Pallade Veneta - Israels Verteidigungsminister: Hisbollah-Miliz "spielt mit dem Feuer"

Israels Verteidigungsminister: Hisbollah-Miliz "spielt mit dem Feuer"


Israels Verteidigungsminister: Hisbollah-Miliz "spielt mit dem Feuer"
Israels Verteidigungsminister: Hisbollah-Miliz "spielt mit dem Feuer" / Foto: alex wroblewski - AFP

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat vor ernsthaften Folgen der ablehnenden Haltung der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zu Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon gewarnt. Hisbollah-Chef Naim Kassem "spielt mit dem Feuer, und das Feuer wird die Hisbollah und den gesamten Libanon verbrennen", sagte Katz am Montag nach Angaben seines Büros.

Textgröße ändern:

"Wenn sich die libanesische Regierung weiterhin unter den Schutz der Terrororganisation Hisbollah stellt, wird ein Feuer ausbrechen und die Zedern des Libanon verschlingen", fuhr Katz fort.

Zuvor hatte Hisbollah-Chef Kassem direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon als "schwere Sünde" bezeichnet. "Wir lehnen direkte Verhandlungen mit Israel kategorisch ab" erklärte er. Die Hisbollah werde die Ergebnisse der Verhandlungen ignorieren und ihren Kampf fortsetzen.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun verteidigte die Mitte des Monats begonnenen Verhandlungen mit Israel dagegen. "Mein Ziel ist es, den Kriegszustand mit Israel zu beenden", erklärte der Staatschef. Er betonte, er werde "kein demütigendes Abkommen akzeptieren".

Der Präsident wies die scharfe Kritik der Hisbollah an den Gesprächen mit Israel zurück. "Was wir tun, ist kein Verrat. Vielmehr begehen diejenigen Verrat, die ihr Land in den Krieg führen, um ausländische Interessen durchzusetzen", sagte er, ohne die von Teheran unterstützte Miliz namentlich zu erwähnen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte derweil, die Raketen und Drohnen der Hisbollah stellten für sein Land weiterhin eine zentrale Bedrohung dar. Dies erfordere "eine Kombination aus operativen und technologischen Maßnahmen", erklärte Nentanjahu nach Angaben seines Büros.

Die Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel waren von den USA vermittelt worden. Die beiden Nachbarländer unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Mitte April trafen sich diplomatische Vertreter Israels und des Libanon zu ersten direkten Gesprächen seit Jahrzehnten in Washington. Nach einem weiteren Treffen in der vergangenen Woche gab US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um drei Wochen bekannt.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden: Die Hisbollah, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, feuerte als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze.

Auch nach Inkrafttreten der Waffenruhe setzten Israel und die Hisbollah-Miliz ihre gegenseitigen Angriffe fort. Die israelische Armee nahm am Montag nach eigenen Angaben Stellungen der Hisbollah in der östlichen Region Bekaa sowie weitere Ziele im Süden des Libanon ins Visier.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Weißes Haus: Trump spricht mit Sicherheitsberatern über iranischen Vorschlag

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Weißen Hauses am Montag mit seinen führenden Sicherheitsberatern über einen iranischen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus gesprochen. Ein entsprechendes Angebot aus Teheran "wird diskutiert", sagte Sprecherin Karoline Leavitt. Ob Trump den Vorschlag annehmen werde, wollte Leavitt nicht sagen.

Floridas Gouverneur DeSantis legt Plan zum Neuzuschnitt der Wahlkreise vor

Der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, hat am Montag seinen Plan zur Neuordnung der Wahlkreise für die US-Zwischenwahlen im November vorgestellt. Der Republikaner begründete den Neuzuschnitt mit demografischen Veränderungen in seinem Bundesstaat. Der Vorgang könnte der Partei von US-Präsident Donald Trump vier zusätzliche Sitze im Repräsentantenhaus in Washington bescheren. Das Parlament des Bundesstaats muss der Neuregelung noch zustimmen.

Trotz weiterer Debatten: Kabinett soll Haushalts-Eckpunkte Mittwoch beschließen

Um den Haushalt 2027 wird in der Regierung weiter gerungen. Gleichwohl sollen die Eckpunkte für den Etat und die mittelfristige Finanzplanung bis 2030 am Mittwoch wie geplant vom Kabinett beschlossen werden, wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag in Berlin klarstellte. Zusätzlichen Schulden erteilte er eine klare Absage.

"Witwe im Wartestand": Melania Trump empört über Äußerung von US-Moderator Kimmel

US-First Lady Melania Trump hat scharfe Kritik an US-Moderator Jimmy Kimmel geübt, nachdem er sie in seiner Show als "Witwe im Wartestand" bezeichnet hatte. Kimmels Worte seien "ätzend und verschlechtern das kranke politische Klima in den USA", schrieb die 56-Jährige am Montag im Onlinedienst X. Den Sender ABC forderte die Frau von US-Präsident Donald Trump auf, gegen Kimmel vorzugehen: "Genug ist genug. Es ist Zeit für ABC, Stellung zu beziehen."

Textgröße ändern: