbeiten können.

Der Angeklagte räumte der Sprecherin zufolge ein, einen Anschlag mit einem Sprengstoffgürtel geplant zu haben. Auch das Messer habe er sich besorgt. Von dem Plan, es einzusetzen, sei er aber wieder abgekommen.

Der Syrer wurde am 1. November 2025 festgenommen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Er ist wegen der Vorbereitung einer terroristischen Straftat, wegen Terrorismusfinanzierung und wegen des Verbreitens von Propagandamitteln terroristischer Organisationen angeklagt. Mit einem Urteil wird Anfang Juni gerechnet.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Trump will "KI Force" ins Leben rufen und greift KI-Kritiker erneut scharf an

In der Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) hat US-Präsident Donald Trump die Schaffung einer neuen Regierungsinstanz für KI angekündigt, zugleich aber Forderungen nach einem Abbremsen der rasanten Entwicklung der Technologie erneut eine Abfuhr erteilt. Er werde eine "KI Force" einrichten und "sehr bald" die Nominierung eines "KI-Zaren" verkünden, erklärte Trump am Samstag in seinem Online-Dienst Truth Social. Seine Regierung werde aber "das Wachstum dieser unglaublichen Industrie nicht in irgendeiner Weise behindern oder drosseln".

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung ihres Ehemanns Stefan. Am Vormittag war bereits Schwesigs Herausforderer von der AfD, Leif-Erik Holm, in der Landeshauptstadt an die Urne gegangen. Zwischen SPD und AfD sehen die Umfragen ein enges Rennen um den Wahlsieg voraus.

Drohnenangriffe auf Moskau an letztem Tag der Parlamentswahl in Russland

Überschattet von Drohnenangriffen auf Moskau haben die Menschen in Russland am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin warf der Ukraine am Sonntag eine versuchte Störung des Urnengangs vor. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Sie hat seit 2003 alle Parlamentswahlen gewonnen. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen.

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Erste Spitzenkandidaten haben Stimme abgegeben

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die ersten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten am Sonntag im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers wollte gegen Mittag in Friedrichshain seine Stimme abgeben, die Linken-Kandidatin Elif Eralp nicht öffentlich wählen.

Textgröße ändern: