Pallade Veneta - CSU-Politiker: US-Truppenabzug könnte insbesondere Bayern treffen

CSU-Politiker: US-Truppenabzug könnte insbesondere Bayern treffen


CSU-Politiker: US-Truppenabzug könnte insbesondere Bayern treffen
CSU-Politiker: US-Truppenabzug könnte insbesondere Bayern treffen / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Ein geplanter Abzug von US-Truppen aus Deutschland könnte nach Ansicht des CSU-Verteidigungspolitikers Thomas Erndl besonders Bayern treffen. Bayerische Militärstandorte seien vor allem "zum Üben", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag am Montag im Bayerischen Rundfunk. "Und da ist es wahrscheinlich einfacher, zu reduzieren."

Textgröße ändern:

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag den Abzug von 5000 Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate angekündigt. Nach offiziellen Angaben waren Ende Dezember gut 36.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert - mehr als in jedem anderen europäischen Land. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor mit Kritik am Iran-Krieg den Unmut von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen.

Erndl nannte es in der Sendung "Die Welt am Morgen" von Bayern 2 naheliegend, dass die USA ihre Truppenstärke "nicht dort reduzieren, wo sie Stationierungsorte haben, die für ihren eigenen Betrieb und ihre Machtprojektion von besonderer Bedeutung sind, wie Ramstein". Er riet zu Geduld und Besonnenheit. "Es ist wichtig, dass das Verhältnis insgesamt passt und dann müssen wir mal sehen, was tatsächlich dann passiert."

Zur Ankündigung der USA, Mittelstreckenraketen zur Abwehr vor Angriffen nicht vorübergehend in Deutschland zu stationieren, sagte Erndl: "Wenn das tatsächlich jetzt nicht kommt, dann müssen wir schneller mit den eigenen Ambitionen hier unterwegs sein und schauen, dass die Bundeswehr diese Fähigkeit schneller erlangt. Jetzt muss alles auf das Jahr 2029 ausgerichtet sein." Es brauche einen Aktionsplan, "der uns dann merklich abschreckungs- und verteidigungsfähiger macht."

Bundeskanzler Merz hatte Sonntagabend bestätigt, dass die von Trumps Amtsvorgänger Joe Biden zugesagte Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern zunächst nicht erfolgen werde. "Die Amerikaner haben zurzeit selbst nicht genug", sagte Merz. Der Zug für eine Stationierung sei aber "nicht abgefahren".

A.Saggese--PV

Empfohlen

USS Theodore Roosevelt trifft in Singapur ein

Der US-Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt hat Singapur erreicht und hält dort für einige Tage an. Nach dem Durchfahren der Malakka-Straße soll das Schiff in den Operationsbereich des US Central Command vorstoßen, um sich zwei weiteren Trägerstreitgruppen anzuschließen.

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

Die Verbrechen der RAF machen den Staat nicht unfehlbar

50 Jahre Deutscher Herbst: RAF-Expertin Daniela Hillers kündigt drei Bücher für 2027 an und fordert offene Auseinandersetzung mit der RAF-Geschichte.

Алекс Боди назначен вице-президентом группы SCANDIC FINANCE

С 1 ноября 2026 года румынский предприниматель Александру Николае Боди, 41 год, возглавляет восточноевропейское направление подразделения «International Operations & Global Banking Strategy» в SCANDIC FINANCE GROUP. В его подчинении 384 сотрудника. Боди также координирует проекты в сфере недвижимости в Федеративной Республике Германия.

Textgröße ändern: